Petition updateFür den Erhalt der Eltern-Kind-Treffs in Ulmer Jugendhäusern500 Unterschriften und eine klare Botschaft für die Eltern-Kind-Treffs in Ulm
Nadine Z.Ulm, Germany
Feb 3, 2026

Update: Danke für über 500 Stimmen – und Einordnung der aktuellen Rückmeldung der Stadt Ulm

Zunächst möchten wir uns von Herzen bei euch bedanken:

Über 500 Menschen haben diese Petition inzwischen unterschrieben. Das zeigt, wie vielen Familien die Eltern-Kind-Treffs am Herzen liegen. Danke für euren Zuspruch, eure Nachrichten, eure Geschichten und eure Solidarität.

Inzwischen hat sich die Stadt Ulm mit einer schriftlichen Rückmeldung gemeldet. Darin heißt es unter anderem, dass derzeit alle Eltern-Kind-Treffs „im Hinblick auf mögliche Doppelstrukturen innerhalb der jeweiligen Sozialräume“ überprüft würden. Ziel sei eine „fachlich sinnvolle und zukunftsfähige Angebotsstruktur“, nicht die ersatzlose Streichung von Eltern-Kind-Treffs. Jeder Standort werde einzeln betrachtet, und für das Jugendhaus Büchse (Stadtmitte) befinde man sich aktuell in einer fachlichen Prüfung.

Diese Rückmeldung möchten wir transparent einordnen.

Der Begriff „Doppelstrukturen“ ist aus Sicht vieler Eltern nicht nachvollziehbar. In der Praxis finden die Eltern-Kind-Treffs in Familienzentren und Jugendhäusern nicht parallel, sondern an unterschiedlichen Tagen statt. Gerade in der Stadtmitte bedeutet das nicht doppelte Angebote zur gleichen Zeit, sondern im Gegenteil: zwei wöchentliche Anlaufstellen für Eltern mit Kindern bis 3 Jahren, die sich sinnvoll ergänzen. 

Überraschend ist für viele Eltern auch, dass nun „Doppelstrukturen“ als Begründung genannt werden. In der ursprünglichen Kommunikation zur geplanten Streichung des Treffs im Jugendhaus Büchse wurde dies nicht angeführt. Stattdessen wurde vermittelt, dass Eltern-Kind-Treffs grundsätzlich nicht in Jugendhäuser gehörten. Genau auf diese Aussage bezieht sich die Petition – und genau deshalb haben sich so viele Eltern zu Wort gemeldet.

Besonders wichtig ist uns auch der Punkt „nicht ersatzlos streichen“. Aus Elternperspektive war die Situation zunächst eine andere: Der letzte Treff im Jugendhaus Büchse war kurzfristig für Mitte Dezember angekündigt worden, ohne dass eine konkrete Alternative benannt wurde.

Für viele hätte dies faktisch bedeutet, dass in der Stadtmitte statt zwei wöchentlichen Treffs nur noch ein Treff im Familienzentrum geblieben wäre. Für Eltern war dies sehr wohl ein ersatzloser Wegfall.

Wir sind überzeugt: Eltern-Kind-Treffs in Jugendhäusern und in Familienzentren haben unterschiedliche Stärken. Sie sind nicht austauschbar, sondern ergänzen sich. Jugendhäuser bieten oft mehr Platz, Bewegungsfreiheit, niedrigschwellige Verpflegung wie Frühstück und eine Atmosphäre, die besonders für mobile Kleinkinder und ihre Eltern entlastend ist. Vorallem Mütter, die die Hauptnutzerinnen dieser Angebote sind, haben genau das immer wieder geschildert.

Bedauerlich ist aus unserer Sicht außerdem, dass trotz mehrfacher Bitte bisher keine Verantwortlichen vor Ort waren – weder in den Jugendhäusern noch in den Familienzentren. Gerade wenn von einer „zukunftsfähigen Angebotsstruktur“ gesprochen wird, halten wir es für notwendig, sich die Situation praktisch anzuschauen und mit den Eltern ins Gespräch zu gehen. Zukunftsfähige Angebote können aus unserer Sicht nur gemeinsam mit denen entstehen, die sie nutzen.

Ein wichtiges Signal möchten wir dennoch festhalten:

Der Eltern-Kind-Treff im Jugendhaus Büchse findet vorerst weiterhin mittwochs von 9-12 Uhr statt. Das werten wir als einen ersten Erfolg – auch dank eures Engagements. Dafür sind wir dankbar. Gleichzeitig ist klar: Eine dauerhafte Entscheidung steht noch aus.

Wir bleiben deshalb dran.

Und wir laden alle Eltern herzlich ein mit uns die Eltern-Kind-Treffs zu besuchen.


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