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Es soll verhindert werden, dass im Donau-Ries der Reichertsweihler Hof in eine überdimensionierte Schweinemastanlage umgebaut wird. Geplant ist ein Ausbau zur Haltung von ca. 11.800 Zuchtsauen und Ferkeln und einer Jahresproduktion von 75.000 Ferkeln bei nachweislich rückgängigem Fleischkonsum in Deutschland.

Letter to
Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Frau Bundesministerin Ilse Aigner
Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten Herrn Helmut Brunner
Landratsamt Donau-Ries Herrn Landrat Stefan Rößle
Sehr geehrte Frau MdB Aigner,
Sehr geehrter Herr MdL Brunner
Sehr geehrter Herr Landrat Stefan Rößle,

mit Entsetzen haben wir von dem Bauvorhaben/Umbau des landwirtschaftlichen
Anwesens Reichertsweihler Hof Kenntnis erhalten.

Hier ist geplant schrittweise eine Schweinemastanlage entstehen zu lassen, die eine Haltung von mehr als 11.800 Muttersauen und Ferkel umfassen soll. Es wird mit einer Produktion von 75.000 Ferkeln im Jahr gerechnet. Aufgrund der vorhandenen Fläche kann von einer artgerechten Haltung nicht ausgegangen werden, zumal Schweine sehr soziale, hochsensible und intelligente Tiere sind.

Außerdem ist der niederländische Investor bekannt, dass seine Tierhaltung nicht mit dem Tierschutzgesetz konform erfolgt.

Beigefügt Links mit den entsprechenden Informationen bzgl. der Vergehen. Weitere Informationen sind mit Sicherheit über die ermittelnde Staatsanwaltschaft zu erhalten:

http://www.bauernzeitung.de/rechtsverletzungen-straathof-holding

http://www.stern.de/panorama/strafanzeige-gegen-schweinezuechter-straathof-anhaltende-schmerzen-2001340.html

Hier haben wieder einmal alle Kontroll- und Informationsgremien versagt, denn gerade das Donau-Ries gehört zu einem Naturschutzgebiet mit Besonderheiten im Bereich Geologie und Naturschutz.

Das Ausmaß der Umweltschäden, die durch den Umfang Schweinemastanlage mit den dazugehörigen Geruchsbelästigungen sowie der Überdüngung von einmaligen Wiesenlandschaften sowie der Gewässer durch Ausbringung der Gülle entstehen, ist gar nicht absehbar und das Risiko der Vergiftung der Umwelt enorm.

Abgesehen von den wirtschaftlichen Risiken der kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe, die durch diesen überdimensionierten Betrieb zur Aufgabe ihrer Höfe mehr oder weniger gezwungen werden, ist auch die steigende Anzahl der Tiertransporter eine zusätzliche Belastung für die Menschen und die Natur im Donau-Ries in Form von Abgasen, Lärm und Geruch.

Wie die letzten statistischen Zahlen der Fleischwirtschaft erkennen lassen, kann zukünftig mit einem weiter schrumpfenden Fleischabsatzmarkt gerechnet werden. Es gibt daher keinen wirtschaftlichen Grund, der den Bau einer solchen Mastanlage rechtfertigt.

Wir fordern Sie deshalb auf, die Genehmigung für den Ausbau des Hofes sowie für die Errichtung einer Schweinemastanlage im Donau-Ries zurückzuziehen bzw. soweit noch nicht erfolgt diese zu verweigern.