Für faire Kita-Gebühren in Mönchengladbach – Familien entlasten statt einseitig belasten

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Das Problem

Richtige Prioritäten für die Zukunft unserer Kinder: Verwaltung vereinfachen, Mittelschicht schonen und Realitäten anerkennen!

Worum geht es?
Der Stadtrat von Mönchengladbach hat am 15. April 2026 eine neue Elternbeitragssatzung beschlossen. Während die stärkere Entlastung von Familien mit geringerem Einkommen ein absolut richtiger und wichtiger Schritt ist, führt die Neuregelung für die breite Mittelschicht und vermeintlich „Besserverdienende“ zu einer massiven Mehrbelastung. Für viele Familien steigen die Kosten teils um bis zu 180 Euro im Monat.
Zusammen mit einer starren Erhöhung der Essensgelder wird die Betreuung und Bildung unserer Kinder zu einer untragbaren finanziellen Last. Wir fordern den Stadtrat und den Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach auf, diese Satzung zu korrigieren und eine gerechte, realitätsnahe Lösung zu erarbeiten!

Für uns als betroffene Familie ist es besonders schwer nachvollziehbar, dass das zu versteuernde Einkommen nicht berücksichtigt wird, sondern lediglich das Jahreseinkommen des Vorjahres. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und finanzieller Belastung spiegelt das Vorjahreseinkommen nicht die aktuelle finanzielle Situation wider. Was uns als vermeintlich besserverdienende Familie wirklich netto übrigbleibt, wird nicht abgebildet. Ansteigende Kosten im Bereich der OGS und der Kitas zusätzlich kompensieren zu müssen, während etwas geringer verdienende Familien entlastet werden, empfinden wir als ungerecht.

Diese Kostensteigerung stellt für viele Familien eine enorme Belastung dar und spiegelt nicht die aktuellen Lebensumstände wider. Es ist unverzichtbar, dass die Stadt Mönchengladbach eine gerechte Lösung findet, die allen Familien gerecht wird.

Die neue Regelung muss überdacht werden, um eine faire und realistische Abwägung der Kostenlast für Familien zu bewirken. Eine Rücknahme der Erhöhung bzw. der zusätzlich eingeführten, überhöhten Einkommensstufen und Berücksichtigung des aktuellen Einkommens, nicht des Vorjahreseinkommens, könnten erste Schritte in diese Richtung sein. Der Wegfall der Unterscheidung U3/Ü3 kann zur Vereinfachung sowie die höheren Freibeträge für Geringverdiener beibehalten werden.

Bitte unterzeichne diese Petition, um für faire Kitagebühren in Mönchengladbach zu kämpfen und eine gerechte Behandlung aller Familien zu gewährleisten.

Was sind die Kernprobleme der neuen Satzung?

  • Verzerrte Einkommensbasis: Die Berechnung basiert weiterhin auf dem Bruttoeinkommen und nicht auf dem tatsächlich verfügbaren, zu versteuernden Einkommen.
  • Die "Elternzeit-Falle": Die Stadt legt für die Berechnung oft das Einkommen des Vorjahres zugrunde. Befindet sich eine Mutter oder ein Vater aktuell in Elternzeit, bricht ein Einkommen weg. Auf dem Papier gilt die Familie als „reich“, real steht jedoch deutlich weniger Geld zur Verfügung. Elterngeld ist für das Kind gedacht und darf Familien nicht bei den Kita-Gebühren zum Verhängnis werden.
  • Gebrochene Entlastungsversprechen: Viele Familien haben beim Übergang vom U3- in den Ü3-Bereich mit einer spürbaren Entlastung gerechnet. Durch die neuen Höchstsätze wird diese Entlastung komplett aufgefressen – statt 100 Euro weniger zahlen Familien plötzlich bis zu 150 Euro mehr im Monat. Unfair gegenüber den Familien, die bereits einen Kita-Vertrag unterschrieben haben.
  • Verpflegungspauschale: Die pauschale Entrichtung der Verpflegungskosten mag noch in Ordnung sein, damit die Verwaltung vereinfacht wird. Da man diese Gebühren aber auch bezahlt, wenn Schließzeiten sind, Ferien sind und Kinder sowieso wahrscheinlich 2 von 12 Monaten aufgrund Krankheiten, Krankheitsfälle in der Kita ausfallen und nichts Essen, sollte man die Kalkulation wirklich auch mal überprüfen und ggf. auch mit Caterern verhandeln. Wir glauben nicht, dass ein Kind 68€ pro Monat an Verpflegung kostet und fordern, dass Familien ggf. auch hier mit einem max. Pauschalbetrag von 50€ entlastet werden.

Unsere Forderungen an die Stadt Mönchengladbach:

  • Gerechte Einkommensdeckelung: Wiedereinführung einer fairen Obergrenze. Das Einkommen oberhalb von ca. 98.000 Euro Brutto darf nicht ins Unermessliche besteuert werden. Die neuen, extremen Beitragsstufen über dieser Grenze müssen entfallen.
  • Echte Verwaltungsvereinfachung: Ein klares, transparentes Stufenmodell mit glatten Beitragsbeträgen. Das spart Verwaltungskosten aufseiten der Stadt und schafft verlässliche Planungssicherheit für alle Eltern.
  • Korrektur der Verpflegungspauschale: Deckelung des Essensgeldes auf maximal 50-60 Euro (orientiert an den realen Catering-Kosten vieler Kitas) ODER eine strikte Abrechnung nach den tatsächlichen Realkosten der jeweiligen Einrichtung. Eine pauschale Quersubventionierung zulasten berufstätiger Eltern lehnen wir ab. Auch wenn hier Verwaltungskosten vereinfacht werden, sollte jede Kita oder städtischer Träger angehalten sein, regelmäßig neu zu verhandeln und den Wettbewerb auch so unter den Caterern zu ermöglichen.
  • Berücksichtigung der aktuellen Lebensrealität: Bei der Einstufung muss das aktuelle Einkommen im Berechnungsjahr maßgeblich sein, um Familien in der Elternzeit nicht durch veraltete Vorjahreswerte in den finanziellen Ruin zu treiben. Möchte man das gemeinsame Bruttoeinkommen weiterhin heranziehen, ist das die einzig halbwegs gerechte Lösung.

 

Unser konkreter Gegenentwurf: Das faire Stufenmodell
Um der Stadt Mönchengladbach eine echte administrative Vereinfachung bei gleichzeitiger sozialer Gerechtigkeit zu bieten, fordern wir die Einführung folgender transparenter und gedeckelter Beitragstabelle (monatliche Beiträge für Kita, TP und LENA im Vorschulalter):

Unsere Kernforderungen an die Stadt Mönchengladbach:

  • Übernahme des fairen Stufenmodells: Einführung der oben stehenden Tabelle mit einer klaren und gerechten Deckelung für Einkommen über 99.000 Euro, um die Mittelschicht vor explodierenden Kosten zu schützen.
  • Korrektur der Verpflegungspauschale: Deckelung des Essensgeldes auf maximal 50 Euro (orientiert an den realen Catering-Kosten vieler Kitas) ODER eine strikte, transparente Abrechnung nach den tatsächlichen Realkosten der jeweiligen Einrichtung statt pauschaler Erhöhungen auf 68€.
  • Berücksichtigung der aktuellen Lebensrealität: Bei der Einstufung muss das aktuelle Einkommen im Berechnungsjahr maßgeblich sein. Veraltete Vorjahreswerte dürfen Familien, die sich aktuell in Elternzeit befinden und ein geringeres Realeinkommen haben, nicht finanziell belasten.

 

Warum ist das wichtig?
Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung dürfen kein Luxusgut werden. Wenn die Stadt Mönchengladbach an Verwaltungskosten sparen möchte, darf dies nicht einseitig auf dem Rücken der Familien ausgetragen werden, die durch ihre Arbeit den Laden am Laufen halten.
Geringe Einkommen müssen entlastet werden – aber nicht, indem man die Mittelschicht überlastet. Investitionen in die Betreuung unserer Kinder sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt.


Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift für ein familiengerechtes, faires und transparentes Mönchengladbach!

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