Für eine traumakompetente Justiz und strafrechtliche Anerkennung organisierter Gewalt

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Johanna Huberth und 17 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Petition an den Deutschen Bundestag

Platz der Republik 1 – 11011 Berlin

Einleitung

Ich erhebe diese Petition im Namen all jener, deren Stimmen zum Schweigen gebracht, deren Seelen gebrochen
und deren Würde in den Akten der Justiz begraben werden.

In Deutschland existiert ein Schweigen, das lauter schreit als jede Tat. Frauen, Männer und Kinder werden psychisch, physisch und sexuell misshandelt –
nicht nur von Tätern, sondern durch ein System, das ihre Wahrheit nicht hören will.

Hinter Fassaden von Familie, Kirche, Schule, Klinik und Gericht
wirkt ein Netz organisierter, psychologisch gesteuerter Gewalt:
ein Zusammenspiel aus Manipulation, Schuld, Schweigen und institutioneller Blindheit.

Diese Gewalt hat viele Gesichter.
Sie zersetzt den Willen, zerlegt die Erinnerung, löscht Identität –
und sie wird bis heute nicht beim Namen genannt.

Während andere Nationen handeln, versteckt sich Deutschland hinter Formalien, Zuständigkeiten und Schweigen.
Das ist keine Unwissenheit.
Das ist Beihilfe durch Unterlassen.

Begründung

Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz:
Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Und doch wird sie täglich angetastet –
in Gerichtssälen, Jugendämtern, Kliniken und Gutachten,
wo die Wahrheit der Opfer als „Instabilität“ gilt
und Dissoziation als „Unglaubwürdigkeit“.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit der ICD-11 (6B41 – Komplexe PTBS)
wissenschaftlich anerkannt, dass extreme Gewalt zu Fragmentierung des Gedächtnisses führt.
Doch in Deutschland wird diese Tatsache juristisch ignoriert.
Das ist keine Lücke – das ist eine Form staatlicher Folter.

Wenn Täter ihre Opfer brechen – und der Staat sie ein zweites Mal zerstört, dann ist das systemische Gewalt, keine Tragödie.
Dann trägt der Rechtsstaat Blut an den Händen – unsichtbar, aber unauslöschlich.

Die Istanbul-Konvention (Art. 49–58) und die UN-Antifolterkonvention (CAT) verpflichten Deutschland,
Opfer zu schützen, Täter zu verfolgen und psychische Gewalt als Folter anzuerkennen.
Doch solange Ermittlungsbehörden traumatisierte Menschen nicht verstehen oder verstehen wollen, 
wird Wahrheit weiter bestraft – und Schweigen bleibt der letzte Zufluchtsort der Überlebenden.

Forderungen

1. Einführung eines Straftatbestands „psychische Versklavung / kontrollbasierte Gewalt“.
– Erfasst systematische, gruppen- oder familienbasierte Gewalt,
die durch Manipulation, Indoktrination, Drohung und seelische Zermürbung ausgeübt wird.
– Dieser Straftatbestand muss als Angriff auf die seelische Selbstbestimmung gelten –
eine moderne Form der Sklaverei.

2. Errichtung nationaler Ermittlungsstellen für organisierte und familiäre Gewaltstrukturen.
– Zusammengesetzt aus Fachleuten der Justiz, Kriminologie, Psychotraumatologie und Rechtsmedizin.
– Mit besonderer Befugnis zur Untersuchung institutioneller Mitverantwortung.


3. Verpflichtende Traumakompetenz-Ausbildung für Polizei, Staatsanwaltschaft, Richter:innen, Jugendämter und Gutachter:innen.
– Damit Opfer nicht länger in psychiatrischen Kategorien verschwinden, sondern als Zeugen systemischer Verbrechen anerkannt werden.


4. Gesetzlich garantierte unabhängige Opferschutzanwaltschaft.
– Mit Kontrollfunktion über Ermittlungsverzögerungen, Gutachten und Aktenführung.
– Mit Eingriffsrecht bei staatlicher Vernachlässigung oder Viktimisierung.


5. Bundesweites Rehabilitations- und Schutzprogramm für Überlebende komplexer Gewalt.
– Medizinische, psychologische, soziale und juristische Unterstützung als Einheit.
– Kein Almosen, sondern Wiedergutmachung.


6. Forschungsauftrag an das Bundesministerium der Justiz.
– Zur Erhebung der Dunkelziffer, Analyse institutioneller Täter-Opfer-Umkehr
und Erstellung eines „Weißbuchs struktureller Gewalt und staatlicher Komplizenschaft“.


7. Jährliche Berichtspflicht an GREVIO und den UN-Ausschuss gegen Folter (CAT).
– Damit niemand mehr sagen kann: „Wir wussten es nicht.“

Gesellschaftlicher Appell

Diese Petition ist kein Bitten,
sie ist eine Anklage.

Eine Anklage gegen das Schweigen, gegen das Wegsehen,
gegen ein System, das Täter schützt, weil es vor der Wahrheit Angst hat.

Ein Rechtsstaat, der die Sprache der Traumatisierten nicht versteht,
hat sein Gedächtnis verloren.
Ein Staat, der die Opfer lächerlich macht, hat seine Würde verloren.
Und eine Gesellschaft, die zusieht,
wie Kinder, Frauen und Männer systematisch gebrochen werden,
hat ihre Menschlichkeit verloren.

Deutschland steht an einem Scheideweg: Entweder wir schaffen eine Justiz, die die Wahrheit erträgt –
oder der Rechtsstaat selbst wird zum Tatort.

Schlussformel

Ich fordere den Deutschen Bundestag auf,

diese Petition öffentlich zu beraten,

die vorgeschlagenen Gesetzesinitiativen unverzüglich zu prüfen,

und eine interdisziplinäre Reformkommission einzusetzen,
die eine traumakompetente, geschlechtergerechte und menschenrechtsbasierte Justiz in Deutschland begründet.


Im Namen derer,
die überlebt haben –
und im Gedenken an die,
die im System gestorben sind.

Für Würde. Für Wahrheit. Für Gerechtigkeit.

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Johanna Huberth und 17 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Petition an den Deutschen Bundestag

Platz der Republik 1 – 11011 Berlin

Einleitung

Ich erhebe diese Petition im Namen all jener, deren Stimmen zum Schweigen gebracht, deren Seelen gebrochen
und deren Würde in den Akten der Justiz begraben werden.

In Deutschland existiert ein Schweigen, das lauter schreit als jede Tat. Frauen, Männer und Kinder werden psychisch, physisch und sexuell misshandelt –
nicht nur von Tätern, sondern durch ein System, das ihre Wahrheit nicht hören will.

Hinter Fassaden von Familie, Kirche, Schule, Klinik und Gericht
wirkt ein Netz organisierter, psychologisch gesteuerter Gewalt:
ein Zusammenspiel aus Manipulation, Schuld, Schweigen und institutioneller Blindheit.

Diese Gewalt hat viele Gesichter.
Sie zersetzt den Willen, zerlegt die Erinnerung, löscht Identität –
und sie wird bis heute nicht beim Namen genannt.

Während andere Nationen handeln, versteckt sich Deutschland hinter Formalien, Zuständigkeiten und Schweigen.
Das ist keine Unwissenheit.
Das ist Beihilfe durch Unterlassen.

Begründung

Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz:
Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Und doch wird sie täglich angetastet –
in Gerichtssälen, Jugendämtern, Kliniken und Gutachten,
wo die Wahrheit der Opfer als „Instabilität“ gilt
und Dissoziation als „Unglaubwürdigkeit“.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit der ICD-11 (6B41 – Komplexe PTBS)
wissenschaftlich anerkannt, dass extreme Gewalt zu Fragmentierung des Gedächtnisses führt.
Doch in Deutschland wird diese Tatsache juristisch ignoriert.
Das ist keine Lücke – das ist eine Form staatlicher Folter.

Wenn Täter ihre Opfer brechen – und der Staat sie ein zweites Mal zerstört, dann ist das systemische Gewalt, keine Tragödie.
Dann trägt der Rechtsstaat Blut an den Händen – unsichtbar, aber unauslöschlich.

Die Istanbul-Konvention (Art. 49–58) und die UN-Antifolterkonvention (CAT) verpflichten Deutschland,
Opfer zu schützen, Täter zu verfolgen und psychische Gewalt als Folter anzuerkennen.
Doch solange Ermittlungsbehörden traumatisierte Menschen nicht verstehen oder verstehen wollen, 
wird Wahrheit weiter bestraft – und Schweigen bleibt der letzte Zufluchtsort der Überlebenden.

Forderungen

1. Einführung eines Straftatbestands „psychische Versklavung / kontrollbasierte Gewalt“.
– Erfasst systematische, gruppen- oder familienbasierte Gewalt,
die durch Manipulation, Indoktrination, Drohung und seelische Zermürbung ausgeübt wird.
– Dieser Straftatbestand muss als Angriff auf die seelische Selbstbestimmung gelten –
eine moderne Form der Sklaverei.

2. Errichtung nationaler Ermittlungsstellen für organisierte und familiäre Gewaltstrukturen.
– Zusammengesetzt aus Fachleuten der Justiz, Kriminologie, Psychotraumatologie und Rechtsmedizin.
– Mit besonderer Befugnis zur Untersuchung institutioneller Mitverantwortung.


3. Verpflichtende Traumakompetenz-Ausbildung für Polizei, Staatsanwaltschaft, Richter:innen, Jugendämter und Gutachter:innen.
– Damit Opfer nicht länger in psychiatrischen Kategorien verschwinden, sondern als Zeugen systemischer Verbrechen anerkannt werden.


4. Gesetzlich garantierte unabhängige Opferschutzanwaltschaft.
– Mit Kontrollfunktion über Ermittlungsverzögerungen, Gutachten und Aktenführung.
– Mit Eingriffsrecht bei staatlicher Vernachlässigung oder Viktimisierung.


5. Bundesweites Rehabilitations- und Schutzprogramm für Überlebende komplexer Gewalt.
– Medizinische, psychologische, soziale und juristische Unterstützung als Einheit.
– Kein Almosen, sondern Wiedergutmachung.


6. Forschungsauftrag an das Bundesministerium der Justiz.
– Zur Erhebung der Dunkelziffer, Analyse institutioneller Täter-Opfer-Umkehr
und Erstellung eines „Weißbuchs struktureller Gewalt und staatlicher Komplizenschaft“.


7. Jährliche Berichtspflicht an GREVIO und den UN-Ausschuss gegen Folter (CAT).
– Damit niemand mehr sagen kann: „Wir wussten es nicht.“

Gesellschaftlicher Appell

Diese Petition ist kein Bitten,
sie ist eine Anklage.

Eine Anklage gegen das Schweigen, gegen das Wegsehen,
gegen ein System, das Täter schützt, weil es vor der Wahrheit Angst hat.

Ein Rechtsstaat, der die Sprache der Traumatisierten nicht versteht,
hat sein Gedächtnis verloren.
Ein Staat, der die Opfer lächerlich macht, hat seine Würde verloren.
Und eine Gesellschaft, die zusieht,
wie Kinder, Frauen und Männer systematisch gebrochen werden,
hat ihre Menschlichkeit verloren.

Deutschland steht an einem Scheideweg: Entweder wir schaffen eine Justiz, die die Wahrheit erträgt –
oder der Rechtsstaat selbst wird zum Tatort.

Schlussformel

Ich fordere den Deutschen Bundestag auf,

diese Petition öffentlich zu beraten,

die vorgeschlagenen Gesetzesinitiativen unverzüglich zu prüfen,

und eine interdisziplinäre Reformkommission einzusetzen,
die eine traumakompetente, geschlechtergerechte und menschenrechtsbasierte Justiz in Deutschland begründet.


Im Namen derer,
die überlebt haben –
und im Gedenken an die,
die im System gestorben sind.

Für Würde. Für Wahrheit. Für Gerechtigkeit.

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