

Familienzentren in Werder und Potsdam-Mittelmark erhalten – stoppt die Kürzungen!
Das Problem
Sehr geehrter Herr Landrat Köhler, sehr geehrte Damen und Herren des Kreistages Potsdam-Mittelmark,
wir sind Eltern aus Werder (Havel) und haben diese Petition gestartet, weil das Familienzentrum Werder – ein fester Anker in unserem Familienalltag – von den geplanten Kürzungen im Kreishaushalt bedroht ist. Doch es geht um weit mehr als Werder: Die Kürzungen treffen alle Familienzentren im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Deshalb wenden wir uns gemeinsam mit Eltern aus dem gesamten Landkreis an Sie.
Das Familienzentrum Werder als Beispiel
Seit unsere Kinder klein sind, gehört das Familienzentrum in der Adolf-Damaschke-Straße fest zu unserer Woche. Es ist der Ort, an dem aus anstrengenden Tagen mit kleinen Kindern leichtere werden: die Krabbelgruppe am Morgen, ein Kaffee im Familiencafé, ein Gespräch mit anderen Eltern, die genau wissen, wovon man spricht. Für frischgebackene Eltern ist es oft der erste Ort außerhalb der eigenen vier Wände – ein Ort, an dem man nicht allein ist mit Schlafmangel, Unsicherheit und den tausend Fragen, die ein Baby mit sich bringt.
Allein der aktuelle Monatsplan zeigt, wie vielfältig und wie fest verankert das Angebot im Alltag vieler Familien ist: Säuglings- und Krabbelgruppen, PEKIP, die Nestgruppe für besonders unterstützungsbedürftige Familien, Rückbildungsgymnastik, Babymassage, die offene Familiensprechstunde und Erziehungsberatung, das Familiencafé, Eltern-Kind-Sport, Yoga für Familien und Kinder, Vortragsabende, ein Erste-Hilfe-Kurs am Kleinkind – und vieles mehr, oft für wenige Euro oder sogar kostenlos. Was wir hier aus Werder beschreiben, dürfte für Eltern an jedem anderen Familienzentrum im Landkreis ganz ähnlich klingen.
Dahinter steckt mehr als ein volles Programm: Das Familienzentrum arbeitet genau dort, wo Bedarf entsteht, und bringt Familien, pädagogische Fachkräfte sowie Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen zusammen – ein Netzwerk, das über Jahre gewachsen ist. Genau dieses Netzwerk und die Angebote, die es trägt, wären durch die geplante Kürzung der Personalstunden akut gefährdet. Es stünde nicht nur ein einzelnes Angebot auf dem Spiel, sondern ein wertvoller Begegnungs- und Unterstützungsort für viele Familien.
Worum es bei den geplanten Kürzungen wirklich geht
Nach dem offiziellen Anschreiben des Bündnis Familienzentren PM an den Kreistag sollen die Mittel für die Familienzentren im gesamten Landkreis im Haushalt 2027 um weitere 500.000 Euro gekürzt werden – von 1.277.000 Euro auf 777.100 Euro, ein Rückgang um fast 40 Prozent.
Besonders hart trifft es dabei das Familienzentrum Werder selbst: Hier sollen die Mitarbeiterstunden von derzeit 80 auf nur noch 25 Stunden pro Woche sinken – ein Rückgang um fast 70 Prozent und damit deutlich mehr als im Kreisdurchschnitt. Eine Kürzung in dieser Größenordnung lässt sich nicht mehr mit weniger Angeboten oder kürzeren Öffnungszeiten auffangen: Sie stellt das Familienzentrum Werder in seinem Fortbestand infrage. Was über Jahre als verlässlicher Anlaufpunkt für Familien gewachsen ist, droht innerhalb weniger Monate auf einen Bruchteil seiner selbst zu schrumpfen – oder ganz zu verschwinden.
Dabei erfüllen Familienzentren zu großen Teilen gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben der Frühen Hilfen und des präventiven Kinderschutzes nach § 8a SGB VIII – keine freiwillige Zusatzleistung. Zudem rechnet sich Prävention: Jeder Fall, der frühzeitig aufgefangen wird, statt in einer kostenintensiven Hilfe zur Erziehung zu enden, erspart dem Landkreis nach Angaben der Familienzentren zwischen 8.000 und über 200.000 Euro pro Jahr. Kurzfristig gesparte 500.000 Euro können mittelfristig ein Vielfaches an Folgekosten verursachen.
Wir stehen mit dieser Sorge nicht allein
Ein breites Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden wie Diakonie, Caritas und AWO sowie zahlreichen Kommunen im Landkreis – darunter auch die Stadt Werder (Havel) – hat sich bereits gegen die Kürzungen ausgesprochen. Auch der Bund geht den umgekehrten Weg: Die geplante SGB-VIII-Novelle sieht eine Stärkung von Familienzentren als Präventionsinstrument vor.
Unsere Bitte
Wir bitten Sie: Erhalten Sie die Finanzierung aller Familienzentren im Landkreis mindestens auf dem Niveau von 2026, und erkennen Sie an, dass sie gesetzliche Pflichtaufgaben im Kinderschutz erfüllen – keine verzichtbare Zusatzleistung. Lassen Sie die Familienzentren im Landkreis Potsdam-Mittelmark das bleiben, was sie sind: ein verlässlicher Ort für Familien, egal ob in Werder, Beelitz, Teltow, Michendorf oder anderswo im Landkreis.
Mit freundlichen Grüßen, Eltern aus Werder (Havel), im Namen der Eltern aus dem gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark, und alle Unterstützer:innen dieser Petition

2.119
Das Problem
Sehr geehrter Herr Landrat Köhler, sehr geehrte Damen und Herren des Kreistages Potsdam-Mittelmark,
wir sind Eltern aus Werder (Havel) und haben diese Petition gestartet, weil das Familienzentrum Werder – ein fester Anker in unserem Familienalltag – von den geplanten Kürzungen im Kreishaushalt bedroht ist. Doch es geht um weit mehr als Werder: Die Kürzungen treffen alle Familienzentren im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Deshalb wenden wir uns gemeinsam mit Eltern aus dem gesamten Landkreis an Sie.
Das Familienzentrum Werder als Beispiel
Seit unsere Kinder klein sind, gehört das Familienzentrum in der Adolf-Damaschke-Straße fest zu unserer Woche. Es ist der Ort, an dem aus anstrengenden Tagen mit kleinen Kindern leichtere werden: die Krabbelgruppe am Morgen, ein Kaffee im Familiencafé, ein Gespräch mit anderen Eltern, die genau wissen, wovon man spricht. Für frischgebackene Eltern ist es oft der erste Ort außerhalb der eigenen vier Wände – ein Ort, an dem man nicht allein ist mit Schlafmangel, Unsicherheit und den tausend Fragen, die ein Baby mit sich bringt.
Allein der aktuelle Monatsplan zeigt, wie vielfältig und wie fest verankert das Angebot im Alltag vieler Familien ist: Säuglings- und Krabbelgruppen, PEKIP, die Nestgruppe für besonders unterstützungsbedürftige Familien, Rückbildungsgymnastik, Babymassage, die offene Familiensprechstunde und Erziehungsberatung, das Familiencafé, Eltern-Kind-Sport, Yoga für Familien und Kinder, Vortragsabende, ein Erste-Hilfe-Kurs am Kleinkind – und vieles mehr, oft für wenige Euro oder sogar kostenlos. Was wir hier aus Werder beschreiben, dürfte für Eltern an jedem anderen Familienzentrum im Landkreis ganz ähnlich klingen.
Dahinter steckt mehr als ein volles Programm: Das Familienzentrum arbeitet genau dort, wo Bedarf entsteht, und bringt Familien, pädagogische Fachkräfte sowie Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen zusammen – ein Netzwerk, das über Jahre gewachsen ist. Genau dieses Netzwerk und die Angebote, die es trägt, wären durch die geplante Kürzung der Personalstunden akut gefährdet. Es stünde nicht nur ein einzelnes Angebot auf dem Spiel, sondern ein wertvoller Begegnungs- und Unterstützungsort für viele Familien.
Worum es bei den geplanten Kürzungen wirklich geht
Nach dem offiziellen Anschreiben des Bündnis Familienzentren PM an den Kreistag sollen die Mittel für die Familienzentren im gesamten Landkreis im Haushalt 2027 um weitere 500.000 Euro gekürzt werden – von 1.277.000 Euro auf 777.100 Euro, ein Rückgang um fast 40 Prozent.
Besonders hart trifft es dabei das Familienzentrum Werder selbst: Hier sollen die Mitarbeiterstunden von derzeit 80 auf nur noch 25 Stunden pro Woche sinken – ein Rückgang um fast 70 Prozent und damit deutlich mehr als im Kreisdurchschnitt. Eine Kürzung in dieser Größenordnung lässt sich nicht mehr mit weniger Angeboten oder kürzeren Öffnungszeiten auffangen: Sie stellt das Familienzentrum Werder in seinem Fortbestand infrage. Was über Jahre als verlässlicher Anlaufpunkt für Familien gewachsen ist, droht innerhalb weniger Monate auf einen Bruchteil seiner selbst zu schrumpfen – oder ganz zu verschwinden.
Dabei erfüllen Familienzentren zu großen Teilen gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben der Frühen Hilfen und des präventiven Kinderschutzes nach § 8a SGB VIII – keine freiwillige Zusatzleistung. Zudem rechnet sich Prävention: Jeder Fall, der frühzeitig aufgefangen wird, statt in einer kostenintensiven Hilfe zur Erziehung zu enden, erspart dem Landkreis nach Angaben der Familienzentren zwischen 8.000 und über 200.000 Euro pro Jahr. Kurzfristig gesparte 500.000 Euro können mittelfristig ein Vielfaches an Folgekosten verursachen.
Wir stehen mit dieser Sorge nicht allein
Ein breites Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden wie Diakonie, Caritas und AWO sowie zahlreichen Kommunen im Landkreis – darunter auch die Stadt Werder (Havel) – hat sich bereits gegen die Kürzungen ausgesprochen. Auch der Bund geht den umgekehrten Weg: Die geplante SGB-VIII-Novelle sieht eine Stärkung von Familienzentren als Präventionsinstrument vor.
Unsere Bitte
Wir bitten Sie: Erhalten Sie die Finanzierung aller Familienzentren im Landkreis mindestens auf dem Niveau von 2026, und erkennen Sie an, dass sie gesetzliche Pflichtaufgaben im Kinderschutz erfüllen – keine verzichtbare Zusatzleistung. Lassen Sie die Familienzentren im Landkreis Potsdam-Mittelmark das bleiben, was sie sind: ein verlässlicher Ort für Familien, egal ob in Werder, Beelitz, Teltow, Michendorf oder anderswo im Landkreis.
Mit freundlichen Grüßen, Eltern aus Werder (Havel), im Namen der Eltern aus dem gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark, und alle Unterstützer:innen dieser Petition

Die Entscheidungsträger*innen
Kommentare von Unterstützer*innen
Neuigkeiten zur Petition
Diese Petition teilen
Petition am 26. August 2026 erstellt