Für die Erhaltung der Warenpost International mit bisherigen Maßen

Für die Erhaltung der Warenpost International mit bisherigen Maßen

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Bei 15.000 Unterschriften wird diese Petition zu einer der meist gezeichneten Petitionen auf Change.org!
Dirk Borrmann hat diese Petition an Deutsche Post AG und gestartet.

Die Deutsche Post AG /DHL hat angekündigt, die Maße der - erst 2019 eingeführten - Versandform Warenpost International (zum 1. Juli 2022) zu verkleinern, nachdem der MaxiBrief Plus, als vormals günstigste internationale Versandoption, bereits weg fiel, da auf einmal nur noch Schriftstücke als Brief versendet werden dürften. Die Büchersendung International wurde ebenfalls zu diesem Zeitpunkt abgeschafft.

Durch die geplante Änderung der Maße für die Warenpost International (bei der das zweite Seitenmaß auf 25 cm begrenzt werden soll) würde es u.a. nicht mehr möglich sein, die meisten Schallplatten (LP's) auf diese Weise zu versenden.

Weltweit werden Millionen von Platten postalisch versandt; Tendenz steigend.
Stattdessen soll man auch hier als gewerblicher Händler - wie bereits vorher für private Versender weitgehend umgesetzt - nur noch DHL Pakete bzw. Päckchen verschicken können.

Die Preise besagter internationaler Pakete u. Päckchen sind jedoch um ein mehrfaches höher - was zu drastischen Problemen, besonders für kleine Händler, führen wird.
Die in einem Kalkulator für Geschäftskunden angegebenen, Mengen-abhängigen, Paket-Preise wiederum wären nur haltbar, wenn man eben auf eine bestimmte Menge an Sendungen jährlich käme - gleichzeitig jedoch werden die deutlich höheren Versandkosten den Verkauf alles andere als ankurbeln. Somit wird das Einhalten der Mindestmenge an Sendungen sehr unwahrscheinlich.

Eine durchschnittliche Schallplatte (mit einem Wert zw. 5,- u. EUR 25,-) an Ziele außerhalb der EU zu verkaufen, wenn die Versandkosten unter Umständen doppelt bis dreifach so hoch wie der Preis ausfallen würden, ist einfach nicht mehr realistisch.
Selbst wenn es ein paar Käufer gäbe, die sich das wirklich antun würden, wäre die Zahl mit Sicherheit deutlich niedriger als dies im Moment der Fall ist.

Zum Vergleich:
Die Versandkosten einer LP/12“ mit der Warenpost International betrugen bisher für bis zu 500g weltweit EUR 7,35 (inkl. Sendungsverfolgung). Ab dem 1. Juli wären es EUR 19,89 (für ein Päckchen M International m. Sendungsverfolgung). Bei verschiedenen Zielregionen ist es mal etwas weniger, mal etwas mehr. So oder so, entspricht es mindestens einer Kostenverdopplung.

Die Corona-bedingte Situation der vergangenen zwei Jahre (inkl. Lockdowns von bis zu 6 Monaten) hat den Einzelhandel, kleine Unternehmen und Selbstständige massiv getroffen. Einige haben bereits aufgeben müssen, andere Ihr weniges erspartes angreifen müssen oder es gar aufgebraucht.
Nahezu alle waren gezwungen, online zu verkaufen und den Versandhandel auszubauen. Dabei war und ist die Möglichkeit, Waren international zu realistischen Kursen versenden zu können, eine zwingende Notwendigkeit.

Bei Vielen sind die Einnahmen deutlich zurückgegangen (durch Lockdowns/Auflagen und ggfs. Vorsichtigkeit oder auch Geldmangel bei den Kunden oder auch das Wegfallen von Messen/Börsen bzw. auswärtigen Verkaufsveranstaltungen), allgemeine Kostenbelastungen sind gestiegen und Manche haben noch zusätzlich das Problem, Rückzahlungen der Corona-Hilfen leisten zu müssen.

Ich, als Initiator der Petition, z.B. habe selber das Problem einer 40%-igen Mieterhöhung für das Ladenlokal meines Schallplattenladens.
Im Moment befinde ich mich auf einer finanziellen Gratwanderung, die mich bald in den Ruin treiben könnte.
Wenn dann zusätzlich ab Anfang Juli der internationale Versand nicht mehr zu den gegebenen Konditionen machbar sein wird, wäre das unter Umständen das Ende meiner bisher fast 14-Jährigen Existenz als Schallplattenhändler mit stationärem Geschäft und Versandhandel.
Im Zuge der Kommunikation bezüglich der Petition haben mir einige Kollegen aus der Schallplatten- oder auch Buchbranche (teilweise wörtlich) gesagt: „Wenn das durchgesetzt wird, kann ich dicht machen!“.

Die momentane Krise und Inflation stellen an sich bereits eine Herausforderung und Existenzbedrohung für Viele dar.
Es würde helfen, in dieser Situation weiterhin auf ein verlässliches und finanzierbares Versand-Produkt für den internationalen Handel zurückgreifen zu können.

Die Aufgabe der Bundesnetzagentur ist es sicherzustellen, daß es eine flächendeckende Grundversorgung mit Postdienstleistungen zu erschwinglichen Preisen gewährleistet ist.
Konstante Preiserhöhungen bei der Deutschen Post AG sind eine Sache. Eine Formatänderung, die jedoch zu einer Kostensteigerung in besagter Höhe führt, ist nicht einfach hinnehmbar.

Um kleine Unternehmen, die mit den riesigen Versandhändlern und deren Paketaufkommen, schlicht nicht konkurrieren können, nicht demnächst vor ein zusätzliches Existenz-bedrohendes Problem zu stellen, fordern wir die Deutsche Post AG bzw. deren Entscheidungsträger auf, die Versandform der Warenpost International (zu den bisherigen Konditionen) zu erhalten!

Ferner fordern wir die Regierungsparteien auf, tätig zu werden. Der Koalitionsvertrag liest sich im Kapitel "Kultur und Medienpolitik" folgendermaßen:
"Wir wollen Kultur mit allen ermöglichen, indem wir ihre Vielfalt und Freiheit sichern, unabhängig von Organisations- oder Ausdrucksform, von Klassik bis Comic, von Plattdeutsch bis Plattenladen."
Die vergangenen zwei Jahre waren schwer genug und haben (nicht nur, aber besonders) Kreativ- u. Musikwirtschaft, sowie Label-Betreiber u. Veranstalter an ihre Grenzen gebracht.
Der in diesem Text erwähnte Anstieg der internationalen Versandkosten für Schallplatten, kann Vielen von uns direkt oder indirekt nochmals Probleme bereiten, die sicherlich vermeidbar wären.
Es geht dabei keineswegs um eine Kleinigkeit oder nur eine handvoll von Betroffenen. Der stetig steigende Anteil von Schallplatten am Gesamtumsatz der Musikwirtschaft auch hierzulande ist nicht zu unterschätzen - dabei ist der Tonträger-Markt gleichzeitig betontermaßen ein internationaler. Ohne die Möglichkeit Veröffentlichungen weltweit versenden zu können (ohne daß die Versand-Preise sich plötzlich, auf einen Schlag, mehr als verdoppeln), ist der Handel mit Musik auf physikalischen Tonträgern kaum möglich.
Wir mögen in der Digitalen Ära angekommen sein - nur während z.B. der Versand von Briefen durch digitale Komminikationsformen erklärbar rückläufig ist, verhält es sich bei analogen Tonträgern genau umgekehrt.
Zu diesem Zeitpunkt ist besagte Versandkostensteigerung also ein gänzlich verkehrtes Zeichen.

[Die Deutsche Post/DHL hat bekanntermaßen im vergangenen Jahr den höchsten Gewinn der bisherigen Unternehmensgeschichte zu verbuchen gehabt. Es handelt sich also bei den anstehenden Änderungen nicht um eine Maßnahme, ohne die es dem Unternehmen nicht möglich wäre, zu arbeiten, ohne rote Zahlen zu schreiben. Soviel öffentlicher Auftrag sollte noch erhalten sein, daß Rekordgewinne nicht dazu führen, daß zusätzlich noch drastische Preiserhöhungen, kleinere Teilnehmer des Marktes in die Knie zwingen.]

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English [short] version:

!!!! Important !!! 

To all vinyl lovers around the globe who order records from Germany, please read and sign the petition below!

German Post / DHL will reduce the dimensions for 'Warenpost International' (shipment of goods) packages to just 25 cm. That means that, unless we act, beginning July 1st, 12“ records will no longer fit in the boxes assigned to this media. 

The cheapest option left then would be Päckchen M International, which can cost two-to-three times the amount of Warenpost.

That would result in average shipping cost of one or two records (especially less expensive records) becoming ridiculously expensive, even moreso after customs tax and handling fees added on.

Here's an example:
If a US customer orders a 12“ record/LP for a price of 12 Euros from Germany at the current rate, shipping costs are typically below or around 10 Euros. After the new pricing takes effect on July 1st,  shipping cost could be more than twice that amount!

Many record sellers and record store owners in Germany fear that the number of our foreign oders will decrease, which could act as a final death blow for many retailers who have already struggled to remain afloat during the pandemic.

Therefore, record store owner Dirk Borrmann (of Drake Records in Cologne, Ger), has started a petition to keep the planned format changes from taking effect.

Please take a moment to sign and share this petition.

Thank y'all! 

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