Fahrradstation bleibt!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 50.000.


Seit Februar 1999 betreibe ich den kleinen Fahrradladen “Fahrradstation” auf der Bergmannstraße in Berlin. 20 Jahre, ein Berufsleben.

Wegen eines versehentlichen Mietrückstandes im Winter 2016-2017 in Höhe von 160 EUR wurde mir ohne weitere Vorwarnung von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG gekündigt. Die GEWOBAG hat die Fahrradstation zum 5.11.2018 räumen lassen,

Ich trete für die Förderung des Fahrradverkehrs ein und will ein Zeichen gegen die Vertreibung ortsansässiger Gewerbetreibender durch den landeseigenen Betrieb GEWOBAG setzen.

Fahrradstation bleibt! -  Dafür brauche ich Eure Unterstützung

"Die Welt mit Fahrrädern glücklich machen" - Unter dem Motto "Berlin by Bike" habe ich einst die Fahrradstation im Jahr 1992 mitgegründet.

Es begann mit einer kleinen Garage im Berliner Bezirk Kreuzberg.  Eine Art "Fahrrad-Dienstleistungszentrum" in einem zentralen City-Bahnhof sollte der Ausgangspunkt sein und schrittweise zu einem flächendeckenden Netz von Stationen weiterentwickelt werden, die den Umstieg auf umwelt- und stadtverträgliche Transportformen komfortabel und angenehm machen. Dieser Grundidee fühlt sich die Fahrradstation bis heute verpflichtet: Die Förderung und Verbreitung des Fahrrades als das bessere Verkehrsmittel ist das Ziel.

Seit über 20 Jahren engagiert sich die Fahrradstation für die Erst-Ausbildung und die Inklusion von Menschen mit Einschränkungen. 72 Auszubildende in fünf Berufen und die Inklusion zahlreicher Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen in den normalen Berufsalltag - mit der brutalen und vollständig unverhältnismäßigen Kündigung der Gewobag wird dieses Engagement nicht gewürdigt, sondern bestraft.

Täglich werden inhabergeführte kleine Geschäfte geschlossen, die mit ihrem persönlichen und individuellen Angebot unser liebens- und lebenswertes Wohnumfeld ausmachen. Drastische Mietpreiserhöhungen von 20, 50 ja über 100% und willkürliche Vermieterkündigungen sind in 90% der Fälle die Ursache. Neben der Verödung unserer Stadtteile und ganzer Innenstädte mit einer Monokultur von immergleichen Gastronomien, Ketten und Ein-Euro-Shops stehen persönliche Schicksale hinter den Geschäftsschließungen: Die Lebenswerke, 20, 40 und mehr Jahre harte Arbeit der Inhaber und Ihrer Familien, die Geschichte von Traditionsanbietern, die oft schon in zweiter Generation am Ort arbeiten, werden mit willkürlichen Vermieterverhalten und drastischen Mieterhöhungen einfach weggewischt, wertlos gemacht und unwiederbringlich vernichtet.

Für eine lebenswerte Stadt und die menschenwürdige Behandlung kleiner Geschäftsbetreiber! 

Gegen die Zerschlagung der Vielfalt von Nachbarschaften - Fahrradstation bleibt!

Seit dem 30.10.2018 ist die fahrradstation in der Bergmannstraße 9 bis auf weiteres geschlossen. Unter Androhung der polizeilichen Räumung am 5.11.2018 und der damit verbundenen hohen Kosten, hat die Fahrradstation am 1.11. nach fast 20 Jahren die Schlüssel an den landeseigenen Betrieb GEWOBAG zurückgegeben.



Heute: Stefan verlässt sich auf Sie

Stefan Neitzel benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Fahrradstation Bergmannstraße: GEWOBAG Räumung. @MichaelMueller @RamonaPop @sensw.berlin.de @SenUVK.berlin.de @gewobag.de Gegen die Zerstörung gewachsener Strukturen in unserem Stadtteil! Für die Förderung des Radverkehrs!”. Jetzt machen Sie Stefan und 38.807 Unterstützer/innen mit.