Für bessere Lebensbedingungen von Geflüchteten – Schließung des Camps in Tegel

Das Problem

Wir fordern die sofortige Schließung des Geflüchtetenlagers in Berlin-Tegel!

Das Lager in Berlin-Tegel ist nicht nur eine Schande für das Land Berlin, sondern auch ein Symbol für das Versagen unseres Umgangs mit Geflüchteten. Das Land Berlin gibt fast eine halbe Milliarde Euro pro Jahr für den Betrieb dieser Einrichtung aus, während die Bedingungen, unter denen die Menschen dort leben müssen, menschenunwürdig sind. Für jede geflüchtete Person in Tegel entstehen täglich Kosten von bis zu 250 Euro – eine Summe, die ausreichen würde, um ihnen eine Unterkunft in einem Hotel mit Vollpension und angemessener Betreuung zu bieten. Stattdessen sind sie in überfüllten Zelten untergebracht, ohne Privatsphäre, mit minimaler hygienischer Versorgung und gravierenden Sicherheitsproblemen.

Unmenschliche Lebensbedingungen und fehlende Sicherheit:

  • Die Bewohner:innen in Tegel teilen sich oft 16 Toiletten für 700 Personen, viele Duschen sind kaputt, und die hygienischen Zustände sind katastrophal. Bettwanzen, Ratten und andere Ungeziefer sind an der Tagesordnung.
  • Sicherheitskräfte, die mit der Überwachung der Menschen beauftragt sind, werden immer wieder der Inkompetenz und des Missbrauchs beschuldigt. Es gibt zahlreiche Berichte über Rassismus, nächtliche Überfälle auf Zelte und Misshandlungen. Anstatt Schutz zu bieten, tragen diese Sicherheitskräfte zu einem Klima der Angst und Unsicherheit bei.
  • Die psychologische Betreuung der Bewohner:innen ist völlig unzureichend, was besonders für Menschen mit Traumata, die aus Kriegsgebieten geflüchtet sind, fatal ist.

Verschwendung von Ressourcen

  • Die immensen Summen, die in den Betrieb dieses Lagers fließen, stehen in keinem Verhältnis zu den miserablen Bedingungen vor Ort. Die Gewinne der beauftragten Firmen wie Teamflex Solutions und Messe Berlin haben sich vervielfacht, während die Menschen in Tegel in menschenunwürdigen Verhältnissen ausharren müssen.
  • Bürokratische Hürden und ineffiziente Strukturen verschärfen die Situation: Geflüchtete warten monatelang auf Termine bei Behörden, die für ihre Integration notwendig sind. Ohne diese Termine können sie weder arbeiten noch eine angemessene Unterkunft finden.

Kinder und Bildung

  • Viele Kinder in Tegel haben keinen Zugang zu regulärem Schulunterricht, und die angebotenen Freizeitaktivitäten sind selten verfügbar. Diese Kinder verlieren wertvolle Zeit für ihre Bildung und persönliche Entwicklung – Zeit, die sie nicht nur für ihre Zukunft in Deutschland, sondern auch für eine mögliche Rückkehr und den Wiederaufbau ihrer Heimat dringend benötigen.
  • Die fehlende Bildung und Integration führt dazu, dass eine Generation junger Menschen in einem Zustand des Stillstands gehalten wird. Sie werden ihrer Zukunft beraubt, weil sie in einem Lager aufwachsen müssen, das ihnen keine Perspektiven bietet.


Politische Verantwortung und Forderung nach einem Plan:

  • Es ist nicht nur die Berliner Landesregierung, die versagt. Dieses Lager ist ein Symbol für die Missstände in der gesamten deutschen Geflüchtetenpolitik. Anstatt Tegel als „Vorzeigeeinrichtung“ zu präsentieren, müssen wir die Realität anerkennen: Tegel ist ein Ort des Versagens und der Ausbeutung.
  • Die Berliner Landesregierung weiß um die katastrophalen Zustände, aber anstatt Lösungen zu finden, werden weiterhin immense Summen in dieses Provisorium gesteckt. Für 2025 sind erneut fast eine halbe Milliarde Euro eingeplant – für ein Lager, das niemand will und das niemandem wirklich hilft.

Unsere Forderungen

  • Wir erwarten einen klaren und umsetzbaren Plan, wie die Priorität gesichert wird, dass die Menschen in Tegel ihre Dokumente und Aufenthaltsgenehmigungen erhalten, umziehen können und sich auf Jobs bewerben können. Die bürokratischen Hürden müssen abgebaut und die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden, damit diese Menschen endlich die Chance bekommen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
  • Es müssen sofort Schritte eingeleitet werden, um das Lager nach und nach zu leeren und sicherzustellen, dass es nicht länger als langfristige Lösung gesehen wird. Die Gelder, die derzeit in den Betrieb von Tegel fließen, sollten in den Bau und die Bereitstellung geeigneter Unterkünfte, in Bildungsprogramme und in die Integration der Menschen investiert werden.

Unser Appell: Tegel muss geschlossen werden! Die Geflüchteten verdienen es, in einer sicheren, menschenwürdigen Umgebung untergebracht zu werden, die ihnen eine echte Zukunftsperspektive bietet. Setzen Sie sich gemeinsam mit uns dafür ein, dass das Lager in Tegel geschlossen und durch humane Alternativen ersetzt wird. Lassen Sie uns verhindern, dass weitere Menschen durch die untragbaren Bedingungen in Tegel leiden müssen!

 

 

Zusammenfassung der Gesamtkosten für das Lager Tegel:

  • Fast eine halbe Milliarde Euro pro Jahr.
  • Rotes Kreuz und Helfer: 216 Millionen Euro für 2024.
  • Miete und Betrieb der Zelte: 90 Millionen Euro für 45 Zelte, die dem Land nicht gehören. Kosten pro Quadratmeter Zelt und Monat: rund 200 Euro (mit Reinigung, ohne Wasser, Strom, Heizung).
  • Sicherheitsdienst: 85 Millionen Euro für 2024, plus 46 Millionen Euro für die geplante Kapazitätserweiterung.
    • Kosten pro Geflüchtetem für Sicherheit: 1500 Euro pro Monat bei einer Belegung von 5000 Menschen.
    • Personalkosten: Durchschnittlicher Personalaufwand pro Mitarbeiter der Sicherheitsfirma (Teamflex Solutions) beträgt 24.000 Euro im Jahr, während für jeden der 546 Mitarbeiter Kosten von 155.000 Euro pro Jahr berechnet werden.
  • Tägliche Kosten pro Geflüchtetem: Bei einer Auslastung von bis zu 7000 Menschen betragen die Kosten pro Tag zwischen 180 und 250 Euro. Damit könnte jeder Geflüchtete in einem Hotel mit Vollpension untergebracht werden.
  • Gewinne der beauftragten Firmen:
    • Teamflex Solutions: Verzehnfachung des Gewinns bei gleichzeitiger Reduzierung des Personalaufwands.
    • Messe Berlin: Umsatzrendite fast verdoppelt, operatives Ergebnis um fast zehn Millionen Euro höher als 2019.

Quelle: SPIEGEL: "Flüchtlingsunterkunft Berlin-Tegel: Ein Ort des Chaos und der Millionen-Geschäfte" 15.09.2024

Weitere Quellen: 
Taz: Das Leiden ist gewollt; 09.08.2024

RBB: "Tegel ist kein Ort, den sich irgendjemand wünscht", 08.12.2023

BZ: Flüchtlingszentrum Tegel kostet jeden Tag 1,17 Millionen Euro!, 04.12.2023

ND: Tegel: »Größte, teuerste und schlechteste Unterkunft in Berlin«, 07.05.2024

Tagesspiegel: Update Drohungen, Tätlichkeit, Kontrollen: Massive Beschwerden über Sicherheitskräfte im Ankunftszentrum Berlin-Tegel, 27.09.2023

Flüchtlingsrat Berlin: Beschwerden aus dem Lagerkomplex auf dem Ex-Flughafen Tegel bestätigen katastrophale Zustände, 19.09.2023

Arte: Schwere Vorwürfe gegen das Ankunftszentrum in Berlin Tegel

RBB: 55 Security-Mitarbeiter im Ankunftszentrum Tegel müssen Dienst sofort beenden, 04.12.2023

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Nora BaumPetitionsstarter*in

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Das Problem

Wir fordern die sofortige Schließung des Geflüchtetenlagers in Berlin-Tegel!

Das Lager in Berlin-Tegel ist nicht nur eine Schande für das Land Berlin, sondern auch ein Symbol für das Versagen unseres Umgangs mit Geflüchteten. Das Land Berlin gibt fast eine halbe Milliarde Euro pro Jahr für den Betrieb dieser Einrichtung aus, während die Bedingungen, unter denen die Menschen dort leben müssen, menschenunwürdig sind. Für jede geflüchtete Person in Tegel entstehen täglich Kosten von bis zu 250 Euro – eine Summe, die ausreichen würde, um ihnen eine Unterkunft in einem Hotel mit Vollpension und angemessener Betreuung zu bieten. Stattdessen sind sie in überfüllten Zelten untergebracht, ohne Privatsphäre, mit minimaler hygienischer Versorgung und gravierenden Sicherheitsproblemen.

Unmenschliche Lebensbedingungen und fehlende Sicherheit:

  • Die Bewohner:innen in Tegel teilen sich oft 16 Toiletten für 700 Personen, viele Duschen sind kaputt, und die hygienischen Zustände sind katastrophal. Bettwanzen, Ratten und andere Ungeziefer sind an der Tagesordnung.
  • Sicherheitskräfte, die mit der Überwachung der Menschen beauftragt sind, werden immer wieder der Inkompetenz und des Missbrauchs beschuldigt. Es gibt zahlreiche Berichte über Rassismus, nächtliche Überfälle auf Zelte und Misshandlungen. Anstatt Schutz zu bieten, tragen diese Sicherheitskräfte zu einem Klima der Angst und Unsicherheit bei.
  • Die psychologische Betreuung der Bewohner:innen ist völlig unzureichend, was besonders für Menschen mit Traumata, die aus Kriegsgebieten geflüchtet sind, fatal ist.

Verschwendung von Ressourcen

  • Die immensen Summen, die in den Betrieb dieses Lagers fließen, stehen in keinem Verhältnis zu den miserablen Bedingungen vor Ort. Die Gewinne der beauftragten Firmen wie Teamflex Solutions und Messe Berlin haben sich vervielfacht, während die Menschen in Tegel in menschenunwürdigen Verhältnissen ausharren müssen.
  • Bürokratische Hürden und ineffiziente Strukturen verschärfen die Situation: Geflüchtete warten monatelang auf Termine bei Behörden, die für ihre Integration notwendig sind. Ohne diese Termine können sie weder arbeiten noch eine angemessene Unterkunft finden.

Kinder und Bildung

  • Viele Kinder in Tegel haben keinen Zugang zu regulärem Schulunterricht, und die angebotenen Freizeitaktivitäten sind selten verfügbar. Diese Kinder verlieren wertvolle Zeit für ihre Bildung und persönliche Entwicklung – Zeit, die sie nicht nur für ihre Zukunft in Deutschland, sondern auch für eine mögliche Rückkehr und den Wiederaufbau ihrer Heimat dringend benötigen.
  • Die fehlende Bildung und Integration führt dazu, dass eine Generation junger Menschen in einem Zustand des Stillstands gehalten wird. Sie werden ihrer Zukunft beraubt, weil sie in einem Lager aufwachsen müssen, das ihnen keine Perspektiven bietet.


Politische Verantwortung und Forderung nach einem Plan:

  • Es ist nicht nur die Berliner Landesregierung, die versagt. Dieses Lager ist ein Symbol für die Missstände in der gesamten deutschen Geflüchtetenpolitik. Anstatt Tegel als „Vorzeigeeinrichtung“ zu präsentieren, müssen wir die Realität anerkennen: Tegel ist ein Ort des Versagens und der Ausbeutung.
  • Die Berliner Landesregierung weiß um die katastrophalen Zustände, aber anstatt Lösungen zu finden, werden weiterhin immense Summen in dieses Provisorium gesteckt. Für 2025 sind erneut fast eine halbe Milliarde Euro eingeplant – für ein Lager, das niemand will und das niemandem wirklich hilft.

Unsere Forderungen

  • Wir erwarten einen klaren und umsetzbaren Plan, wie die Priorität gesichert wird, dass die Menschen in Tegel ihre Dokumente und Aufenthaltsgenehmigungen erhalten, umziehen können und sich auf Jobs bewerben können. Die bürokratischen Hürden müssen abgebaut und die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden, damit diese Menschen endlich die Chance bekommen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
  • Es müssen sofort Schritte eingeleitet werden, um das Lager nach und nach zu leeren und sicherzustellen, dass es nicht länger als langfristige Lösung gesehen wird. Die Gelder, die derzeit in den Betrieb von Tegel fließen, sollten in den Bau und die Bereitstellung geeigneter Unterkünfte, in Bildungsprogramme und in die Integration der Menschen investiert werden.

Unser Appell: Tegel muss geschlossen werden! Die Geflüchteten verdienen es, in einer sicheren, menschenwürdigen Umgebung untergebracht zu werden, die ihnen eine echte Zukunftsperspektive bietet. Setzen Sie sich gemeinsam mit uns dafür ein, dass das Lager in Tegel geschlossen und durch humane Alternativen ersetzt wird. Lassen Sie uns verhindern, dass weitere Menschen durch die untragbaren Bedingungen in Tegel leiden müssen!

 

 

Zusammenfassung der Gesamtkosten für das Lager Tegel:

  • Fast eine halbe Milliarde Euro pro Jahr.
  • Rotes Kreuz und Helfer: 216 Millionen Euro für 2024.
  • Miete und Betrieb der Zelte: 90 Millionen Euro für 45 Zelte, die dem Land nicht gehören. Kosten pro Quadratmeter Zelt und Monat: rund 200 Euro (mit Reinigung, ohne Wasser, Strom, Heizung).
  • Sicherheitsdienst: 85 Millionen Euro für 2024, plus 46 Millionen Euro für die geplante Kapazitätserweiterung.
    • Kosten pro Geflüchtetem für Sicherheit: 1500 Euro pro Monat bei einer Belegung von 5000 Menschen.
    • Personalkosten: Durchschnittlicher Personalaufwand pro Mitarbeiter der Sicherheitsfirma (Teamflex Solutions) beträgt 24.000 Euro im Jahr, während für jeden der 546 Mitarbeiter Kosten von 155.000 Euro pro Jahr berechnet werden.
  • Tägliche Kosten pro Geflüchtetem: Bei einer Auslastung von bis zu 7000 Menschen betragen die Kosten pro Tag zwischen 180 und 250 Euro. Damit könnte jeder Geflüchtete in einem Hotel mit Vollpension untergebracht werden.
  • Gewinne der beauftragten Firmen:
    • Teamflex Solutions: Verzehnfachung des Gewinns bei gleichzeitiger Reduzierung des Personalaufwands.
    • Messe Berlin: Umsatzrendite fast verdoppelt, operatives Ergebnis um fast zehn Millionen Euro höher als 2019.

Quelle: SPIEGEL: "Flüchtlingsunterkunft Berlin-Tegel: Ein Ort des Chaos und der Millionen-Geschäfte" 15.09.2024

Weitere Quellen: 
Taz: Das Leiden ist gewollt; 09.08.2024

RBB: "Tegel ist kein Ort, den sich irgendjemand wünscht", 08.12.2023

BZ: Flüchtlingszentrum Tegel kostet jeden Tag 1,17 Millionen Euro!, 04.12.2023

ND: Tegel: »Größte, teuerste und schlechteste Unterkunft in Berlin«, 07.05.2024

Tagesspiegel: Update Drohungen, Tätlichkeit, Kontrollen: Massive Beschwerden über Sicherheitskräfte im Ankunftszentrum Berlin-Tegel, 27.09.2023

Flüchtlingsrat Berlin: Beschwerden aus dem Lagerkomplex auf dem Ex-Flughafen Tegel bestätigen katastrophale Zustände, 19.09.2023

Arte: Schwere Vorwürfe gegen das Ankunftszentrum in Berlin Tegel

RBB: 55 Security-Mitarbeiter im Ankunftszentrum Tegel müssen Dienst sofort beenden, 04.12.2023

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