Karar Vericinin yanıtı

Anna Kassautzki tarafından verilen yanıt

Anna Kassautzki
direkt gewähltes Mitglied des Bundestages für Vorpommern-Rügen
21 Mar 2023
Das vom Bundeswirtschaftsministerium und RWE geplante LNG-Terminal in der Ostsee vor Sellin besorgt mich ebenfalls zutiefst. Der Eingriff in das empfindliche Ökosystem der Ostsee und die Lebensqualität der Insel Rügen könnten enorm sein. Es braucht eine plausible Darlegung der Notwendigkeit des Vorhabens, eine konsequente und ernsthafte Prüfung aller Alternativen an der Nord- und Ostsee und eine umfassende Bewertung aller Beeinträchtigungen und Risiken.



Ein solches Projekt braucht Transparenz und die Beteiligung der Akteur*innen vor Ort. Es braucht aufgrund der Brisanz des Themas und der Dimension des Vorhabens dringend Dialogangebote auf Augenhöhe. Die Folgen für Umwelt und den Tourismus, der der wichtigste Wirtschaftszweig der Region ist und die Lebensgrundlage vieler Menschen darstellt, sind aktuell unabsehbar.



Auch aufgrund dieser Tatsache ist es nicht hinnehmbar, dass sich die Bürgermeister sowie die Kur- und Tourismusdirektor*innen bereits vor einiger Zeit an das Bundeswirtschaftsministerium gerichtet haben und immer noch keine Antwort erhalten haben. Deshalb habe ich mich mit einen Brief an den Bundeswirtschaftsminister Dr. Habeck gewandt und dort Kritik am Projekt formuliert und gebeten das Gespräch mit allen beteiligten Akteur*innen vor Ort aufzunehmen und Alternativen ernsthaft zu suchen.



Ich komme in meiner Abwägung zu dem Schluss, dass ich den geplanten Standort vor der Küste Rügens ablehne. Deswegen arbeite ich in und mit meiner Fraktion und der SPD MV an einer transparenten Bedarfsprüfung und, falls diese Prüfung positiv ausfallen sollte, an einer sorgfältigen Alternativensuche an der Nord- und Ostseeküste. Ich bin der festen Überzeugung, dass uns die Zeitenwende in Folge des russischen Angriffskrieges nur mit den Menschen gelingen kann, nicht ohne und erst recht nicht gegen sie.

Foto: Photothek
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