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Gegen den Abschuss von 6 Welpen in Thüringen!

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Abschuss von sechs Wolfswelpen in Thüringen

In Ohrdruf, Thüringen, hat sich eine Wölfin mit einem Hund gepaart. Die vor fünf Monaten geborenen sechs Welpen wurden nun zum Abschuss freigegeben. Laut verschiedenen Nachrichtenportalen wie Landesweit Thüringen, MDR Thüringen und  Thüringen24 sei die Begründung des Umweltministerium, eine Vermehrung der Hybridwelpen würde den Wolfsbestand und dessen Reinheit gefährden. Außerdem würden die Tiere in einer Gehegehaltung leiden. So stünde nur die letale Entnahme, also die Tötung der Jungtiere als Möglichkeit zur Verfügung.

Sterilisation keine Option?

Doch sollte es auch andere Lösungsansätze geben, wie beispielsweise eine minimal-invasive Sterilisation. So könnte eine Verbreitung der Hybridgene verhindert und sechs Tierleben gerettet werden. Wie auch von MDR Thüringen berichtet, gestaltet sich im Falle einer Tötung die rechtliche Lage schwierig. Zum einen gelten auch Hybride als Wölfe, was den Abschuss aus gesetzlicher Sicht erschwert, zum anderen wäre es aufgrund des Zeitdrucks, die fünf Monate alten Tiere vor ihrer Geschlechtsreife zu töten, wahrscheinlich notwendig, eine in Deutschland verbotene Lappjagd durchzuführen. Doch auch andere Aspekte sprechen gegen den Abschuss.

Lieber tot als in einem Gehege?

Die Aussage, die Tiere lieber zu töten als in einem Gehege zu halten, wirkt etwas widersprüchlich. Begründet wird sie vor allem durch ähnliche Versuche in Sachsen, bei welchen die Tiere litten. Doch stellt sich da die Frage, weshalb andere Wildtiere in Tiergarten und zoologischen Einrichtungen auch unter relativ artgerechten Bedingungen gehalten werden, ohne dass deren Tod als angenehmere Variante betrachtet wird. Es sollte möglich sein, hybride Wölfe in nahezu artgerechten Gehegen zu halten, wenn dies auch bei anderen Tierarten realisiert wird. 

Reinheit als Sicherheit?

Nur weil diese Hybridwelpen Hundegene, also das Erbgut evolutionierter Haustiere besitzen, heißt dies nicht, dass sie den Menschen nicht fürchten. In Abhängigkeit ihrer Wolfsgene und dem Zusammenleben mit der Mutter in der Wildnis sind sie dennoch nicht an den Menschen gewöhnt sondern scheu. Außerdem scheint das Argument der Reinheitserhaltung der Wolfspopulation in diesem Falle zu hinken. Das Weibchen, das eigentlich monogam leben dürfte, hat sich mit einem Hund in Ermangelung eines Wolfsmännchens eingelassen. Zudem zeigt dies eher, wie wichtig es wäre, das Problem der streunenden Hunde in Ohrdruf in den Griff zu bekommen, um Fälle wie diese von Vornherein zu vermeiden.

Ich bitte Sie also inständig im Sinne der sechs Jungtiere: Sehen Sie von dem Abschuss ab und ziehen Sie stattdessen eine Sterilisation oder artgerechte Unterbringung in einem Gehege oder zoologischem Garten in Erwägung!



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