

Für eine neue Aufklärung – Menschlichkeit statt Wettbewerbsdogma


Für eine neue Aufklärung – Menschlichkeit statt Wettbewerbsdogma
Das Problem
Begründung:
Unsere Demokratie lebt vom Vertrauen der Menschen ineinander und in ihre Institutionen. Doch dieses Vertrauen erodiert. Wie Oskar Negt schon vor Jahrzehnten warnte, wirken „Erosionskrisen“ bis in die Psyche der Menschen: in ihr Selbstwertgefühl, ihre Orientierung, ihr Miteinander.
Ein wesentlicher Grund: Die herrschende Wirtschaftstheorie vermittelt ein falsches Menschenbild. Sie setzt voraus, dass Menschen angstfrei, isoliert und immer rational handelnd agieren – und dass Wettbewerb automatisch das „beste Ergebnis“ hervorbringt. Diese Theorie prägt Politik, Gesetze und internationale Regeln, obwohl sie reale Machtverhältnisse, soziale Unterschiede und ökologische Grenzen völlig ausblendet. Pierre Bourdieu hat darauf hingewiesen, dass eine so legitimierte Ideologie nicht nur Solidarität zerstört, sondern den gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit die Demokratie selbst gefährdet.
Der Europarat hat schon 2015 betont: Gesellschaftlicher Fortschritt verlangt nach Schutz vor „rückschrittlichen Trends“, nach Sicherung sozialer Gerechtigkeit und nach Generationengerechtigkeit. Genau das Gegenteil bewirken derzeitige Politiken, die Wettbewerb und Wachstum zum obersten Prinzip erklären.
Unsere Forderungen:
1. Paradigmenwechsel in der Wirtschaftstheorie:
Politik darf sich nicht länger an überholten, weltfremden Modellen orientieren. Wir brauchen eine grundlegende Neuausrichtung des ökonomischen Denkens – hin zu einer Wissenschaft, die Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und reale Machtverhältnisse ernst nimmt.
2. Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken:
Wirtschaftliche Regeln müssen Gemeinschaft fördern, nicht Konkurrenz verschärfen. Strukturelle Ausgrenzung darf nicht länger als „Sachzwang“ oder „Naturgesetz“ dargestellt werden.
3. Neue Aufklärung ermöglichen:
Bildung, Medien und Wissenschaft müssen Machtstrukturen, Begriffe und Ideologien kritisch reflektieren. Demokratie lebt von Menschen, die sich ihres eigenen Verstandes und ihres Gewissens bedienen können – nicht von vorgefertigten Dogmen.
4. Orte des Miteinanders schaffen:
Wir brauchen vor Ort Räume, wo Demokratie erfahrbar bleibt: Schulen, Vereine, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen, Nachbarschaften. Orte, an denen Begegnung, Respekt und Zusammenarbeit wachsen können – jenseits von Marktlogik und Konkurrenzdruck.
5. Politische Verantwortung übernehmen:
Wir fordern die Bundesregierung auf, einen parteiübergreifenden Prozess für eine menschliche Ökonomie einzuleiten. Ziel muss ein Wirtschaftssystem sein, das dem Gemeinwohl dient – so menschlich, dass man es im Grunde nicht mehr „Kapitalismus“ nennen müsste.
Appell:
Deutschland hat eine besondere Verantwortung. Unser Land kann Vorbild sein – nicht durch ökonomische Macht, sondern durch Menschlichkeit. Wir brauchen jetzt Mut, den Paradigmenwechsel einzuleiten: weg vom Wettbewerbsdogma, hin zu einer Ökonomie des Zusammenhalts
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Das Problem
Begründung:
Unsere Demokratie lebt vom Vertrauen der Menschen ineinander und in ihre Institutionen. Doch dieses Vertrauen erodiert. Wie Oskar Negt schon vor Jahrzehnten warnte, wirken „Erosionskrisen“ bis in die Psyche der Menschen: in ihr Selbstwertgefühl, ihre Orientierung, ihr Miteinander.
Ein wesentlicher Grund: Die herrschende Wirtschaftstheorie vermittelt ein falsches Menschenbild. Sie setzt voraus, dass Menschen angstfrei, isoliert und immer rational handelnd agieren – und dass Wettbewerb automatisch das „beste Ergebnis“ hervorbringt. Diese Theorie prägt Politik, Gesetze und internationale Regeln, obwohl sie reale Machtverhältnisse, soziale Unterschiede und ökologische Grenzen völlig ausblendet. Pierre Bourdieu hat darauf hingewiesen, dass eine so legitimierte Ideologie nicht nur Solidarität zerstört, sondern den gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit die Demokratie selbst gefährdet.
Der Europarat hat schon 2015 betont: Gesellschaftlicher Fortschritt verlangt nach Schutz vor „rückschrittlichen Trends“, nach Sicherung sozialer Gerechtigkeit und nach Generationengerechtigkeit. Genau das Gegenteil bewirken derzeitige Politiken, die Wettbewerb und Wachstum zum obersten Prinzip erklären.
Unsere Forderungen:
1. Paradigmenwechsel in der Wirtschaftstheorie:
Politik darf sich nicht länger an überholten, weltfremden Modellen orientieren. Wir brauchen eine grundlegende Neuausrichtung des ökonomischen Denkens – hin zu einer Wissenschaft, die Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und reale Machtverhältnisse ernst nimmt.
2. Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken:
Wirtschaftliche Regeln müssen Gemeinschaft fördern, nicht Konkurrenz verschärfen. Strukturelle Ausgrenzung darf nicht länger als „Sachzwang“ oder „Naturgesetz“ dargestellt werden.
3. Neue Aufklärung ermöglichen:
Bildung, Medien und Wissenschaft müssen Machtstrukturen, Begriffe und Ideologien kritisch reflektieren. Demokratie lebt von Menschen, die sich ihres eigenen Verstandes und ihres Gewissens bedienen können – nicht von vorgefertigten Dogmen.
4. Orte des Miteinanders schaffen:
Wir brauchen vor Ort Räume, wo Demokratie erfahrbar bleibt: Schulen, Vereine, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen, Nachbarschaften. Orte, an denen Begegnung, Respekt und Zusammenarbeit wachsen können – jenseits von Marktlogik und Konkurrenzdruck.
5. Politische Verantwortung übernehmen:
Wir fordern die Bundesregierung auf, einen parteiübergreifenden Prozess für eine menschliche Ökonomie einzuleiten. Ziel muss ein Wirtschaftssystem sein, das dem Gemeinwohl dient – so menschlich, dass man es im Grunde nicht mehr „Kapitalismus“ nennen müsste.
Appell:
Deutschland hat eine besondere Verantwortung. Unser Land kann Vorbild sein – nicht durch ökonomische Macht, sondern durch Menschlichkeit. Wir brauchen jetzt Mut, den Paradigmenwechsel einzuleiten: weg vom Wettbewerbsdogma, hin zu einer Ökonomie des Zusammenhalts
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Petition am 23. September 2025 erstellt