Böllerverbot 2019/2020 warum auch nicht in Flensburg

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Gemeinsamer Vorschlag von Bürgern der Stadtteile Engelsby,  Sandberg, Adelsby, Jürgensby, Fruerlund und Mürwik (online-Nachbarschaftsforum „nebenan.de“)

 

Iim Namen von Bürgern der vorstehend genannten Flensburger Stadtteile möchten wir anregen, erstmals zum kommenden Silvester ein zentrales, musikalisch untermaltes Silvester-Hafenfeuerwerk zu veranstalten -   und im Gegenzug die Einstellung aller privaten Feuerwerke ab 2019 zu beschließen.

Begründung:

Ein zentrales, von Fachleuten veranstaltetes Hafen-Feuerwerk hätte einerseits einen hohen touristi-schen Stellenwert, der die Attraktivität unserer Hafenstadt fördern könnte. Besucher aus der gesamten Region würden sich so etwas vermutlich nicht entgehen lassen wollen. Um diesem Ereignis aber noch einen besonderen Effekt zu verleihen, könnte dieses Feuerwerk beispielsweise mit der berühmten Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel unterlegt werden. Das Besondere von Feuerwerken am Wasser ist ja vor allem die Spiegelung der Lichter, die letztlich das ganze Spektakel effektmäßig verdoppelt. Mit anderen Worten, die Stadt könnte aufgrund dessen schon einen beachtlichen Teil des Feuerwerkmaterials einsparen. Sollte dazu eine technisch-organisatorische Beratung erforderlich sein, so könnte ggfs. unsere Nachbarstadt Glücksburg aushelfen. Wie zu erfahren war, wurde laut deren Tourismusinformation im Rahmen des Glücksburg Event ein Seefeuerwerk im Jahre 2012 von der Glücksburger Konzepte - Glücksburg Consulting AG, Hamburg, ausgerichtet. Näheres dazu im Internet. (https://glc-group.com/

Selbst wenn dabei auch die Nachteile von Feuerwerken auftreten, so wäre dieses Ersatzfeuerwerk für alle wirklichen Feuerwerksliebhaber im Vergleich zu der bisher unkontrollierten, wilden, teils äußerst rücksichtlosen Böllerei

zeitlich begrenzt (evtl. 1/2 bis 1 Stunde),
von Fachleuten kontrolliert,
für die Zuschauer gefahrlos
und überdies reinigungskostenmäßig überschaubar wegen der räumlichen Eingrenzung.
 

Kosten

Die Kosten einer derartigen Veranstaltung sollten großenteils von den bisher jährlich für die Nach-Silvester-Stadtreinigung ausgegebenen Beträgen finanziert werden können (was auch der Stadtverwaltung die alljährlich deprimierende Geldverschwendung für die Silvester-Müllbeseitigung ersparen würde.) Stattdessen könnte das Geld für etwas Positives, Schönes, Erbauliches, Beein-druckendes verwendet werden. Zudem sollte es unseres Erachtens vorstellbar sein, dass unser Stadtmarketing an solch einer Veranstaltung interessiert ist und das Vorhaben bezuschusst, wie auch die am Hafen residierenden Unternehmen, z.B. die Brauereien, Hotels und Restaurants, die ihrerseits von solch einem Ereignis ebenfalls profitieren,desgleichen würde ein Sponsoring unserer alteingesessenen Firmen dem Ansehen unserer schönen Stadt weit über unsere Landesgrenzen hinaus zum Vorteil gereichen.  

Dafür, dass unsere Stadt sich etwas ganz Besonderes einfallen lässt, sollte ein Großteil der Feuerwerk-Fans Verständnis aufbringen können: Zum einen sparen sie sich eigenes Geld für private Knallerei, bekommen dafür aber etwas geboten, das selbst zu erbringen sie nicht in der Lage sind.

 

Verbot aller privaten Feuerwerke

Für ein Verbot jeglicher privaten Feuerwerkerei sprechen bereits rein demokratische Gründe: Einer aktuellen online-Abstimmungsumfrage zufolge fänden es 61,8% (!!!) der Bürger gut, Böllerverbote zu erlassen. Wenn die Demokratie in unserem Land noch einen Stellenwert haben soll, warum muss sich die Mehrheit von einer knallwütigen, teilweise leider unbeherrschten und unbeherrschbaren Minderheit jährlich tyrannisieren lassen? Muss sich die Mehrheit der Bürger tagelanges Geböllere gefallen lassen, nur weil eine Minderheit nicht mit den Vorschriften umgehen will?  Wenn man bedenkt, dass jährlich in Deutschland knapp 140 Millionen Euro für das Silvesterfeuerwerk verpulvert werden, so müsste es doch der Mehrheit der Bürger einleuchten, dass diese immense Verschwendung für ein verpuffendes Spektakel mehr als unverhältnismäßig ist: Wenn man dabei noch all die damit einhergehenden „Nebenkosten“ wie Luft- und Umweltverschmutzung, Stadtreinigung, Krankheitskosten aufgrund von Feuerwerksunfällen, Einsätze in den Krankenhäusern einbezieht, erhöhen sich diese jährlich wieder-kehrenden Kosten um weitere Hundertmillionen. Und all das nur, um eine knallwütige Minderheit zu befriedigen... Demokratie ist etwas anderes.

Das Verbot jeglicher privater Böllerei (also auch unterjährige) sollte – unterstützt von entsprechenden Werbemaßnahmen, psychologisch gut aufbereitet und serviert – irgendwann auch uneinsichtigen Bürgern einleuchten.

Alljährlich wiederkehrende panische Todesangst der Haus- und freilebenden Tiere 

Vergessen wir bitte nicht die unter den jährlichen Silvesterspektakeln am Schlimmsten leidende Tierwelt. Auch die Tiere gehören doch zu unser aller Umwelt, auch sie sollten daher berücksichtigt werden. Wenn wir Menschen schon meinen, ein Recht auf teilweise exzessives Vergnügen zu haben, sollten unsere Mitgeschöpfe doch wenigstens das Recht haben, nicht unnötigen Qualen ausgesetzt zu werden.

Gleißende Lichtblitze und ohrenbetäubender Lärm fügen lt. Vogelschutzorganisationen unserer ohnehin schon dezimierten Vogelwelt enormen Schaden zu, häufig verlieren sie dadurch nachts die Orientierung. Tiere sollten im Winterhalbjahr mit ihren spärlichen Ressourcen eigentlich sparsam umgehen. Außerdem geraten Wild- wie auch Haustiere jedes Jahr in unvorstellbare Panik, entlaufen oder springen in ihrer Not auf die Straßen und in Autos, womit sie nicht nur ihr eigenes Leben sondern auch das von Menschen in Gefahr bringen. Wenn Sie selbst Hunde oder Katzen haben, die Sie angsterfüllt, mit weit aufgerissenen Augen ansehen oder sich in die hintersten Winkel verkriechen, wissen Sie sicher wovon wir sprechen. 

In guter Gesellschaft

Es wurden zu Beginn dieses Jahres mehrere online-Petitionen für ein Verbot privater Feuerwerke gestartet. Eine davon, unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe, die mittlerweile 90.000 Unterschriften bekommen hat:  Andrea Glomba und die Deutsche Umwelthilfe e.V. <change@e.change.org>

Es gibt mittlerweile, wie zu erfahren war, in unserem Lande ca. 30 Städte, die privates Feuerwerk teilweise oder ganz verboten haben. Raketen, Batterien und Böller sind zwar grundsätzlich verboten in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinderheimen, Seniorenheimen. In Engelsby beispielsweise schert sich leider aber niemand darum... hier gibt es vier Seniorenheime (drei im Trögelsbyer Weg, eines in der Merkurstraße, und in Sandberg eines in der Schulze-Delitzsch-Straße), doch wird um diese Einrichtungen herum rücksichtslos geböllert. Dasselbe wurde von der DIAKO berichtet, wo schwer-kranke und ruhebedürftige Menschen dem brutalen Spektakel ausgesetzt waren.  Die Polizei scheint dagegen machtlos zu sein... Verbote in der Nähe von brandempfindlichen Gebäuden (z.B. Häusern mit Reetdach), deretwegen fast alle historischen Orte sowie die Inseln Böllerverbote erlassen haben – werden jedoch letztlich akzeptiert.

Im internationalen Vergleich stünden wir zudem auch gut da: Frankreich und die USA haben grund-sätzlich privates Feuerwerk verboten, Lissabon ebenfalls, wo stattdessen gefahrlose Feiern stattfinden. In Mexico City wurde vergangenes Jahresende das Feuerwerk komplett untersagt, wobei man die „sauberste“ Luft in der Stadt seit Jahrzehnten hatte. Apropos Luft: Ein weiteres Argument ist die Feinstaubbelastung, die nach Silvester, wie es hieß, ca. 30% der jährlich anfallenden Menge entspricht. Einerseits versuchen wir, unsere Luftqualität zu verbessern, andererseits toleriert unser nahezu grenzenlos freiheitlich gesinntes Land diese enorme und höchst gefährliche Luftverpestung in einer einzigen Nacht. Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein.

Zurückhaltung der Feuerwerksproblematik seitens Bundesumweltamts wie auch des Bundesumwelt-ministeriums

Jahrelang haben sich sowohl das Bundesumweltamt wie auch das Bundesumweltministerium bzgl. dieses Themas „vornehm zurückgehalten“ und die Verantwortung an die Städte und Kommunen „dele-giert“.

Resumée:

Um die Vorteile einer frühzeitigen Entscheidung zu nutzen empfiehlt sich u.E. die Flucht nach Vorn, solange wir die Möglichkeit haben, etwas Besonderes aus dieser alljährlichen ungeliebten Misere zu machen.

 

Es geht hier um Umwelt-und Naturschutz,Vermeidung von CO2 und Feinstaubbelastung einer ganzen Stadt und ihrer Bevölkerung.Es schließen sich immer mehr Orte in unserer Republik dem Aufruf an,keine privaten Feuerwerke an Silvester zu dulden,warum nicht auch die Bürger unserer wunderbaren,alten Stadt. Um allen Bürgern gerecht zu werden,sollte maximal ein Zentrales Feuerwerk an einem zentralen Ort in Flensburg stattfinden,das von der Stadt Flensburg professionell veranstaltet wird.Nicht erst 2020/2021,eventuell als elektronisches Feuerwerk,sondern auch schon 2019/2020 als konventionelles Feuerwerk letztmalig.