Ergänzung zum Text des Offenen Briefes

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, liebe Unterstützer,
ich wurde darauf hingewiesen – und bedanke mich bei dieser Gelegenheit herzlich für den Hinweis – , dass einige Personen, die selbst keine betroffenen Eltern sind, unseren Offenen Brief gerne unterzeichnet hätten, aber da eingangs davon die Rede ist, dass es sich bei den Unterzeichnern um entfremdete Elternteile handle, sie dies nicht guten Gewissens unterschreiben könnten.
Es ist natürlich vollkommen richtig, nicht als betroffener Elternteil zu unterschreiben, wenn man keiner ist. Auch möchten viele Großeltern oder andere Verwandte der von Eltern-Kind-Entfremdung Betroffenen unseren Brief unterstützen.
Um diesem Personenkreis die Möglichkeit dazu geben, habe ich mir erlaubt, den einleitenden Absatz entsprechend zu ergänzen. Es gehört natürlich nicht zu meinen Gepflogenheiten, einen bereits von Anderen unterzeichneten Text zu ändern, aber in diesem Fall glaube ich, diese Ergänzung vornehmen zu können, ohne dadurch die bisherigen Unterzeichner in die Lage zu bringen, ihre Unterschrift unter einen Text gesetzt zu haben, mit dem sie sich nach dieser Ergänzung nicht mehr vereinbaren könnten.
Hier ist zunächst der bisherige Text der Einleitung:
"wir, die Unterzeichner dieses Briefes, sind Elternteile, die nach Trennung oder Scheidung aus dem Leben unserer Kinder ausgrenzt wurden. Da uns niemand wichtiger ist als unsere Kinder, und daher für uns die mit unserem Kontakt zu unseren Kindern zusammenhängenden politischen Fragen Vorrang vor allen anderen haben, werden wir unser Wahlverhalten davon abhängig machen, von welchem Kanzlerkandidaten, und wir benutzen dieses Wort genderneutral, wir am ehesten erwarten können, die Verhältnisse, die zu unserer Ausgrenzung aus dem Leben unserer Kinder geführt haben, grundlegend zu ändern. Deshalb erlauben wir uns, die folgenden fünf Fragen an Sie zu richten."
Diesen habe ich heute durch den folgenden Text ersetzt:
"wir, die Unterzeichner dieses Briefes, sind entweder Elternteile, die nach Trennung oder Scheidung aus dem Leben unserer Kinder ausgegrenzt wurden, oder sind Erwachsene, die als Kind von einem Elternteil entfremdet wurden, oder haben betroffene Kinder oder Elternteile im Kreise unserer Verwandten, Freunde oder Bekannten.
Da uns nichts wichtiger ist als das Wohl der betroffenen Kinder, und daher für uns die mit dem Kontakt zwischen Kindern und Eltern zusammenhängenden politischen Fragen Vorrang vor allen anderen haben, werden wir unser Wahlverhalten davon abhängig machen, von welchem Kanzlerkandidaten, und wir benutzen dieses Wort genderneutral, wir am ehesten erwarten können, die Verhältnisse, die zu der hohen Zahl der Eltern-Kind-Entfremdungen geführt haben, grundlegend zu ändern. Deshalb erlauben wir uns, die folgenden fünf Fragen an Sie zu richten."
Durch diese Änderung erweitert sich der Kreis der Personen, welche unseren Brief unterzeichnen können, und dadurch erhöht sich auch die Aussicht auf Erfolg für uns alle. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass diese Änderung auch in Ihrem Sinne ist.
Bedenken, die an mich herangetragen wurden, ob dieser Brief angenommen werden wird, kann ich zerstreuen, da es sich ja, obwohl bei Change Org alles Petition heißt, nicht um eine Petition im üblichen Sinne, sondern um einen Offenen Brief handelt, den wir an die Adressaten senden werden, unabhängig davon, ob sie ihn nun annehmen wollen oder nicht. Das Offene an einem Offenen Brief manifestiert sich auch darin, dass wir diesen auch an möglichst viele Vertreter der Medien senden werden. Damit sollten wir beginnen, sobald wir eine vierstellige Zahl von Unterzeichnern erreicht haben.
Helfen Sie deshalb bitte auch weiterhin mit, möglichst viele Menschen auf unseren Brief aufmerksam zu machen und um ihre Unterstützung zu bitten!
Mit solidarischen Grüßen
Torsten H. Sommer