Ingo PinnowRostock, Alemania
26 abr 2024
Der Fischmarkt auf der Mittelmole gehört zu Warnemünde wie die Möwen, der Strand und das Meer. Er ist ein touristischer und gastronomischer Anziehungspunkt, er ist die Existenzgrundlage für zahlreiche örtliche Kleinunternehmer und deren Familien und er ist ein wichtiger Teil des beliebten maritimen Flairs Warnemündes. Unser oberstes Ziel als Verwaltung ist daher natürlich, den Fischmarkt auf der Mittelmole langfristig zu erhalten und ihn gut in die Zukunft zu führen. Deshalb haben wir bereits den Weg freigemacht für eine Erweiterung der Sortimente und für eine Ausdehnung des Verkaufs von früher drei Tagen auf nun sieben Tage die Woche. Das hat zu deutlich verbesserten Einkünften geführt und geholfen, die Existenz der Fischhändler auf der Mittelmole zu sichern, auch wenn sie aufgrund des Fischmangels in der Ostsee praktisch keinen selbst gefangenen Fisch mehr verkaufen können.
Aber gerade weil wir den Warnemünder Fischmarkt erhalten wollen, halten wir weitere Veränderungen für dringend geboten: Die jetzt genutzten Verkaufsanhänger, Wagen und Stände sind baurechtlich nicht legal, und sie würden bei einem Hochwasser einfach weggeschwemmt. Die kahlen weißen Wagen sind in ihrer großen Zahl auch nicht schön anzusehen, schon gar nicht im Vergleich zur attraktiven und teilweise denkmalgeschützten Bebauung des Bereichs. Noch dazu müssen entlang der schon beengten Kaikante zwingend die Durchfahrtbreiten für Rettungswagen und Feuerwehr eingehalten werden, um dort im Notfall schnell Hilfe leisten zu können. All diese Schwierigkeiten lassen sich mit der geplanten Neugestaltung des Bereichs langfristig und dauerhaft lösen, zugunsten von mehr Sicherheit, mehr Attraktivität und mehr Anziehungskraft. Die Überlegungen zur Umgestaltung der Fischerkai wurden seinerzeit allen Betroffenen mitgeteilt, auch vor dem Hintergrund möglicher zu tätigender Investitionen.
Die Rostocker Stadtverwaltung mit seinem Hafen- und Seemannsamt ist sowohl mit den Fischhändlern als auch dem Warnemünder Ortsbeirat in einem regelmäßigen Austausch und stimmt sich zu dem Vorhaben eng ab. Über die grundsätzliche Umstellung hin zu festen Verkaufscontainern aufgrund der vorgenannten Gründe bestand in dem Kreise bislang Einigkeit. Von allen dort aktiven Fischhändlern liegen inzwischen Bewerbungen für die Anmietung der neuen Containerverkaufsstände vor. Falls es so sein sollte, dass eine größere Zahl der betroffenen Fischhändler die Umgestaltung in der geplanten Form klar ablehnt, so wurde dies in den bisherigen Gesprächen jedenfalls nicht kommuniziert. Wir werden dazu erneut mit allen betreffenden Anbietern ins Gespräch gehen und das tatsächliche Stimmungsbild einfangen.
Copiar enlace
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
E-mail
X