Barcelona Erklärung: Migranten Zu Arbeitsplatzschaffenden Machen


Barcelona Erklärung: Migranten Zu Arbeitsplatzschaffenden Machen
Das Problem
ESP/ TUR/ PORT/ POL/ IT/ FR/ ENG
Aufruf zum Handeln zur Unterstützung des Unternehmertums von Migranten, um die soziale Integration zu erleichtern und Beschäftigungsmöglichkeiten für alle zu schaffen
Europa steht aufgrund der Einwanderung vor großen sozialen Herausforderungen. Laut Eurostat betrug die Zahl der Staatsangehörigen eines Drittlandes und Wohnsitzes in der EU im Jahr 2018 22,3 Millionen. Der Eurobarometer gibt an, dass die Einwanderung für 38 % der europäischen Bürger nach wie vor das wichtigste Thema ist. Die europäische Gesellschaft muss dieses Problem beruhend auf den Grundwerten der Europäischen Union – insbesondere der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte – und ihrer Verpflichtung zur Umsetzung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung angehen.
Wir möchten das große unternehmerische Potenzial von Migranten hervorheben. Menschen, die ihre Heimatländer verlassen und einen Weg voller Unsicherheiten, Risiken, Hindernisse und Gefahren einschlagen, sind mental dazu bereit, sich der Herausforderung zu stellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass Migranten doppelt so viel zum Unternehmertum beitragen wie einheimische Bürger und zudem erfolgreichere Unternehmen gründen.
Wir möchten darüber hinaus die Vorteile hervorheben, die das unternehmerische Potenzial von Migranten für den sozioökonomischen Reichtum in Europa freisetzt. Erstens erzeugen Migranten als Unternehmer neue wirtschaftliche Aktivitäten, die neue Arbeitsplätze schaffen. Zweitens bringen Migranten neues Know-how und Fachwissen ein, das die lokale Unternehmerschaft bereichert. Drittens schaffen von Migranten geführte Unternehmen Verbindungen zu ihren Herkunftsländern und eröffnen neue Märkte. Schließlich erleichtert das Unternehmertum die Integration der Migrantengemeinschaften in das alltägliche Leben und stärkt den sozialen Zusammenhalt.
Migranten kämpfen jedoch mit Barrieren, die Einheimische nicht beeinträchtigen, wenn sie versuchen, ihr eigenes Unternehmen in der Europäischen Union zu gründen. Dazu zählen unter anderem restriktive Verwaltungsvorschriften, begrenzte Kenntnisse über die Rahmenbedingungen für Unternehmen, kulturelle Unterschiede, Mangel an Sozialkapital, Finanzierungsbeschränkungen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Es ist an der Zeit, alle betroffenen Akteure, die an der Umsetzung wirksamer Maßnahmen zur Beseitigung solcher Hindernisse mitwirken, zusammenzubringen, um die Chancengleichheit für Unternehmer mit Migrationshintergrund zu gewährleisten. Die Unternehmensgründung sollte ihnen helfen, ihre Berufung auszuüben, ihr berufliches Potenzial zu entfalten, Arbeitsplätze zu schaffen, sich in der europäischen Gesellschaft niederzulassen und einen Mehrwert für deren Wirtschaft zu schaffen.
AUFRUF ZUM HANDELN
Wir rufen die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Migranten die Gründung neuer Unternehmen zu erleichtern, die verschiedenen in der Europäischen Union bestehenden Vorschriften zu homogenisieren und die Verwaltungsverfahren zum Erhalt der richtigen Genehmigungen zu straffen, um das Potenzial neuer Technologien nutzen zu können.
Wir rufen öffentliche Stellen, politische Parteien und Wirtschaftsverbände dazu auf, klare Aussagen und Maßnahmen gegen Rassismus und fremdenfeindliches Verhalten zu verstärken sowie die Beteiligung von Unternehmern mit Migrationshintergrund und deren repräsentativen Institutionen an der Definition, Umsetzung und Bewertung von Unternehmertum, Migrationsrichtlinien und Unterstützungsmaßnahmen zu fördern.
Wir rufen Unternehmer mit Migrationshintergrund, die bereits erfolgreich ein Unternehmen gegründet haben, auf, sich aktiv an Institutionen in Verbindung mit Unternehmertum und Migration zu beteiligen, ihre Erfahrungen auszutauschen, Vorbilder für andere zu werden und Netzwerke zu fördern, die die soziale Integration von Neuankömmlingen erleichtern.
Wir rufen die Medien in ganz Europa dazu auf, die Erfolgsgeschichten von Unternehmern mit Migrationshintergrund sichtbar zu machen, das Unternehmertum in ihren Gemeinschaften zu fördern, die Wahrnehmung der einheimischen Bevölkerung zu verbessern und die Integration zu ermöglichen.
Wir rufen öffentliche Verwaltungen und Finanzbehörden dazu auf, mehr Ressourcen in integrative und soziale Unternehmerprogramme zu investieren, um nachhaltige Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Finanzinstrumente auszubauen, die Unternehmer mit Migrationshintergrund bei der Gründung und dem Wachstum ihrer Unternehmen unterstützen, wie z.B. Unternehmerschulungen, Mikrofinanzierung und Freiwilligenbetreuung.
Wir rufen Organisationen zur Unterstützung des Unternehmertums dazu auf, sich verstärkt auf Migranten zu konzentrieren, deren Teilnahme an Unternehmerprogrammen zu fördern, auf deren spezifische Bedürfnisse zugeschnittene Serviceleistungen anzubieten und Menschen mit Migrationshintergrund als Berater, Trainer und Mentoren einzubeziehen.
Wir rufen Finanzinstitute dazu auf, Unternehmern mit Migrationshintergrund den Zugang zu den Ressourcen zu ermöglichen, die sie für die Gründung und das Wachstum ihres Unternehmens benötigen, Ad-hoc-Finanzprodukte zu entwickeln, die deren Bedürfnissen entsprechen, das Potenzial anstelle der mangelnden Kreditwürdigkeit in den Mittelpunkt zu stellen und die Verfahren zur Mittelbeschaffung zu straffen.
Wir rufen alle Verbraucher und Nutzer dazu auf, die Produkte und Dienstleistungen von Unternehmern mit Migrationshintergrund anzuerkennen, sie in ihre Kaufentscheidungen einzubeziehen und ihnen so zu helfen, einen Kundenstamm aufzubauen.
Wenn alle betroffenen Akteure zusammenarbeiten, um das Potenzial von Unternehmern mit Migrationshintergrund anzuerkennen, Migranten die Selbstständigkeit zu ermöglichen, Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Fähigkeiten sowie Finanzinstrumente zu fördern und Migranten so bei der Gründung und dem Aufbau eigener Unternehmen zu unterstützen sowie erfolgreichen Migranten Sichtbarkeit zu verschaffen, dann sind wir davon überzeugt, dass die europäische Gesellschaft stärker, gerechter, integrativer, internationalisierter und mit mehr Arbeitsplätzen für alle sein wird.

Das Problem
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Aufruf zum Handeln zur Unterstützung des Unternehmertums von Migranten, um die soziale Integration zu erleichtern und Beschäftigungsmöglichkeiten für alle zu schaffen
Europa steht aufgrund der Einwanderung vor großen sozialen Herausforderungen. Laut Eurostat betrug die Zahl der Staatsangehörigen eines Drittlandes und Wohnsitzes in der EU im Jahr 2018 22,3 Millionen. Der Eurobarometer gibt an, dass die Einwanderung für 38 % der europäischen Bürger nach wie vor das wichtigste Thema ist. Die europäische Gesellschaft muss dieses Problem beruhend auf den Grundwerten der Europäischen Union – insbesondere der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte – und ihrer Verpflichtung zur Umsetzung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung angehen.
Wir möchten das große unternehmerische Potenzial von Migranten hervorheben. Menschen, die ihre Heimatländer verlassen und einen Weg voller Unsicherheiten, Risiken, Hindernisse und Gefahren einschlagen, sind mental dazu bereit, sich der Herausforderung zu stellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass Migranten doppelt so viel zum Unternehmertum beitragen wie einheimische Bürger und zudem erfolgreichere Unternehmen gründen.
Wir möchten darüber hinaus die Vorteile hervorheben, die das unternehmerische Potenzial von Migranten für den sozioökonomischen Reichtum in Europa freisetzt. Erstens erzeugen Migranten als Unternehmer neue wirtschaftliche Aktivitäten, die neue Arbeitsplätze schaffen. Zweitens bringen Migranten neues Know-how und Fachwissen ein, das die lokale Unternehmerschaft bereichert. Drittens schaffen von Migranten geführte Unternehmen Verbindungen zu ihren Herkunftsländern und eröffnen neue Märkte. Schließlich erleichtert das Unternehmertum die Integration der Migrantengemeinschaften in das alltägliche Leben und stärkt den sozialen Zusammenhalt.
Migranten kämpfen jedoch mit Barrieren, die Einheimische nicht beeinträchtigen, wenn sie versuchen, ihr eigenes Unternehmen in der Europäischen Union zu gründen. Dazu zählen unter anderem restriktive Verwaltungsvorschriften, begrenzte Kenntnisse über die Rahmenbedingungen für Unternehmen, kulturelle Unterschiede, Mangel an Sozialkapital, Finanzierungsbeschränkungen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Es ist an der Zeit, alle betroffenen Akteure, die an der Umsetzung wirksamer Maßnahmen zur Beseitigung solcher Hindernisse mitwirken, zusammenzubringen, um die Chancengleichheit für Unternehmer mit Migrationshintergrund zu gewährleisten. Die Unternehmensgründung sollte ihnen helfen, ihre Berufung auszuüben, ihr berufliches Potenzial zu entfalten, Arbeitsplätze zu schaffen, sich in der europäischen Gesellschaft niederzulassen und einen Mehrwert für deren Wirtschaft zu schaffen.
AUFRUF ZUM HANDELN
Wir rufen die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, Migranten die Gründung neuer Unternehmen zu erleichtern, die verschiedenen in der Europäischen Union bestehenden Vorschriften zu homogenisieren und die Verwaltungsverfahren zum Erhalt der richtigen Genehmigungen zu straffen, um das Potenzial neuer Technologien nutzen zu können.
Wir rufen öffentliche Stellen, politische Parteien und Wirtschaftsverbände dazu auf, klare Aussagen und Maßnahmen gegen Rassismus und fremdenfeindliches Verhalten zu verstärken sowie die Beteiligung von Unternehmern mit Migrationshintergrund und deren repräsentativen Institutionen an der Definition, Umsetzung und Bewertung von Unternehmertum, Migrationsrichtlinien und Unterstützungsmaßnahmen zu fördern.
Wir rufen Unternehmer mit Migrationshintergrund, die bereits erfolgreich ein Unternehmen gegründet haben, auf, sich aktiv an Institutionen in Verbindung mit Unternehmertum und Migration zu beteiligen, ihre Erfahrungen auszutauschen, Vorbilder für andere zu werden und Netzwerke zu fördern, die die soziale Integration von Neuankömmlingen erleichtern.
Wir rufen die Medien in ganz Europa dazu auf, die Erfolgsgeschichten von Unternehmern mit Migrationshintergrund sichtbar zu machen, das Unternehmertum in ihren Gemeinschaften zu fördern, die Wahrnehmung der einheimischen Bevölkerung zu verbessern und die Integration zu ermöglichen.
Wir rufen öffentliche Verwaltungen und Finanzbehörden dazu auf, mehr Ressourcen in integrative und soziale Unternehmerprogramme zu investieren, um nachhaltige Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Finanzinstrumente auszubauen, die Unternehmer mit Migrationshintergrund bei der Gründung und dem Wachstum ihrer Unternehmen unterstützen, wie z.B. Unternehmerschulungen, Mikrofinanzierung und Freiwilligenbetreuung.
Wir rufen Organisationen zur Unterstützung des Unternehmertums dazu auf, sich verstärkt auf Migranten zu konzentrieren, deren Teilnahme an Unternehmerprogrammen zu fördern, auf deren spezifische Bedürfnisse zugeschnittene Serviceleistungen anzubieten und Menschen mit Migrationshintergrund als Berater, Trainer und Mentoren einzubeziehen.
Wir rufen Finanzinstitute dazu auf, Unternehmern mit Migrationshintergrund den Zugang zu den Ressourcen zu ermöglichen, die sie für die Gründung und das Wachstum ihres Unternehmens benötigen, Ad-hoc-Finanzprodukte zu entwickeln, die deren Bedürfnissen entsprechen, das Potenzial anstelle der mangelnden Kreditwürdigkeit in den Mittelpunkt zu stellen und die Verfahren zur Mittelbeschaffung zu straffen.
Wir rufen alle Verbraucher und Nutzer dazu auf, die Produkte und Dienstleistungen von Unternehmern mit Migrationshintergrund anzuerkennen, sie in ihre Kaufentscheidungen einzubeziehen und ihnen so zu helfen, einen Kundenstamm aufzubauen.
Wenn alle betroffenen Akteure zusammenarbeiten, um das Potenzial von Unternehmern mit Migrationshintergrund anzuerkennen, Migranten die Selbstständigkeit zu ermöglichen, Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Fähigkeiten sowie Finanzinstrumente zu fördern und Migranten so bei der Gründung und dem Aufbau eigener Unternehmen zu unterstützen sowie erfolgreichen Migranten Sichtbarkeit zu verschaffen, dann sind wir davon überzeugt, dass die europäische Gesellschaft stärker, gerechter, integrativer, internationalisierter und mit mehr Arbeitsplätzen für alle sein wird.

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Petition am 12. März 2020 erstellt


