Faire Behandlung für BAMF-Dolmetscher:innen – Schluss mit Intransparenz und Willkür!

Faire Behandlung für BAMF-Dolmetscher:innen – Schluss mit Intransparenz und Willkür!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Bastian Stein und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

WIR SIND TEIL DER LÖSUNG, NICHT DES PROBLEMS ¹ ²

Dolmetscher:innen sind das sprachliche Rückgrat des Asylverfahrens. Sie übersetzen nicht nur Worte, sondern vermitteln zwischen Lebenswelten – oft in Momenten größter Not. Ihre Arbeit entscheidet mit darüber, ob Menschen Schutz erhalten oder nicht. Sie tragen enorme Verantwortung – sprachlich, menschlich, rechtlich.

Trotz dieser zentralen Rolle werden sie beim BAMF vielerorts respektlos behandelt. Zwar dürfen sie Wasser trinken oder sich einen Tee kochen – aber das Wasser müssen sie sich aus dem Hahn in der Toilette holen. Ihre Tassen spülen sie im Waschbecken der Sanitäranlagen. Aufenthaltsräume, Küchen oder Pausenräume stehen ihnen in der Regel nicht zur Verfügung. Es gibt keine Rückzugsorte, keinen Platz zum Durchatmen nach belastenden Anhörungen. Gespräche mit Mitarbeitenden sind teils untersagt. Sie arbeiten isoliert, funktionalisiert – aber nicht als Menschen auf Augenhöhe.

Und als wäre das nicht genug, können sie jederzeit ohne Begründung gesperrt werden. Keine Anhörung, keine Erklärung, keine Möglichkeit zur Stellungnahme. Wer heute noch gebraucht wird, kann morgen einfach von der Liste verschwinden – kommentarlos.

Diese Praxis ist nicht nur respektlos – sie ist existenzbedrohend. Denn für viele Dolmetscher:innen stellt die Tätigkeit beim BAMF die Haupt- oder einzige Einnahmequelle dar. Eine Sperrung bedeutet von einem Tag auf den anderen: kein Einkommen, keine Planungssicherheit, keine Perspektive. Ohne sozialen Schutz, ohne rechtliche Absicherung.

Wir fordern Respekt, Transparenz und faire Arbeitsbedingungen für diejenigen, die tagtäglich für Verständigung sorgen – und damit für ein gerechtes, funktionierendes Asylverfahren.

Dolmetscher:innen im Asylverfahren machen das Unmögliche möglich: Sie übersetzen nicht nur Worte, sondern oft Schmerz, Hoffnung, Traumata. Sie sind die Brücke zwischen Schutzsuchenden und dem Staat. Ihre Arbeit entscheidet über Schutz oder Abschiebung. Doch obwohl sie essenziell sind, werden sie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) systematisch ausgegrenzt und respektlos behandelt.

Zuletzt wurde eine Kollegin mit jahrelanger Erfahrung ohne Vorwarnung von der Einsatzliste gestrichen. In der Mail des BAMF stand lediglich: „Sie erhalten keine Aufträge mehr.“ Kein Grund. Kein Gespräch. Keine Möglichkeit, sich zu äußern. Keine Transparenz. Kein Widerspruchsrecht. Für sie bedeutete das: plötzliche Arbeitslosigkeit – ohne jede Erklärung, ohne Absicherung.

Das ist keine Ausnahme. Das ist Alltag.

Wir fordern deshalb:

- Respektvolle Behandlung und gleiche Rechte wie Mitarbeitende: Zugang zu Küchen, Wasser, Aufenthaltsräumen und ein Arbeitsumfeld ohne Misstrauen
- Qualifizierte Auswahl und faire Standards für Dolmetscher:innen – mit überprüfbarer Sprach- und Dolmetschkompetenz
- Transparente Verfahren bei Sperrung oder Auftragsstopp, inklusive Begründungspflicht und Widerspruchsmöglichkeit
- Angemessene Bezahlung entsprechend der Verantwortung – wie bei Gerichtsdolmetscher:innen
- Schulungen, Supervision und fachliche Unterstützung, damit Qualität nicht dem Zufall überlassen wird
 
Dolmetscher:innen sind keine stille Randfigur. Sie sind ein zentraler Teil eines fairen Asylverfahrens.

Wenn sie durch Angst, Ausgrenzung oder Willkür zum Schweigen gebracht werden, leidet nicht nur ihre Existenz – sondern auch die Gerechtigkeit im Asylsystem.

Bitte unterschreibt diese Petition und helft uns, dem BAMF und der Bundesregierung zu zeigen:

Respekt ist kein Luxus. Gerechtigkeit beginnt bei den Menschen, die sie ermöglichen.

¹ Die Petition kann auch anonym unterschrieben werden. 
² Aus Gründen möglicher negativer Folgen für den Petitionsstarter wurde auf die Nennung eines echten Namens verzichtet.

avatar of the starter
Anonym NonamePetitionsstarter*in
Diese Petition hat 83 Unterschriften erreicht
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Das Problem

WIR SIND TEIL DER LÖSUNG, NICHT DES PROBLEMS ¹ ²

Dolmetscher:innen sind das sprachliche Rückgrat des Asylverfahrens. Sie übersetzen nicht nur Worte, sondern vermitteln zwischen Lebenswelten – oft in Momenten größter Not. Ihre Arbeit entscheidet mit darüber, ob Menschen Schutz erhalten oder nicht. Sie tragen enorme Verantwortung – sprachlich, menschlich, rechtlich.

Trotz dieser zentralen Rolle werden sie beim BAMF vielerorts respektlos behandelt. Zwar dürfen sie Wasser trinken oder sich einen Tee kochen – aber das Wasser müssen sie sich aus dem Hahn in der Toilette holen. Ihre Tassen spülen sie im Waschbecken der Sanitäranlagen. Aufenthaltsräume, Küchen oder Pausenräume stehen ihnen in der Regel nicht zur Verfügung. Es gibt keine Rückzugsorte, keinen Platz zum Durchatmen nach belastenden Anhörungen. Gespräche mit Mitarbeitenden sind teils untersagt. Sie arbeiten isoliert, funktionalisiert – aber nicht als Menschen auf Augenhöhe.

Und als wäre das nicht genug, können sie jederzeit ohne Begründung gesperrt werden. Keine Anhörung, keine Erklärung, keine Möglichkeit zur Stellungnahme. Wer heute noch gebraucht wird, kann morgen einfach von der Liste verschwinden – kommentarlos.

Diese Praxis ist nicht nur respektlos – sie ist existenzbedrohend. Denn für viele Dolmetscher:innen stellt die Tätigkeit beim BAMF die Haupt- oder einzige Einnahmequelle dar. Eine Sperrung bedeutet von einem Tag auf den anderen: kein Einkommen, keine Planungssicherheit, keine Perspektive. Ohne sozialen Schutz, ohne rechtliche Absicherung.

Wir fordern Respekt, Transparenz und faire Arbeitsbedingungen für diejenigen, die tagtäglich für Verständigung sorgen – und damit für ein gerechtes, funktionierendes Asylverfahren.

Dolmetscher:innen im Asylverfahren machen das Unmögliche möglich: Sie übersetzen nicht nur Worte, sondern oft Schmerz, Hoffnung, Traumata. Sie sind die Brücke zwischen Schutzsuchenden und dem Staat. Ihre Arbeit entscheidet über Schutz oder Abschiebung. Doch obwohl sie essenziell sind, werden sie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) systematisch ausgegrenzt und respektlos behandelt.

Zuletzt wurde eine Kollegin mit jahrelanger Erfahrung ohne Vorwarnung von der Einsatzliste gestrichen. In der Mail des BAMF stand lediglich: „Sie erhalten keine Aufträge mehr.“ Kein Grund. Kein Gespräch. Keine Möglichkeit, sich zu äußern. Keine Transparenz. Kein Widerspruchsrecht. Für sie bedeutete das: plötzliche Arbeitslosigkeit – ohne jede Erklärung, ohne Absicherung.

Das ist keine Ausnahme. Das ist Alltag.

Wir fordern deshalb:

- Respektvolle Behandlung und gleiche Rechte wie Mitarbeitende: Zugang zu Küchen, Wasser, Aufenthaltsräumen und ein Arbeitsumfeld ohne Misstrauen
- Qualifizierte Auswahl und faire Standards für Dolmetscher:innen – mit überprüfbarer Sprach- und Dolmetschkompetenz
- Transparente Verfahren bei Sperrung oder Auftragsstopp, inklusive Begründungspflicht und Widerspruchsmöglichkeit
- Angemessene Bezahlung entsprechend der Verantwortung – wie bei Gerichtsdolmetscher:innen
- Schulungen, Supervision und fachliche Unterstützung, damit Qualität nicht dem Zufall überlassen wird
 
Dolmetscher:innen sind keine stille Randfigur. Sie sind ein zentraler Teil eines fairen Asylverfahrens.

Wenn sie durch Angst, Ausgrenzung oder Willkür zum Schweigen gebracht werden, leidet nicht nur ihre Existenz – sondern auch die Gerechtigkeit im Asylsystem.

Bitte unterschreibt diese Petition und helft uns, dem BAMF und der Bundesregierung zu zeigen:

Respekt ist kein Luxus. Gerechtigkeit beginnt bei den Menschen, die sie ermöglichen.

¹ Die Petition kann auch anonym unterschrieben werden. 
² Aus Gründen möglicher negativer Folgen für den Petitionsstarter wurde auf die Nennung eines echten Namens verzichtet.

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