EXIT FOSSILS, ENTER PEACE! - G7 Demo 25.06.
Liebe Petitionsunterzeichner*innen,
wir laden Euch ein, am Samstag, dem 25.6. um 12 Uhr an der Klimademo in München auf der Theresienwiese zum Anlass des G7-Gipfels teilzunehmen!
Eine Umstellung unseres Energiebezugs weg von den fossilen Energiequellen hin zu den alternativen Energiequellen wird immer dringender und für das Erreichen einer Treibhausgasneutralität bis 2045, wie vom Deutschen Bundestag im ein neuen Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) am 24.06.2021 beschlossen, unerlässlich.
Die immer häufiger werdenden, sogenannten Naturkatastrophen, die sich auch daraus ergebenden Fluchtbewegungen ganzer Bevölkerungsgruppen weltweit, Hungersnöte und nicht zuletzt der russische Invasionskrieg in der Ukraine, sind nur einige der Effekte des allzu langen Beharrens der Regierungen, vor allem der westlichen Industriestaaten, auf dem Energiebezug aus fossilen Rohstoffen.
So werden Machtverhältnisse, Ungleichgewichte und kriegerische Konflikte geschaffen, die ohne diese, beinahe götzenhafte Hinwendung zur Förderung und dem Gebrauch der Fossilen und dem daraus resultierenden Reichtum der beteiligten Nationen, nicht möglich wären. Auch Immanuel Kant wusste: „Es liegt in der Natur der Macht, dass sie auch zum Missbrauch führen kann.“
Deswegen lasst uns uns auch weiterhin aktiv für ein EMBARGO des Bezugs dieser Ressourcen aus Russland in der ganzen Welt, aber vor allem in der EU, einsetzen!
Ein vollständiges Embargo bedeutet eine Chance für Freiheit und Frieden aber auch für Klima und Umwelt.
Die neuesten Studien unterstreichen, dass das durch verschiedene Publikationen geisternde Schreckgespenst von im Winter frierenden Menschen, da ohne gasgefütterte Heizung, stillgelegten Industriezweigen, da sie ohne russisches Gas nicht existieren können und Vieles mehr, das da düster-visionär projiziert wird, nichts weiter ist, als das: ein Gespenst, eine Chimäre!
Am 21.06.2022 veröffentlichte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, IWH, die Broschüre Wirtschaft im Wandel 2/2022. Darin wirft Reint Gropp, der Präsident des IWH, die Frage auf: „Brauchen wir [noch] ein Öl- und Gasembargo?“ Professor Dr. Oliver Holtemöller, stellvertretender Präsident des IWH und Leiter der Abteilung Makroökonomik äußert sich dazu folgendermaßen: „Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine wird intensiv diskutiert, welche Folgen ein Lieferstopp für russisches Gas für die deutsche Konjunktur hätte. […] Die Füllstände der deutschen Gasspeicher entsprechen mittlerweile dem für die Jahreszeit üblichen Niveau von etwa 50%, und sie dürften noch weiter steigen. Sollte es im Laufe der kommenden Monate zu einem Lieferstopp für russisches Gas kommen, könnte der Gasbedarf im Winter 2022/2023 wohl vollständig bedient werden – zumal höhere Gaspreise die Nachfrage dämpfen würden.“
Reint Gropp meint, dass ein Öl- und Gasembargo die deutsche Wirtschaft schlimmstenfalls ein ca. 5% geringeres Wachstum kosten würde und stellt sich und uns allen die Frage: „Ist es das wert?“. Seine eigene Antwort darauf lautet so: „Die […] Frage beantwortet sich danach, wie problematisch man es findet, dass der Westen und speziell Deutschland den russischen Krieg gegen die Ukraine finanziert. […] Gleichzeitig ist unstrittig, dass die Ukraine nicht nur sich selbst, sondern das gesamte westliche Wertesystem und unser Modell einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung verteidigt. Da scheinen ein paar Prozent weniger Wachstum, gerade auch wenn der Staat bei den niedrigen Einkommen unterstützend eingreift, zu verschmerzen zu sein.“ Sein Fazit zur Machbarkeit eines solchen Embargos klingt dann so: „Einige Beobachter, insbesondere aus der Industrie, haben aber argumentiert, dass speziell ein Gasembargo […] im Winter zu frierenden Menschen und dem Abschalten ganzer Industriezweige führen würde. […] Ich denke, dass man diese Aussagen als von Eigeninteresse getriebene Schreckgespenste abtun kann. […] Es bleiben natürlich Risiken, aber ich denke, unsere Freiheit sollte es uns wert sein, jetzt konsequent zu handeln.“
Den Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser paraphrasierend kann mensch sagen, dass erneuerbare Energien dezentral aufgebaut sind. Daher verhindern sie Monopolbildungen und Machtkonzentrationen. Verkürzt gesagt, kann ein Umstieg auf die Erneuerbaren als friedens- und freiheitsfördernde Maßnahme gesehen werden.
Setzen wir uns also – auch gestützt auf diese neuesten wissenschaftlichen Studien – gemeinsam am Samstag, dem 25.6. um 12 Uhr auf der Klimademo in München auf der Theresienwiese zum Anlass des G7-Gipfels für eine klimagesündere und friedliche, freiheitlich-demokratische Welt ein!
Kommt bitte zahlreich und tut Eure Meinung kund!
Den Link zu dieser und anderen Studien zu dem Thema sowie zu weiteren, teils von uns initiierten, Aktionen findet Ihr auf unserer Website www.create-peace-now.org.
Dort könnt Ihr uns auch bei Rückfragen kontaktieren unter: https://www.create-peace-now.org/kontakt
Herzlichen Dank für Euer Engagement!
create-peace-now Team
Ben, Ingrid, Holger, Oleksiy, Andreas
www.create-peace-now.org