Tiertransporte bei Hitze verbieten!

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Die beinahe jährlich wiederkehrende Hitzewelle verschlimmert die extreme Tierquälerei bei Transporten von sogenannten Nutztieren.

Wir, unsere Haustiere und die Natur leiden unter Hitze. In Häusern und Fahrzeugen ist es heiß und selbst in den Nächten kühlt es oft kaum ab. Jedes Lebewesen, welches in der Lage dazu ist, flieht in kühlere Bereiche, den Schatten oder verschafft sich mit ausreichend Wasser Abkühlung.
Doch was bedeutet das für den verfassungsrechtlichen Tierschutz? Wird hier bei den Nutztieren die Notbremse gezogen, um ihnen nicht noch mehr Qualen zu bereiten?

"Belüftungssysteme in Straßentransportmitteln müssen so konzipiert und konstruiert sein und so gewartet werden, dass zu jedem Zeitpunkt während der Beförderung und unabhängig davon, ob das Transportmittel steht oder fährt, je nach Außentemperatur für alle Tiere innerhalb des Transportmittels Temperaturen in einem Bereich zwischen 5 °C und 30 °C, mit einer Toleranz von ±5 °C, gehalten werden können.“
(Quelle: EU-Tierschutztransportverordnung EG 01/2005,
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX%3A32005R0001&from=DE)

Laut Aussage von „Animals Angels International e.V.“, „ist es jedoch faktisch so, dass die Belüftungssysteme eben meist nicht in der Lage sind, hohe Außentemperaturen wirklich auszugleichen. Bei den derzeitigen Temperaturen sind die erlaubten 35 °C im Innenraum schnell erreicht/überschritten.“
Dabei steigt allein durch die Enge (Besatzdichte) und die Körpertemperatur der Tiere die Gradzahl im Inneren des Fahrzeugs noch zusätzlich an. Und das alles passiert ohne zeitliche Beschränkung, meist ohne Wasser und Futter, geschweige denn Abkühlung. In Staus, an Raststätten und Grenzübergängen sind diese Transporter oft zusätzlich noch stundenlang der prallen Sonne ausgesetzt. Bei Kontrollen wurde häufig festgestellt, dass die Lüftungsanlagen entweder defekt oder ausgeschaltet waren, so dass keinerlei Zirkulation oder Frischluft im Inneren des Transporters stattfand. Zudem sind die Tränken im Inneren oft defekt oder schlicht ausgeschaltet oder der Transporter ist so konzipiert, dass nicht jedes Tier die Tränke erreichen kann. Viele Tiere überleben diese Strapazen und die Hitze nicht, jedoch wird eine Sterberate von 10% billigend in Kauf genommen, sogar einkalkuliert und damit als „normal“ angesehen.
Dass Transporte an sich schon für die betroffenen Tiere unendlich viel Leid bedeuten, wissen wir spätestens seit der Dokumentation von Manfred Karremann „Geheimsache Tiertransporte“:
https://www.youtube.com/watch?v=-YHC6gADcN4
 
Diese offensichtliche und ganz legale Tierquälerei, die zudem noch durch Steuergelder subventioniert wird, darf nicht mehr länger geduldet werden. Hier muss politischer Druck auf die regierenden Parteien und die Länder Deutschlands ausgeübt werden, das Tierschutzgesetz muss endlich das Papier wert sein, auf dem es geschrieben steht und der Schutz muss bei den Betroffenen, den Tieren, ankommen.

Wir lehnen Lebendtransporte grundsätzlich ab. Bis diese Forderung jedoch umgesetzt werden kann, fordern wir, dass die EU-Tierschutztransportverordnung EG 01/2005 novelliert und auf die Bedürfnisse der Tiere angepasst wird. Das bedeutet konkret, dass wir eine vorgeschriebene maximale Innentemperatur von 5 °C bis 20 °C mit einer Toleranz von ±5 °C durchsetzen wollen.

Gefahren und Probleme rund um den Tiertransport:
Der wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz (AHAW) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat folgende Gefahren und Probleme rund um den Tiertransport zusammengetragen:

  • Einschränkung der Bewegungsmöglichkeit (zu wenig Platz und/oder zu geringe Laderaumhöhe)
  • Plötzliche Fahrbewegungen durch Bremsen, Beschleunigen und Kurven
  • Auseinandersetzungen mit unbekannten Artgenossen
  • Eingeschränktes Ausruhen
  • Zu hohe oder zu niedrige Umgebungstemperaturen (Überhitzung, Kälteschäden, Tod)
  • Mangelnde Belüftung
  • Verlängerte Transportdauer durch Wartezeiten
  • Geburten beim Transport
  • Verletzungen wie Abschürfungen, Knochenbrüche und Prellungen
  • Stress und Angst
  • Dehydrierung und Hunger durch unregelmäßige oder unzureichende Fütterung und Wasserversorgung bzw. durch die Nichteinhaltung gesetzlicher Vorgaben
  • Tod

 (Quelle: https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/tiertransporte-zahlen-fakten)
 
Die erforderlichen Gründe, warum die Transporterlaubnis von maximal 35 °C auf 25 °C Innentemperatur gesenkt werden muss:

  • bei Kontrollen werden oft defekte oder nicht eingeschaltete Belüftungssysteme festgestellt
  • ist die Belüftung kaputt oder außer Betrieb, steigt bei Hitze im Inneren zusätzlich allein durch Enge (Besatzdichte) und Körpertemperatur der Tiere die Temperatur im Inneren des Fahrzeugs an
  • oft stehen die Transporter an Raststätten, im Stau in der prallen Sonne und die Tiere sind schutzlos ausgeliefert.
  • Auch fehlen nötige engmaschige Kontrollen.
  • Allein eine Sterberate von 10% wird nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern faktisch kalkuliert und als normal gesehen

 
Presseartikel / Folgen Tiertransporte bei Hitze:

https://www.tag24.de/nachrichten/leipzig-a38-markranstaedt-schweine-laster-feuerwehr-hitze-tiere-technisches-hilfswerk-721517
 
https://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/903557/tiertransporte-schweine-bei-fast-30-grad-abgestellt
 
https://www.sueddeutsche.de/bayern/tiertransport-ferkel-in-bruetender-hitze-1.2033106
 
https://www.sn.at/salzburg/chronik/tiertransporte-in-bergheim-die-hitze-setzte-rindern-und-kontrolloren-zu-28511809
 
https://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1518000_Ferkel-sterben-im-Hitze-Stau.html



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