
Die neue Bundesregierung bringt neuen Wind und Freiraum in die Debatte, allein schon weil die CDU/CSU nicht mehr den Ton zum Thema angibt. Was in der Formulierung unserer Petition noch progressiv war, scheint sich zu normalisieren! Frage 11 der neuen Sendung #13Fragen fragt danach, ob die Einrichtung einer Fachkommission zur Unterstützung der Drogenpolitik nicht ein guter Kompromiss wäre. Also exakt das, wir ihr 2020 in der Petition gefordert habt!!
Aber die Contra-Seite war zu dem Moment schon fast auf der Pro-Seite. Die Sendung zeigt wunderbar: Es braucht mehr Gespräche, mehr Diskussion, mehr Austausch. Das Tabu bremst gesetzliche Verbesserungen zum Schutz von Konsumierenden aus und es gibt Lösungen für die Probleme!
Aber so rasant wie alles gerade in die richtige Richtung voran geht – braucht es da überhaupt noch eine unabhängige Fachkommission? Was denkt ihr? Was nehmt ihr an Diskussionen und offene Fragen in eurem persönlichen oder politischen Umfeld wahr? Wo bräuchte es die Expertise einer offiziellen, unabhängigen Fachkommission? Oder sollten wir sie besser weiterhin vorsorglich für den Fall fordern, dass es einen Regierungswechsel geben wird: Eine unabhängige Fachkommission für Drogen- und Suchtfragen normalisieren?
Viele Grüße aus Berlin von Philine
PS: Habt ihr außerdem schon die Doku "Drug Nation" vom SWR gesehen und allen Bekannten, Freund*innen, Arbeitskolleg*innen, Verwandten weitergeleitet? Auch so ein Stern am drogenpolitischen Medienhimmel. Auf eine Doku mit Expert*innen (viele von ihnen sind im informellen Expert*innengremium Schildower Kreis organisiert) haben wir so lange gewartet. Endlich! ��