Frau Vernau, stärken Sie die inhaltliche Vielfalt im WDR – nicht die AfD.

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Frank Wiederhold und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

An die Intendanz des Westdeutschen Rundfunks

Mit großer Sorge um die Zukunft des Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunks haben wir als Medienschaffende aus NRW Ihre Positionen im Rundfunkrat sowie im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger vom 25.01. zur Kenntnis genommen, wo sie davon sprachen, dass auch im WDR "die AfD zunächst wie andere Parteien behandelt werden müsse". 

Eine Partei, die vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, in Medien wiederholt volksverhetzende Aussagen verbreitet, den Holocaust in Teilen leugnet, von „Remigration“ im offiziellen Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025 spricht und zu aller Absurdität auch noch fordert, den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk einzudämmen, gehört nicht in die erste Reihe unseres Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks und sollte sicherlich nicht wie jede andere demokratische Partei behandelt werden. 

Die Brandmauer, die dieser Tage von hunderttausenden Menschen auf den Straßen Deutschlands gefordert wird, sollte auch und insbesondere für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelten, der unter anderem von Millionen Menschen in Deutschland mitfinanziert wird, die in den vergangenen Jahren unter konsequentem, volksverhetzendem Beschuss der AfD standen und gegen jene die AfD mit sog. „Remigrations“-Plänen vorgehen möchte. 

Es ist aus unserer Sicht unverständlich, dass der jahrelangen Forderung nach stärkerer inhaltlicher Vielfalt und Repräsentanz insbesondere marginalisierter Gruppen ausgerechnet mit der künftig stärkeren Repräsentanz einer rechtsextremen Partei begegnet wird. Wer Vielfalt im Programm abbilden möchte, muss diese Lücke nicht mit dem Angebot einer volksverhetzenden Partei füllen. Eine solche Partei kann nicht wie jede andere behandelt werden – auch nicht dann, wenn sie von einem Fünftel der Bevölkerung gewählt wird. Eine Quotierung rechtsextremer Inhalte, während jede:r Vierte in Deutschland lebende Mensch Migrationsgeschichte, nicht annähernd repräsentiert wird, finden wir besorgniserregend. Diese Schieflage offenbart ein gefährliches Missverständnis von gesellschaftlicher Vielfalt und medialer Verantwortung. 

NRW war und ist unsere Heimat und wir fordern Sie ausdrücklich auf, sich vom Vorhaben, die AfD künftig stärker abzubilden, zu distanzieren und indessen die in diesen Zeiten vielfach geforderte Brandmauer auch in unserem Heimatsender WDR zu gewährleisten. 

Ein altes türkisches Sprichwort besagt: „Wo ein Narr einen einzigen Stein in den Brunnen wirft, schaffen es 100 Intelligente nicht, ihn herauszuholen.“ Zeit für eine Brandmauer, die uns alle, unsere Demokratie und unseren Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk beschützt, bevor es eines Tages dafür zu spät ist. Es liegt in Ihrer Hand.

Im Namen aller Unterzeichner:innen. 
Çağdaş Eren Yüksel, Esra Phul & Patrick Phul

Fotocredits: © WDR/Annika Fußwinkel

26.639

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Frank Wiederhold und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

An die Intendanz des Westdeutschen Rundfunks

Mit großer Sorge um die Zukunft des Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunks haben wir als Medienschaffende aus NRW Ihre Positionen im Rundfunkrat sowie im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger vom 25.01. zur Kenntnis genommen, wo sie davon sprachen, dass auch im WDR "die AfD zunächst wie andere Parteien behandelt werden müsse". 

Eine Partei, die vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, in Medien wiederholt volksverhetzende Aussagen verbreitet, den Holocaust in Teilen leugnet, von „Remigration“ im offiziellen Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025 spricht und zu aller Absurdität auch noch fordert, den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk einzudämmen, gehört nicht in die erste Reihe unseres Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks und sollte sicherlich nicht wie jede andere demokratische Partei behandelt werden. 

Die Brandmauer, die dieser Tage von hunderttausenden Menschen auf den Straßen Deutschlands gefordert wird, sollte auch und insbesondere für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelten, der unter anderem von Millionen Menschen in Deutschland mitfinanziert wird, die in den vergangenen Jahren unter konsequentem, volksverhetzendem Beschuss der AfD standen und gegen jene die AfD mit sog. „Remigrations“-Plänen vorgehen möchte. 

Es ist aus unserer Sicht unverständlich, dass der jahrelangen Forderung nach stärkerer inhaltlicher Vielfalt und Repräsentanz insbesondere marginalisierter Gruppen ausgerechnet mit der künftig stärkeren Repräsentanz einer rechtsextremen Partei begegnet wird. Wer Vielfalt im Programm abbilden möchte, muss diese Lücke nicht mit dem Angebot einer volksverhetzenden Partei füllen. Eine solche Partei kann nicht wie jede andere behandelt werden – auch nicht dann, wenn sie von einem Fünftel der Bevölkerung gewählt wird. Eine Quotierung rechtsextremer Inhalte, während jede:r Vierte in Deutschland lebende Mensch Migrationsgeschichte, nicht annähernd repräsentiert wird, finden wir besorgniserregend. Diese Schieflage offenbart ein gefährliches Missverständnis von gesellschaftlicher Vielfalt und medialer Verantwortung. 

NRW war und ist unsere Heimat und wir fordern Sie ausdrücklich auf, sich vom Vorhaben, die AfD künftig stärker abzubilden, zu distanzieren und indessen die in diesen Zeiten vielfach geforderte Brandmauer auch in unserem Heimatsender WDR zu gewährleisten. 

Ein altes türkisches Sprichwort besagt: „Wo ein Narr einen einzigen Stein in den Brunnen wirft, schaffen es 100 Intelligente nicht, ihn herauszuholen.“ Zeit für eine Brandmauer, die uns alle, unsere Demokratie und unseren Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk beschützt, bevor es eines Tages dafür zu spät ist. Es liegt in Ihrer Hand.

Im Namen aller Unterzeichner:innen. 
Çağdaş Eren Yüksel, Esra Phul & Patrick Phul

Fotocredits: © WDR/Annika Fußwinkel

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