

KAB Handelsprojekt erhält heute den Publikumspreis der Transfair-Organisation
Das KAB-Projekt „Faire Handelsverträge für Ostafrika“ ist heute mit dem Publikumspreis des Fairtrade Awards 2020 ausgezeichnet worden. Heute Morgen konnte Projektinitiator Peter Niedergesäss Glückwünsche von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der Schauspielerin Anke Engelke entgegennehmen.
Aufgrund der Pandemie-Einschränkungen musste die geplante feierliche Preisverleihung digital erfolgen. „Ich habe mich dennoch heute sehr über den überraschenden Anruf und natürlich über Publikumspreis gefreut“, erklärt Peter Niedergesäss. Neben der Botschaft per Telefon kam der Preis und ein großer Strauß Blumen per Post direkt ins Haus.
Die KAB in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hatte gemeinsam mit dem Partnerland Uganda die Kampagne „Fluchtursachen bekämpfen – Faire Handelsverträge mit Ostafrika“ ins Leben gerufen. Binnen kurzer Zeit beteiligten sich Frauen und Männer aus der ganzen KAB Deutschlands, um mit ihrer Unterschrift auf die Nachteile der geöffneten afrikanischen Märkte für subventionierte EU-Landwirtschaftsprodukte aufmerksam zu machen. Mit über 118.000 Unterschriften aus Uganda und Deutschland hat sich die KAB und die ugandische Partnerbewegung gegen das sogenannte EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) mit den ostafrikanischen Ländern ausgesprochen. „Dies ist ein Erfolg vieler KAB-Gruppen in der Diözese aber auch bundesweit und in Uganda“, freut sich Niedergesäss.
„Das Engagement der Preisträger macht Mut, dass wir diese Krise gemeinsam bewältigen und die Welt positiv verändern können“, erklärt Moderatorin Engelke. Dem schloss sich Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller an: „Ich gratuliere allen Preisträgern und Finalisten des Fairtrade Awards. Sie alle zeichnen sich durch herausragendes Engagement für eine gerechte Globalisierung aus.“
Neben dem Publikumspreis wurden auch noch Preise für faires Handel im Groß- und Kleinhandel sowie bei Herstellern vergeben.
Der Awards wird einen ehrenvollen Platz im KAB-Diözesansekretariat erhalten, versprach Niedergesäss, als Ausdruck der Dankbarkeit für die vielfältige Unterstützung der Kampagne, von KAB-Gruppen, aus der Eine Weltbewegung insbesondere dem Weltpartner-Ravensburg und von Change.org und natürlich in ganz besonderer Weise an unsere KAB-Freunde in Uganda.
Covide19 hat die Planungen für dieses Jahr leider etwas durcheinandergewirbelt. Im Rahmen des ökumenischen Kirchentages wird die KAB die bis dahin gesammelte Unterschriften an den neuen EU-Handelskommissar Drombrovski übergeben und die EU auffordern die Handelsverträge gerechter und fairer zu gestalten.