Ich erkenne die Muster und ich spreche sie aus!
Ein persönliches Update zur Petition gegen Mobbing, Bossing und psychische Gewalt bei der Stadt Köln.
Überall auf der Welt beginnen Menschen, sich gegen psychische Gewalt am Arbeitsplatz zu wehren sie finden den Mut, über das zu sprechen, was lange im Verborgenen geschah. So wie kürzlich in der Dokumentation über die toxischen Strukturen beim globalen Gaming-Konzern Ubisoft, wo mutige Stimmen Missbrauch und Machtmissbrauch anprangerten. Auch ich erkenne diese Muster und ich spreche sie aus.
Ich habe diese Petition ins Leben gerufen, weil ich selbst erlebt habe, wie sich eine Verwaltung, die eigentlich für Bürger da sein sollte, gegen einzelne Mitarbeitende wenden kann.
Ich habe erfahren, wie man in einem Tunnel aus Isolation, Ohnmacht und systematischer Ausgrenzung landet und wie wenig Hilfe es gibt.
Personalrat? Schwerbehindertenvertretung? Führungskräfte? Selbst die Oberbürgermeisterin? – Niemand hat sich ernsthaft für eine Klärung meiner Situation eingesetzt. Ich wurde ignoriert, ausgebremst, unter Druck gesetzt. Und ich bin nicht allein. Seit dem Start dieser Petition haben mich mehrere Menschen kontaktiert – leise, vorsichtig, ängstlich. Ihre E-Mails sind oft voller Verzweiflung. Ich sehe mich in ihren Worten wieder.
Deshalb möchte ich heute ein deutliches Update geben nicht nur für mich, sondern für alle, die in städtischen Strukturen psychische Gewalt erfahren. Ich bitte euch: Lasst euch nicht einschüchtern. Holt euch rechtliche Unterstützung. Wartet nicht darauf, dass „jemand von innen“ euch hilft. Diese Hilfe kommt oft nicht. Und wenn sie kommt, dann zu spät.
Ich selbst wurde seit 2023 nicht mehr eingesetzt trotz voller Genesung und Rückkehrbereitschaft.
Man hat mich systematisch aus dem System gedrängt. Das sogenannte BEM-Verfahren hat mir nichts gebracht. Es wurde zum bloßen Protokoll, nicht zur Lösung. Auch andere Stellen, die eigentlich Schutz bieten sollten, haben versagt.
Die Stadt Köln hat mir sogar eine Stelle in Aussicht gestellt – unter der Bedingung, dass ich eine kritische, aber sachlich verfasste Google-Rezension lösche. Ich habe sie gelöscht. Doch die Stelle kam nie. Stattdessen erhielt ich Druck, auch meine Petition zu löschen. Das war der Moment, in dem mir endgültig klar wurde: Ich brauche rechtlichen Beistand. Und zwar sofort.
Heute bin ich froh, einen Anwalt an meiner Seite zu haben, der sowohl im Sozial- als auch im Arbeitsrecht spezialisiert ist. Ich kann nur jeder betroffenen Person empfehlen: Wartet nicht – sucht euch sofort einen professionellen Beistand. Eure Existenz, eure Gesundheit und eure Würde sind wichtiger als Rücksichtnahme auf Strukturen, die euch brechen wollen.
Diese Petition ist für mich mehr als ein Schreiben im Internet. Sie ist meine Lebensaufgabe geworden – ein Kampf gegen das Schweigen, gegen systematische Ausgrenzung und gegen die Normalisierung von psychischer Gewalt im öffentlichen Dienst. Ich habe keine Angst mehr vor Konsequenzen, weil ich weiß: Ich kämpfe nicht nur für mich, sondern für viele andere, die nicht sprechen können.
Bitte unterstützt die Petition:
– Teilt sie weiter.
– Unterstützt sie finanziell, damit sie sichtbarer wird.
– Sprecht darüber
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen: für Gerechtigkeit, für Menschlichkeit, für ein Ende des Schweigens.
Nachtrag:
Wenn ihr die Doku über die Missstände bei Ubisoft noch nicht gesehen habt sie heißt Crunch. Es ist Zeit, dass wir alle hinschauen. Auch in Köln.