Gegen die Kürzung des Landespflegegeldes – Für Würde und Teilhabe

Das Problem

 

Mein Name ist Martina Beek, ich bin 79 Jahre alt, schwerbehindert und pflegebedürftig. Ich schreibe diese Petition nicht nur für mich, sondern für viele Menschen in Bayern, die genauso betroffen sind wie ich, aber nicht die Kraft oder den Mut haben, sich öffentlich zu äußern.

 

Das Bayerische Landespflegegeld war für uns Betroffene immer mehr als nur eine finanzielle Unterstützung. Es war ein Zeichen der Anerkennung. Ein Stück Freiheit. Eine Möglichkeit, sich kleine Wünsche zu erfüllen, die das Leben trotz Krankheit und Einschränkungen heller machen. Für manche war es ein Friseurbesuch. Für andere ein Ausflug, ein Theaterabend, ein neues Buch oder ein Essen mit der Familie. Für viele war es einfach ein Moment, in dem man sich wieder als Mensch fühlen durfte – nicht nur als Patient.

 

Mit der Kürzung des Landespflegegeldes wurde uns ein Teil dieser Lebensqualität genommen. Die Landesregierung nennt es eine „Umwidmung“. Für uns Betroffene ist es ein massiver Einschnitt in ein ohnehin eingeschränktes Leben. Und dieser Einschnitt trifft uns heute noch härter als früher. Die Preise für Lebensmittel, Energie, Medikamente, Pflegehilfsmittel und Mobilität sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Was für viele Menschen eine Belastung ist, wird für schwerbehinderte und pflegebedürftige Menschen schnell existenziell. Wir können nicht sparen, indem wir weniger heizen, weniger fahren oder weniger medizinische Produkte kaufen. Unser Alltag lässt sich nicht „verschlanken“. Wir leben ohnehin schon am Limit.

 

Gerade deshalb wiegt die Kürzung so schwer. Sie trifft ausgerechnet diejenigen, die keine Möglichkeit haben, sich zu wehren. Wir können nicht demonstrieren gehen. Wir können nicht laut sein. Wir können nur hoffen, dass unsere Stimmen trotzdem gehört werden. Viele Betroffene haben mir gesagt: „Ich würde auch gerne etwas tun, aber ich traue mich nicht.“ Deshalb schreibe ich diese Petition stellvertretend für all jene, die schweigen müssen.

 

Ich bitte die Bayerische Staatsregierung und den Landtag, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Politik bedeutet, Entscheidungen zu treffen – aber auch, deren Folgen für die Schwächsten im Blick zu behalten. Das Landespflegegeld war ein Versprechen: dass auch pflegebedürftige Menschen ein Recht auf Lebensfreude haben. Dieses Versprechen darf nicht verloren gehen. Eine Rücknahme der Kürzung wäre ein Zeichen, dass dieses Land seine verletzlichsten Bürgerinnen und Bürger nicht vergisst.

 

Bitte helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, dieses Versprechen wieder einzulösen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

 

Martina Beek

Hinweis: Da ich körperlich nicht mehr selbst schreiben kann, wurde dieser Text nach meinem Wunsch für mich niedergeschrieben.


Update vom 1. April 2026

Seit dem Start meiner Petition am 9. März 2026 haben bereits 252 Menschen aus ganz Deutschland unterschrieben. Diese Unterstützung bedeutet mir sehr viel, denn sie zeigt, dass viele Betroffene und Angehörige die Folgen der Kürzung des Landespflegegeldes genauso spüren wie ich. In den vergangenen Tagen wurde zudem im Bayerischen Landtag Interesse an meinem Anliegen gezeigt, was mir Mut macht, dass unsere Stimmen nicht ungehört bleiben. Dennoch bleibt die Situation für uns Betroffene unverändert belastend, da weiterhin nicht klar ist, wofür die gekürzten Mittel konkret eingesetzt werden sollen und wann diese Maßnahmen tatsächlich bei den Menschen ankommen. Ich danke allen, die mich unterstützen, und hoffe, dass wir gemeinsam erreichen können, dass die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen in Bayern wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.

 

 

 

avatar of the starter
Martina BeekPetitionsstarter*inIch bin ein älterer, Schwerbehinderter, pflegebedürftiger Mensch (79) und lebe mit meinem Mann in Mainaschaff bei Aschaffenburg.

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Das Problem

 

Mein Name ist Martina Beek, ich bin 79 Jahre alt, schwerbehindert und pflegebedürftig. Ich schreibe diese Petition nicht nur für mich, sondern für viele Menschen in Bayern, die genauso betroffen sind wie ich, aber nicht die Kraft oder den Mut haben, sich öffentlich zu äußern.

 

Das Bayerische Landespflegegeld war für uns Betroffene immer mehr als nur eine finanzielle Unterstützung. Es war ein Zeichen der Anerkennung. Ein Stück Freiheit. Eine Möglichkeit, sich kleine Wünsche zu erfüllen, die das Leben trotz Krankheit und Einschränkungen heller machen. Für manche war es ein Friseurbesuch. Für andere ein Ausflug, ein Theaterabend, ein neues Buch oder ein Essen mit der Familie. Für viele war es einfach ein Moment, in dem man sich wieder als Mensch fühlen durfte – nicht nur als Patient.

 

Mit der Kürzung des Landespflegegeldes wurde uns ein Teil dieser Lebensqualität genommen. Die Landesregierung nennt es eine „Umwidmung“. Für uns Betroffene ist es ein massiver Einschnitt in ein ohnehin eingeschränktes Leben. Und dieser Einschnitt trifft uns heute noch härter als früher. Die Preise für Lebensmittel, Energie, Medikamente, Pflegehilfsmittel und Mobilität sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Was für viele Menschen eine Belastung ist, wird für schwerbehinderte und pflegebedürftige Menschen schnell existenziell. Wir können nicht sparen, indem wir weniger heizen, weniger fahren oder weniger medizinische Produkte kaufen. Unser Alltag lässt sich nicht „verschlanken“. Wir leben ohnehin schon am Limit.

 

Gerade deshalb wiegt die Kürzung so schwer. Sie trifft ausgerechnet diejenigen, die keine Möglichkeit haben, sich zu wehren. Wir können nicht demonstrieren gehen. Wir können nicht laut sein. Wir können nur hoffen, dass unsere Stimmen trotzdem gehört werden. Viele Betroffene haben mir gesagt: „Ich würde auch gerne etwas tun, aber ich traue mich nicht.“ Deshalb schreibe ich diese Petition stellvertretend für all jene, die schweigen müssen.

 

Ich bitte die Bayerische Staatsregierung und den Landtag, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Politik bedeutet, Entscheidungen zu treffen – aber auch, deren Folgen für die Schwächsten im Blick zu behalten. Das Landespflegegeld war ein Versprechen: dass auch pflegebedürftige Menschen ein Recht auf Lebensfreude haben. Dieses Versprechen darf nicht verloren gehen. Eine Rücknahme der Kürzung wäre ein Zeichen, dass dieses Land seine verletzlichsten Bürgerinnen und Bürger nicht vergisst.

 

Bitte helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, dieses Versprechen wieder einzulösen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

 

Martina Beek

Hinweis: Da ich körperlich nicht mehr selbst schreiben kann, wurde dieser Text nach meinem Wunsch für mich niedergeschrieben.


Update vom 1. April 2026

Seit dem Start meiner Petition am 9. März 2026 haben bereits 252 Menschen aus ganz Deutschland unterschrieben. Diese Unterstützung bedeutet mir sehr viel, denn sie zeigt, dass viele Betroffene und Angehörige die Folgen der Kürzung des Landespflegegeldes genauso spüren wie ich. In den vergangenen Tagen wurde zudem im Bayerischen Landtag Interesse an meinem Anliegen gezeigt, was mir Mut macht, dass unsere Stimmen nicht ungehört bleiben. Dennoch bleibt die Situation für uns Betroffene unverändert belastend, da weiterhin nicht klar ist, wofür die gekürzten Mittel konkret eingesetzt werden sollen und wann diese Maßnahmen tatsächlich bei den Menschen ankommen. Ich danke allen, die mich unterstützen, und hoffe, dass wir gemeinsam erreichen können, dass die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen in Bayern wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.

 

 

 

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Martina BeekPetitionsstarter*inIch bin ein älterer, Schwerbehinderter, pflegebedürftiger Mensch (79) und lebe mit meinem Mann in Mainaschaff bei Aschaffenburg.

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