Felix RuckertBerlin, Germany
Apr 12, 2021


Hallo liebe Unterstützer*innen.


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Herzlichen Dank für euer bisheriges Engagement. Heute, nach den ersten 10 Tagen, hat die Petition über 2000 Unterschriften erhalten, um die 200 jeden Tag. Es wäre wunderbar wenn sich die Zahlen so weiterentwickeln. Ich denke nach wie vor, dass es im Verlauf des nächsten Monat gelingen könnte, bis zu 10 000 Unterschriften zusammen zu kriegen. Viele Netzwerke und Einzelpersonen haben jetzt begonnen weitere Aufmerksamkeit zu schaffen, der Kreis weitet sich. Ich würde es begrüssen wenn auch in anderen Städten oder Regionen ähnliche Initiativen entstehen und man sich gegenseitig unterstützt.



Ich bitte euch daher eindringlich zu überlegen, was ihr, die ihr bereits unterschrieben habt, nun noch tun könnt um dieses Anliegen voranzubringen. Ich bitte vor allem auch die Erstunterzeichner*innen nochmal zu überlegen, wie ihr eure Netzwerke aktivieren könnt. Aber auch jede Einzelperson ist gefragt: Wie könnt ihr eure speziellen Kompetenzen, Kenntnisse und Kontakte für diese Sache nutzen? Wer aus eurem Bekanntenkreis könnte sich für dieses Anliegen stark machen?

Ich betrachte diese Aktion auch als einen Test. Ich möchte erfahren wieviele Menschen diese sexpositive Bewegung umfasst? Wieviele Menschen bereits gute Erfahrungen gemacht haben in sexpositiven Räumen? Wieviele Menschen sich diese Erfahrungen wünschen? Wieviele Menschen verstehen, dass Sexualität, Liebe und Beziehung nicht nur Privatsache sind, wie uns das dominante Narrativ glauben machen will.


Es ist mir unverständlich dass der JoyClub, die grösste deutsche Swinger Web Site, die Petition als „zu politisch“ nicht veröffentlichen will. Wer wird dagegen protestieren?


Diese Kampagne engagiert sich für eine neue sexuelle Kultur. Sie kämpft zugleich gegen die vorherrschende, heteronormative, patriarchalische sexuelle Kultur, die uns einerseits vorschreiben will, wie wir lieben und leben sollen und sich zugleich weder an die eigenen moralischen Vorgaben hält ( siehe katholische Kirche), noch begreifen will, welchen individuellen und kollektiven Schaden sie anrichtet ( siehe Gewalt, Missbrauch und sexuelle Ausbeutung).

Der Körper ist politisch. Dies ist ein Aufstand der Körper, die Diskriminierung erfahren, egal ob aufgrund von Geschlecht, Form, Alter, Herkunft, Identität oder Orientierung. Und diese Körper bilden die eigentliche Mehrheit, davon bin ich überzeugt.

Danke euch allen für eure Mühen, jetzt endlich mal was zu ändern.


Felix Ruckert, 12.04.21

-------english-----

Hello dear supporters.


Thank you very much for your commitment so far. Today, after the first 10 days, the petition has received over 2000 signatures, about 200 every day. It would be wonderful if the numbers continue to grow. I still think that in the course of the next month it could be possible to get up to 10 000 signatures. Many networks and individuals have now started to create further awareness, the circle is widening. I would welcome similar initiatives in other cities or regions to support each other.


I therefore urge you to consider what you, who have already signed, can do to advance this cause. I would especially like to ask the first signatories to think about how you can activate your networks. But also every single person has a potential: How can you use your special skills, knowledge and contacts for this cause? Who from your circle of acquaintances could support this?

I also see this action as a test. I would like to know how many people are involved in this sex-positive movement? How many people have already had good experiences in sexpositive spaces? How many people would like to have these experiences? How many people understand that sexuality, love and relationships are not just private matters, as the dominant narrative would have us believe.


It is incomprehensible to me that JoyClub, the largest German swinger web site, does not want to publish the petition as "too political". Who will protest against this?

This campaign is committed to a new sexual culture. It fights at the same time against the prevailing, heteronormative, patriarchal sexual culture, which on the one hand wants to dictate how we should love and live and at the same time neither adheres to its own moral guidelines (see Catholic Church), nor wants to understand what individual and collective damage it causes (see violence, abuse and sexual exploitation).

The body is political. This is an uprising of bodies that experience discrimination, whether based on gender, shape, age, origin, identity or orientation. And these bodies make up the real majority, I am convinced.
 
Thank you all for your efforts to finally make a change now.
Felix Ruckert, 12.04.21

Pic by Ayoto Ataraxia/ www.ayotoataraxia.com
instagram: @ayoto.ataraxia

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