Fr. Maischberger, wieso laden Sie 5 weiße Menschen ein, um über Rassismus zu sprechen?

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Maischberger lädt 5 weiße privilegierte Menschen in ihre Sendung am 03. Juni 2020 ein, um über den rassistischen Mord in den USA an George Floyd und die Proteste danach zu sprechen.

"Ich kann nicht atmen!", flehte George Floyd, auf dessen Hals ACHT MINUTEN LANG das Knie eines weißen Polizisten lag. Er ruft nach seiner Mama, er wird vor den Augen der ganzen Welt gefoltert, bis er nichts mehr sagen konnte, bis er regungslos da lag. George Floyd wird durch Polizeigewalt ermordet. Alltag in den USA.  

Wer kann das besser nachempfinden als die Brüder und Schwestern von George Floyd? Wer kann die Proteste in den USA besser nachempfinden und darüber urteilen, als jene, die unter der weißen rassistischen Polizeigewalt jahrzehntelang leiden? 

Die 5 weißen privilegierten Gäste, die Maischberger eingeladen hat? Nein.


Nicht im Geringsten! Ihr wollt über #Blacklivesmatter reden? Dann ladet sie alle aus und ladet jene ein, die von Rassismus betroffen sind, die rassistische Gewalt erlebt haben! Es gibt einige, die dafür in Frage kommen: Aminata Touré, Alice Hasters, Jasmina Kuhnke, Karamba Diaby oder der Rapper Megaloh.

Maischberger legitimiert die Gästeauswahl, indem sie sagt, dass es in der Sendung nicht nur um George Floyd und Rassismus geht. Ich bin mir sicher, sie wird einen BiPoC Gast finden, der auch zu den anderen Themen (#Coronakrise, #Reisewarnungen, #Impfstoffentwicklung und #Konjunkturpaket) sprechen kann.

Streicht die Gästeliste und macht diesen Fehler wieder gut indem ihr jenen eine Stimme gebt, die in euren Talkshows über Rassismus sprechen sollten! Setzt ein Zeichen, zeigt dass Deutschland ein Land der Vielfalt ist, zeigt dass für euch schwarze Menschen WIRKLICH zählen.

Zeigt, dass die Würde des Menschen auch für schwarze UNANTASTBAR ist.

Ich bin deutscher Muslim, Publizist und Aktivist, setze mich für die Rechte von Migrant*innen und Geflüchteten ein, spreche über Rassismus und Islamismus.