Antwort der CDU: Ein typischer Fall von "too little, too late".


Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, liebe Unterzeichner,
gestern erhielt ich von Frau Astrid Burholt von der CDU beigefügte Antwort.
Immerhin hat sich Frau Burholt die Mühe gemacht, auf jede unserer Forderungen einzugehen, während die Grünen uns ja lediglich auf ihre Website verwiesen haben und von der SPD – die ja ausdrücklich mit "Respekt" wirbt – bisher gar keine Antwort kam.
Enttäuschend ist allerdings, dass Frau Burholt zwar aus dem gemeinsamen Wahlprogramm von CDU und CSU u.a. den Satz "Eine Trennung der Eltern darf kein Beziehungsende für Kinder sein" zitiert, aber im Weiteren kaum Bereitschaft der CDU erkennen lässt, an den Mechanismen und Anreizen, welche die Eltern-Kind-Entfremdung ermöglichen und begünstigen, wirkungsvolle Änderungen vorzunehmen.
Stellenweise lassen Frau Burholts Ausführungen auch einen gewissen Mangel an Kenntnissen über die Realität in der großen Mehrheit der Fälle in der sogenannten Familienrechtsprechung vermuten, wie z.B. in dem Satz "Schon heute üben Gerichte auf hochstittige Eltern Druck aus, an einer Mediation teilzunehmen".
Wir haben somit, wie ja auch nicht anders zu erwarten war, von keinem der Kanzlerkandidaten eine konkrete Zusage zu auch nur einer einzigen unserer Forderungen!
Dennoch ist es nicht gleichgültig, wer Bundeskanzler wird, da dieser ja die Bundesminister ernennt. Besonders die Leitung des Bundesministeriums für alle außer für Männer sowie des Justizministeriums könnte für die Entwicklung der Familienrechtsprechung in Deutschland entscheidend sein.
Von allen Parteien, welche aller Voraussicht nach bei der Bildung einer Regierungskoalition eine Rolle spielen werden, gibt es nach wie vor nur eine einzige, welche konkret die Paritätische Doppelresidenz als gesetzliches Leitbild fordert. Ein entsprechendes Gesetz wäre eine wesentliche Voraussetzung für eine der Eltern-Kind-Entfremdung entgegenwirkende Rechtsprechung.
Daher bin ich mir sicher, dass wir alle bei der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag die richtige Entscheidung treffen werden!
Mit solidarischen Grüßen
Torsten Sommer