Petition updateFrau Lemke, stoppen Sie den Import von Jagdtrophäen geschützter Tierarten!Die Elefanten brauchen unsere Hilfe - Machen Sie mit!
Dr. Christian FelixGermany
Jul 20, 2016
In den 70er Jahren lebten in Angola noch 200.000 Elefanten, so viele wie in kaum einem anderen afrikanischen Land. Gerade erreicht uns die erschütternde Nachricht, dass der Great Elephant Census nur noch 3.400 Elefanten in Angola zählt. Wenn diese letzten, von Angst getriebenen und völlig verstörten Tiere vor der Wilderei nach Süden in das angrenzende Namibia flüchten, dürfen sie dort als sog. Problemelefanten legal von Trophäenjägern abgeschossen werden. Man vergegenwärtige sich, dass allein im Jahr 2012 in Afrika 1.600 Elefanten der Hobbyjagd zum Opfer fielen. (*1, *2) Namibia möchte nun noch mehr Profit aus den Elefanten schlagen und beantragt bei der 17. Washingtoner Artenschutzkonferenz CITES, die vom 24. September bis 5. Oktober 2016 in Johannesburg stattfindet, zusammen mit Simbabwe und Südafrika die Wiederaufnahme des Elfenbeinhandels, der noch bis 2017 durch ein Moratorium untersagt bleibt (*3). Danach könnte der Handel mit Stoßzähnen wieder beginnen, denn die Elefanten stehen in den drei Antrag stellenden Ländern und in Botswana nur unter der Schutzstufe II (sog. Anhang II) und sind damit weniger geschützt als im übrigen Afrika. Das wollen 29 afrikanische Staaten, darunter Kenia, ändern und haben sich zur African Elephant Coalition zusammengeschlossen. Sie beantragen zum Schutz der Elefanten einen Maßnahmenkatalog, der fünf Forderungen enthält: Auch in den vier Anhang-II-Ländern sollen die Elefanten nun die höchste Schutzstufe erhalten (Anhang I), was den Elfenbeinhandel nahezu ausschließt. Darüber hinaus soll jede Diskussion über einen künftigen Handel nach Ablauf des Moratoriums beendet werden, die nationalen Elfenbeinmärkte aller Staaten geschlossen, Elfenbeinvorräte vernichtet und der Export lebender Elefanten nur noch für Auswilderungsprojekte zugelassen werden (*4, *5). Einhellig appellieren die kompetenten Umweltorganisationen und Artenschutzverbände an die EU, sich diesen Forderungen anzuschließen (*6). Europa lässt die Elefanten im Stich Die EU-Kommission will aber die Anträge der African Elephant Coalition ablehnen und stattdessen die südafrikanischen Staaten in ihrem angeblich nachhaltigen Elefantenmanagement ermutigen. Aus vermutlich wirtschaftlichen Gründen werden lieber Kompromisse geschlossen statt klare Entscheidungen für die Elefanten und gegen den Handel mit Tieren und Elfenbein zu fällen (*7, *8, *9). Dabei belegen aktuelle Studien, dass Abverkäufe von Elfenbein in der Vergangenheit den illegalen Handel erst recht angeheizt haben und die Wilderei eskalieren ließen (*10). Sollte sich die Haltung der Europäischen Union durchsetzen, bedeutet das nach Meinung vieler Experten das endgültige Todesurteil für die Elefanten (*11, *12). Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen die Petition www.change.org/noivory zu unterstützen, die von den CITES-Vertragsstaaten im Sinne der African Elephant Coalition ein absolutes Elfenbeinhandelsverbot fordert. Außerdem bitte ich Sie ganz herzlich im Namen der letzten lebenden Dickhäuter, mit einem Brief oder einer E-Mail an die Verantwortlichen auf die Meinungsbildung innerhalb der EU Einfluss zu nehmen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, noch etwas für die Grauen Riesen zu tun, bevor die Delegierten der EU sich noch einmal im Juli treffen werden, um zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen. Mit 28 Mitgliedsstaaten bildet die EU den größten Abstimmungsblock bei CITES. Schreiben Sie an den Kommissionspräsidenten und den für Umwelt und Naturschutz zuständigen EU-Kommissar ebenso wie an die Bundeskanzlerin und die Bundesumweltministerin. Bringen Sie Ihr Entsetzen über die Haltung der EU zum Ausdruck und bitten Sie die EU, ihre Position zu überdenken. Sie können Passagen aus diesem Text übernehmen oder den unten stehenden, vorgefertigten Brief kopieren oder variieren. Bleiben Sie bitte immer höflich. Jedes Jahr fallen deutlich mehr als 1.000 Elefanten Trophäenjägern zum Opfer, jedes Jahr werden weitere 30.000 Tiere wegen ihrer Stoßzähne von Wilderern auf grausamste Weise abgeschlachtet. Bereits in einer Dekade könnte der letzte Graue Riese zu Boden sinken. Quellen: (*1) http://news.nationalgeographic.com/2016/07/angola-elephants-great-elephant-census-poaching-ivory/ (*2) http://www.ifaw.org/united-states/news/allowing-trophies-elephant-hunting-undercuts-fight-against-poaching (*3) https://cites.org/sites/default/files/eng/cop/17/WorkingDocs/E-CoP17-84-03.pdf (*4) https://cites.org/sites/default/files/eng/cop/17/prop/060216/E-CoP17-Prop-16.pdf (*5) http://www.ifaw.org/united-states/news/african-elephant-coalition-launches-supportappendixi-campaign-elephants (*6) https://www.prowildlife.de/wp-content/uploads/2016/07/Blank-NGO-Sign-on-letter-to-the-EU.pdf (*7) http://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2016/EN/1-2016-437-EN-F1-1.PDF (*8) http://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2016/EN/1-2016-437-EN-F1-1-ANNEX-1.PDF (*9) http://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2016/EN/1-2016-437-EN-F1-1-ANNEX-2.PDF (*10) https://www.princeton.edu/main/news/archive/S46/59/11K97/ (*11) https://www.theguardian.com/environment/2016/jul/06/african-wildlife-officials-appalled-as-eu-opposes-a-total-ban-on-ivory-trade (*12) http://observer.com/2016/07/why-well-blame-the-eu-for-the-extinction-of-elephants/ Adressaten: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Anrede: Sehr geehrter Frau Bundeskanzlerin,) E-Mail: internetpost@bundesregierung.de Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Frau Dr. Barbara Hendricks (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Anrede: Sehr geehrte Frau Bundesministerin,) E-Mail: barbara.hendricks@wk.bundestag.de Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker (Anrede: Sehr geehrter Herr Präsident,) E-Mail: president.juncker@ec.europa.eu Europäische Kommission, Kommissar für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei Karmenu Vella (Anrede: Sehr geehrter Herr Kommissar,) E-Mail: karmenu.vella@ec.europa.eu; cab-karmenu-vella-contact@ec.europa.eu Musterbrief Betreffzeile: Höchster Schutz für alle Elefanten Sehr geehrte(r) …, angesichts der drohenden Ausrottung der Elefanten hat sich eine Mehrheit von 29 afrikanischen Staaten zur African Elephant Coalition zusammengeschlossen. Sie fordern bei der Artenschutzkonferenz CITES im September in Johannesburg: • auch in den Ländern Namibia, Botswana, Simbabwe und Südafrika sollen Elefanten wie in den übrigen Ländern Afrikas die höchste Schutzstufe erhalten (Anhang I), was künftigen Elfenbeinhandel nahezu ausschließt • jede Diskussion über die Wiederaufnahme eines Elfenbeinhandels soll beendet werden • die nationalen Elfenbeinmärkte aller Staaten sollen geschlossen werden, damit Klarheit herrscht, dass jeder Handel illegal ist • Elfenbeinvorräte sollen vernichtet werden • der Export lebender Elefanten soll stark eingeschränkt werden. Die EU-Kommission will offenbar die Anträge der African Elephant Coalition ablehnen und stattdessen die südafrikanischen Staaten in ihrem angeblich nachhaltigen Elefantenmanagement ermutigen. Dabei haben bereits die USA seit dem 1. Juli den nationalen Elfenbeinhandel verboten, selbst China stellt in Aussicht seine nationalen Elfenbeinmärkte bis zum Jahresende zu schließen. Aus welchem Grund tritt jetzt ausgerechnet die EU beim Elefantenschutz auf die Bremse und möchte die Elfenbeinmärkte offenhalten? Die internationale Presse spricht bereits davon, die Position der EU käme einem Todesurteil für die Elefanten gleich. Wenn die EU gegen den höchstmöglichen Elefantenschutz in den vier südlichen Ländern Afrikas stimmt, sendet sie die fatale Botschaft aus, dass ein Handel mit Elfenbein in Zukunft wieder erlaubt sein könnte, und hält damit den Anreiz für Wilderei aufrecht. Dabei sind die Kriterien von CITES, nach denen eine Tierart auf Anhang I gelistet wird, eindeutig: der Bestand muss innerhalb von drei Generationen um mindestens 50 % zurückgegangen sein. Vor 75 Jahren lebten noch 3-5 Mio. Elefanten, heute sind es nur noch 270.000 bis 400.000 Tiere – was einen Bestandsverlust von 90 % innerhalb von drei Generationen bedeutet! Aus welchem Grund erkennt die EU wissenschaftliche Kriterien nicht an? Der Hinweis auf scheinbar stabile Bestände im Süden Afrikas ist kein Gegenargument. Auch hier beginnt die Wilderei zu grassieren. Übrigens soll nach CITES-Kriterien vermieden werden, dass ein und dieselbe Tierart verschiedenen Schutzklassen zugeschrieben wird. Damit Folgendes nicht passiert: Die letzten Elefanten Angolas fliehen nach Süden, wo sie als sog. Problemelefanten von Trophäenjägern abgeschossen werden – weil in Namibia Elefanten auf Anhang II stehen. Ich bitte Sie eindringlich: Kehren Sie um! Hören Sie auf den Appell nahezu aller renommierten Umweltorganisationen und Fachverbände und schließen Sie sich den vernünftigen Forderungen der African Elephant Coalition an. Nur dann besteht eine Chance die Wilderei einzudämmen. Nur ein klares und unmissverständliches Votum gegen den weltweiten Elfenbeinhandel kann die Ausrottung der Elefanten stoppen. Mit freundlichen Grüßen (Name) (Wohnort)
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