Petition updateFrau Lemke, stoppen Sie den Import von Jagdtrophäen geschützter Tierarten!Elefantenabschüsse zu Discountpreisen

Dr. Christian FelixGermany

Jan 22, 2018
Schreiben Sie eine E-Mail an den Oberbürgermeister von Dortmund!
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
am 30. Januar öffnet die Messe „Jagd & Hund“ wieder ihre Tore in Dortmund. Es ist die größte Messe ihrer Art in Europa. Zahlreiche Safari-Anbieter werben in Halle 7 mit Discountpreisen für Jagden auf Tierarten, die vor ihrer Ausrottung stehen: Geparden, Leoparden, Löwen, Nashörner, Elefanten, Giraffen, Eisbären. Einen Jagdschein braucht es nicht, um zum Töten nach Kanada oder Afrika zu fliegen. Nach ihrer Tat können die Hobbyjäger die Trophäen problemlos nach Deutschland einführen [1].
Bei der „Jagd & Hund“ sind diesmal auch Abschüsse von Elefantenkühen in Namibia und Simbabwe im Angebot. Weshalb?
Neben der Wilderei ist die Trophäenjagd die Hauptursache dafür, dass immer seltener Elefanten mit intakten Stoßzähnen geboren werden: Für die Hobbyjäger sind die Tiere mit besonders großen Stoßzähnen als Trophäe am begehrtesten. Die Jahrzehnte lange, selektive Bejagung lässt genau dieses Merkmal aus dem Genpool der Elefanten-Populationen verschwinden, wie Untersuchungen nachgewiesen haben [2]. Inzwischen gelten die „Big Tusker“ in Afrika als nahezu ausgemerzt.
Die Jagdindustrie nutzt nun diese Tatsache, um Abschüsse von Elefantenkühen ohne Stoßzähne zu Dumpingpreisen zu vermarkten, obwohl es so wenige Elefanten gibt wie nie zuvor: Der Genpool solle auf diese Weise korrigiert werden.
Wer sich ein Bild von den Angeboten machen möchte, hier nur ein paar Beispiele:
Löwen, Leoparden, Elefanten:
http://www.globus-jagdreisen.de/afrika/simbabwe/
Geparde, Nashörner, Wüstenelefanten:
http://africatrophyhunting.com/de/trophy-rooms/
Eisbären, Grizzly:
https://www.mistral-jagd.at/jagdlaender/nordamerika
„Big Five“:
http://www.vanheerdensafaris.com/
Protestieren Sie gegen die Messe „Jagd & Hund“ in einer E-Mail an den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau (SPD): oberbuergermeister@dortmund.de
Oder an das „Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates“: stadtamt01@stadtdo.de
Äußern Sie Ihr Befremden darüber, dass eine deutsche Stadt die Trophäenjagd unterstützt und den Anbietern von Jagdsafaris Messehallen für ihre Geschäfte mit dem Tod zur Verfügung stellt, fordern Sie den Oberbürgermeister auf, Verantwortung zu zeigen. Sie können sich in Ihrer Mail am unten stehenden Text orientieren.
Herzliche Grüße
Christian Felix
Quellen:
[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/deutschland-genehmigt-import-von-hunderten-jagdtrophaeen-im-jahr-a-1186353.html
[2] Zoologische Gesellschaft Frankfurt: Zahnlos durch Trophäenjagd? Gorilla 2004/01 S. 6
Weiterführende Links:
https://www.prowildlife.de/pressemitteilungen/loewe-afrika-trophaeenjagd-bfn/
https://www.prowildlife.de/pressemitteilungen/loewe-afrika-trophaeenjagd-einfuhrverbot/
https://protectallwildlifeblog.com/hunters-say-trophy-hunting-helps-animals-heres-why-theyre-wrong/
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
mit der Messe „Jagd & Hund“ heißt die Stadt Dortmund Reiseveranstalter willkommen, die Jagden auf Tiere anbieten, die zu den letzten ihrer Art gehören. Geparden, Leoparden, Löwen, Nashörner, Elefanten, Giraffen, Eisbären – sie alle stehen vor der Ausrottung, und dennoch wird ihr Abschuss in Dortmund vermarktet. Auch Jagdmethoden, die in Deutschland wegen ihrer Grausamkeit verboten sind, können bei entsprechender Nachfrage gebucht werden.
Ethisch ist die Bejagung gefährdeter Tierarten zum Zeitvertreib durch nichts zu rechtfertigen. Mit den Elefanten etwa stehen intelligente, zur Empathie fähige Tiere auf der Abschussliste, bei denen die Wissenschaft ein Ich-Bewusstsein nachgewiesen hat. Aber auch die von der Jagdindustrie kolportierte Behauptung, die Trophäenjagd diene dem Artenschutz, ist nicht haltbar und wird durch zahlreiche wissenschaftliche Studien widerlegt. Die Großwildjagd dezimiert demnach die Bestände der verbliebenen Populationen weiter, sie verschlechtert den Genpool der betroffenen Tierarten, die ländliche Bevölkerung verdient an den hochpreisigen Abschusslizenzen praktisch nichts, gefördert wird dagegen die Korruption in den Jagdländern.
Ich bitte Sie, den Geschäftemachern mit dem Ausverkauf der Wildnis kein Forum zu bieten. Letztlich kann sich niemand von uns seiner Verantwortung gegenüber der Nachwelt entziehen.
Mit freundlichen Grüßen
Support now
Sign this petition
Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X