Fordere barrierefreien Zugang zu medizinischer Versorgung

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Das Anliegen

Diese Versorgungslücke muss geschlossen werden!


Seit 2017 habe ich an beiden Beinen chronische venöse Beinulzera und bin deshalb auf eine dauerhafte Kompressionsversorgung angewiesen. Für meine bereits bestehende Versorgung benötige ich dringend ein Folgerezept.

Doch trotz gesetzlicher Krankenversicherung finde ich keinen praktikablen Weg, dieses Rezept zu erhalten. Mein Hausarzt macht keine Hausbesuche. Einen anderen Arzt zu finden, ist ebenfalls schwierig, da viele Praxen keine neuen Patienten aufnehmen.

Ich kann eine Arztpraxis aufgrund meiner persönlichen gesundheitlichen Situation derzeit nicht persönlich aufsuchen. Der Besuch einer Praxis ist für mich mit erheblichen psychischen Belastungen und starken Ängsten verbunden und dadurch praktisch nicht möglich. Deshalb bin ich auf eine erreichbare Alternative wie einen Hausbesuch oder eine geeignete telemedizinische Versorgung angewiesen.

"Unsichtbares Leiden darf nicht unsichtbar bleiben". Doch genau hier zeigt sich ein grundsätzliches Problem: Menschen mit ausgeprägten Ängsten, Panikattacken oder Phobien brauchen genauso medizinische Versorgung wie jeder andere Mensch. Wenn der übliche Weg in eine Arztpraxis aufgrund einer psychischen Erkrankung oder ausgeprägter psychischer Belastungen nicht möglich ist, dürfen Betroffene dadurch nicht faktisch aus der medizinischen Versorgung herausfallen.

Ein gebrochener Arm oder eine Schnittwunde ist sichtbar. Angst, Panik und psychische Erkrankungen sind es nicht. Aber unsichtbare Barrieren sind trotzdem reale Barrieren.

Doch auch digitale medizinische Angebote lösen mein Problem nicht: TeleClinic hat mir schriftlich mitgeteilt, dass Hilfsmittel wie Kompressionsstrümpfe nicht über eine Videosprechstunde verordnet werden können.

Da kein Arzt zu mir nach Hause kommt, muss ich meine notwendige Wundpflege und Wundversorgung selbst durchführen und die dafür benötigten Materialien von meinem geringen Bürgergeld selbst kaufen und finanzieren.

Hier zeigt sich eine Versorgungslücke, die geschlossen werden muss.

Jeder Mensch, der in Deutschland lebt, hat ein Recht auf medizinische Versorgung – erst recht, wenn er gesetzlich krankenversichert ist. Ich bin versichert, ich habe eine gültige Versichertenkarte und damit grundsätzlich Zugang zum Gesundheitssystem. Doch was nützt eine Versichertenkarte, wenn die notwendige Versorgung für mich tatsächlich nicht erreichbar ist?

Ich möchte nicht einzelne Ärzte oder Praxen verantwortlich machen. Ich möchte auf ein strukturelles Problem aufmerksam machen: Menschen dürfen vom Gesundheitssystem nicht im Stich gelassen werden, nur weil der übliche Weg zur ärztlichen Versorgung für sie nicht möglich ist.

Ich fordere deshalb einen verlässlichen und tatsächlich erreichbaren Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung, Wundversorgung und erforderlichen Hilfsmitteln – auch für Menschen, die eine Arztpraxis nicht persönlich aufsuchen können.

Meine persönliche Situation soll ein Weckruf sein. Diese Versorgungslücke muss geschlossen werden.

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Claudia S.Petitionsstarterin/PetitionsstarterIch bin hier, um ein Weckruf für die medizinische Versorgungslücke in Deutschland zu sein – für Menschen, die eine Arztpraxis nicht aufsuchen können.

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