Neuigkeiten August 2025:
"Niemand soll am Bordenauer See ausgeschlossen werden – aber niemand darf verdrängt werden, weil respektloses oder strafbares Verhalten den Raum bestimmt. Wir brauchen klare Regeln, damit der See ein sicherer und gemeinschaftlicher Ort für alle ist."
Als Neubürger hatte ich keinerlei Informationen über die am Bordenauer See bestehende Szene oder die Vorgeschichte dort. Für mich – wie für viele, die den See neu für sich entdecken – sind die Probleme und die langjährigen Entwicklungen rund um das Gelände völlig überraschend gewesen.
Mir ist wichtig zu betonen, dass ich keine Szene oder bestimmte Gruppe verurteile. Die Petition richtet sich ausdrücklich nicht gegen einzelne Vorlieben oder Lebensweisen, sondern setzt sich für einen respektvollen Umgang und die Nutzbarkeit des Bordenauer Sees für alle ein.
Ein Feedback mit Nachhall war:
„Einfach fern bleiben. Es ist seit Jahren bekannt, was da los ist ... und vor Jahren war masturbieren noch das kleinste Problem, da wurden sogar Pornos gedreht.“
Für mich und andere neue Bewohner war diese Vorgeschichte jedoch nicht bekannt. Besonders überraschend war zudem: Bei meiner eigenen Anzeige und mündlichen Aussage vor Kurzem wurde mir auf Nachfrage sogar bestätigt, dass „bislang nichts gemeldet wurde“. Das hat mich sehr verwundert – zumal mir von Menschen freundlich vermittelt wurde, eine einfache Anzeige reiche aus und alles Weitere, wie etwa eine Petition, würde als „zu viel“ angesehen werden. Offenbar besteht die Haltung, das Thema solle nicht öffentlich diskutiert oder größer gemacht werden, obwohl es allgemein bekannt ist. So entsteht der Eindruck, dass die Behörden von der tatsächlichen Problematik gar nichts erfahren und deshalb keine angemessenen Maßnahmen oder Veränderungen ergriffen werden.
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass in der Gemeinde bewusst auf Meldungen verzichtet wird. Hundehalter oder Pferdehalter fürchten offenbar, dass bei strengeren Regelungen oder zusätzlichem Druck am Ende der See ganz geschlossen oder der Zugang noch stärker eingeschränkt wird – und halten deshalb still. Nach dem Motto: „Je weniger wir auf Probleme aufmerksam machen, desto eher bleibt uns der Zugang als Hunde- oder Pferdehalter erhalten.“
Das Motto einiger Besucher am See scheint (so mein Eindruck) zu sein: „Wir werden alle nur geduldet – und deshalb dulden wir solche Vorfälle, damit unsere eigene Duldung erhalten bleibt.“
Aus Angst, dass strengere Regelungen oder zusätzliche Beschwerden am Ende zu Einschränkungen für Hundebesitzer, Pferdehalter oder andere Nutzer führen könnten, wird bewusst auf Meldungen verzichtet. So entsteht ein stilles Einvernehmen: Man toleriert problematisches Verhalten, um nicht die eigene Freiheit am See zu gefährden.
Doch genau diese Haltung verhindert, dass offensichtliche Missstände angegangen und gelöst werden. Damit bleibt der See zwar für verschiedene Gruppen zugänglich, verliert aber Stück für Stück an Lebensqualität, Sicherheit und dem gemeinsamen Miteinander, das ihn eigentlich ausmachen sollte.
Gerade für Neubürger, Familien und alle, die ein respektvolles Miteinander erwarten, darf ein Erholungsraum nicht durch inoffizielle Duldung oder jahrelange Nachsicht belastet werden. Offenheit, klare Regeln und Sicherheit sind unabdingbar, damit sich auch neue Bewohner und Gäste am Bordenauer See wohl und willkommen fühlen.
Mein Anliegen ist es, dass Lösungen gefunden werden, die den Respekt und die Rechte aller sichern – ohne dass aus Angst vor eigenen Nachteilen Verstöße einfach hingenommen werden.