Für faire Bewertungen unserer Kinder in Brandenburgs Schulen


Für faire Bewertungen unserer Kinder in Brandenburgs Schulen
Das Problem
Sehr geehrter Steffen Freiberg,
sehr geehrte Damen und Herren des MBJS,
unsere Tochter besucht die 4. Klasse der Ev. Ursula-Wölfel-Grundschule Teltow.
Am 25.09.2025 fand unser erster Elternabend statt, bei dem wir Eltern über die neuen Bewertungskriterien informiert wurden.
Ab sofort erfolgt die Aufteilung der Leistungsbewertung in 80 % mündlich und 20 % schriftlich.
Über diese Aufteilung bin ich überrascht, sogar erschrocken, da ich nicht nachvollziehen kann, wie Sie diese Aufteilung festlegen können.
Unsere Tochter ist 9 Jahre alt, wird im November 10 Jahre. Sie ist kreativ, malt, bastelt, liest mit Leidenschaft, entwickelt bereits erste Buchideen. sie liebt Pferde, sie liebt Natur, sie ist begeisterungsfähig und geht gern zur Schule um Neues zu lernen.
Folgende Eigenschaften treffen auf sie nicht zu: laut, dominant, extrovertiert.
In meiner eigenen Kindheit habe ich gern allein gespielt, habe mich eher der Mehrheit untergeordnet: ich war introvertiert.
Auch heute bin ich noch immer introvertiert, habe aber gelernt, aus dieser vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu machen. Ich bin beruflich selbstständig, bin ehrenamtlich als Vorsitzender im Ausschuss der Kita Morgensonne tätig, habe mit großem Anteil einen Spendenlauf 2025 organisiert, halte Reden bei Sommerfesten des Kindergartens usw.
Dennoch kann ich Ihnen mitteilen, dass man es in der Gesellschaft deutlich schwerer hat, als introvertierter Mensch ernst genommen und gehört zu werden.
Mit Ihrer Unterteilung 80 % - 20 % in den Kriterien der Bewertung wird es extrovertierten Menschen erleichtert, eine gute Benotung zu bekommen, da diese keine Überwindung benötigen, sich zu äußern und zu behaupten. Eine aktive Beteiligung fällt diesen Menschen deutlich leichter.
Introvertierte Menschen haben eine deutlich höhere Hemmschwelle, sich am Geschehen zu beteiligen, zu bestehen oder sich gar in den Vordergrund zu stellen.
Diese Aufteilung schwächt Kinder, die es ohnehin bereits schwerer haben. Somit werden Charaktere benotet, nicht Leistungen.
Ich fordere das Bildungsministerium auf, diese Bildungsstrategie neu zu bewerten:
Bitte betrachten Sie diese Bewertung aus verschiedenen Blickwinkeln
Bitte betrachten Sie diese Bewertungen aus der Perspektive eines Kindes
Bitte betrachten Sie diese Bewertung aus der Perspektive eines introvertierten Menschen
Bitte stellen Sie eine angemessene Ausbildung unserer Kinder sicher, die sich darauf bezieht, aus vermeintlichen Schwächen eine Stärke zu machen und natürlich ein Fundament in Sachen Bildung zu schaffen
Bitte stellen Sie eine Bewertung unserer Kinder sicher, die tatsächliche Fähigkeiten widerspiegelt und keine Oberflächlichkeiten
Ziel darf es nicht sein, die Kinder nur durch die Schulzeit zu „bringen“, Kinder sollen begleitet und behütet werden!
Dies kann nur Gelingen, in dem wir in unsere Kinder investieren.
Starke Kinder sind unsere Zukunft!
———————————————————————————————————————
Liebe Eltern,
liebe Lehrer,
liebe Leser,
mit der elften Verwaltungsvorschrift zur Änderung der VV-Leistungsbewertung erfolgte eine Änderung wie folgt:
In den Jahrgangsstufen 3 und 4 gehen schriftliche Arbeiten und schriftliche Lernerfolgskontrollen mit einem Anteil von 20 Prozent in die abschließende Leistungsbewertung ein, in den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit 30 Prozent.
Die Anzahl der Klassenarbeiten wird auf 2 Stück minimiert.
Wir möchten eine faire Bewertung unserer Kinder und gleiche Chance für alle.
Durch die Änderungen sehen wir dies nicht gegeben.
Schriftliche Arbeiten haben im Leben einen hohen Stellenwert, diese Fähigkeit muss weiterhin trainiert werden.
Bitte unterstützt uns bei unserem Anliegen mit der Unterschrift dieser Petition, diese möchten wir dem Bildungsminister des Landes Brandenburgs, dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Petitionsausschuss des Landes Brandenburgs übergeben.
Vielen Dank
André Tangermann
Anlage 1, Auszug Amtsblatt des Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Anlage 2, Auszug Verwaltungsvorschriften zur Leistungsbewertung, Nummer 5
3.536
Das Problem
Sehr geehrter Steffen Freiberg,
sehr geehrte Damen und Herren des MBJS,
unsere Tochter besucht die 4. Klasse der Ev. Ursula-Wölfel-Grundschule Teltow.
Am 25.09.2025 fand unser erster Elternabend statt, bei dem wir Eltern über die neuen Bewertungskriterien informiert wurden.
Ab sofort erfolgt die Aufteilung der Leistungsbewertung in 80 % mündlich und 20 % schriftlich.
Über diese Aufteilung bin ich überrascht, sogar erschrocken, da ich nicht nachvollziehen kann, wie Sie diese Aufteilung festlegen können.
Unsere Tochter ist 9 Jahre alt, wird im November 10 Jahre. Sie ist kreativ, malt, bastelt, liest mit Leidenschaft, entwickelt bereits erste Buchideen. sie liebt Pferde, sie liebt Natur, sie ist begeisterungsfähig und geht gern zur Schule um Neues zu lernen.
Folgende Eigenschaften treffen auf sie nicht zu: laut, dominant, extrovertiert.
In meiner eigenen Kindheit habe ich gern allein gespielt, habe mich eher der Mehrheit untergeordnet: ich war introvertiert.
Auch heute bin ich noch immer introvertiert, habe aber gelernt, aus dieser vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu machen. Ich bin beruflich selbstständig, bin ehrenamtlich als Vorsitzender im Ausschuss der Kita Morgensonne tätig, habe mit großem Anteil einen Spendenlauf 2025 organisiert, halte Reden bei Sommerfesten des Kindergartens usw.
Dennoch kann ich Ihnen mitteilen, dass man es in der Gesellschaft deutlich schwerer hat, als introvertierter Mensch ernst genommen und gehört zu werden.
Mit Ihrer Unterteilung 80 % - 20 % in den Kriterien der Bewertung wird es extrovertierten Menschen erleichtert, eine gute Benotung zu bekommen, da diese keine Überwindung benötigen, sich zu äußern und zu behaupten. Eine aktive Beteiligung fällt diesen Menschen deutlich leichter.
Introvertierte Menschen haben eine deutlich höhere Hemmschwelle, sich am Geschehen zu beteiligen, zu bestehen oder sich gar in den Vordergrund zu stellen.
Diese Aufteilung schwächt Kinder, die es ohnehin bereits schwerer haben. Somit werden Charaktere benotet, nicht Leistungen.
Ich fordere das Bildungsministerium auf, diese Bildungsstrategie neu zu bewerten:
Bitte betrachten Sie diese Bewertung aus verschiedenen Blickwinkeln
Bitte betrachten Sie diese Bewertungen aus der Perspektive eines Kindes
Bitte betrachten Sie diese Bewertung aus der Perspektive eines introvertierten Menschen
Bitte stellen Sie eine angemessene Ausbildung unserer Kinder sicher, die sich darauf bezieht, aus vermeintlichen Schwächen eine Stärke zu machen und natürlich ein Fundament in Sachen Bildung zu schaffen
Bitte stellen Sie eine Bewertung unserer Kinder sicher, die tatsächliche Fähigkeiten widerspiegelt und keine Oberflächlichkeiten
Ziel darf es nicht sein, die Kinder nur durch die Schulzeit zu „bringen“, Kinder sollen begleitet und behütet werden!
Dies kann nur Gelingen, in dem wir in unsere Kinder investieren.
Starke Kinder sind unsere Zukunft!
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Liebe Eltern,
liebe Lehrer,
liebe Leser,
mit der elften Verwaltungsvorschrift zur Änderung der VV-Leistungsbewertung erfolgte eine Änderung wie folgt:
In den Jahrgangsstufen 3 und 4 gehen schriftliche Arbeiten und schriftliche Lernerfolgskontrollen mit einem Anteil von 20 Prozent in die abschließende Leistungsbewertung ein, in den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit 30 Prozent.
Die Anzahl der Klassenarbeiten wird auf 2 Stück minimiert.
Wir möchten eine faire Bewertung unserer Kinder und gleiche Chance für alle.
Durch die Änderungen sehen wir dies nicht gegeben.
Schriftliche Arbeiten haben im Leben einen hohen Stellenwert, diese Fähigkeit muss weiterhin trainiert werden.
Bitte unterstützt uns bei unserem Anliegen mit der Unterschrift dieser Petition, diese möchten wir dem Bildungsminister des Landes Brandenburgs, dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Petitionsausschuss des Landes Brandenburgs übergeben.
Vielen Dank
André Tangermann
Anlage 1, Auszug Amtsblatt des Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Anlage 2, Auszug Verwaltungsvorschriften zur Leistungsbewertung, Nummer 5
3.536
Die Entscheidungsträger*innen
Kommentare von Unterstützer*innen
Petition am 2. November 2025 erstellt