Erhalten Sie Berufssprach- und Integrationskurse in Deutschland

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Petra Brokatzky und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Als langjährige Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) weiß ich, wie unerlässlich Sprachkurse für die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt und den deutschen Alltag sind. 

Die geplante Finanzierung der Bundesregierung für das Gesamtprogramm "Sprache" ist jedoch besorgniserregend. Laut aktuellen Plänen werden keine neuen Angebote im Jahr 2025 gestartet werden können, da der Haushaltsentwurf lediglich ausreicht, um die in diesem Jahr begonnenen Kurse zu Ende zu führen. Diese Kurse leisten einen unerlässlichen Beitrag zur Integration und ermöglichen es Migranten, aktiv an unserer Gesellschaft teilzuhaben und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der aktuelle Entwurf für das Haushaltsgesetz 2025 setzt die Erfolge in der Integration aufs Spiel und gefährdet die Existenz von Trägern und Kursleitenden.

Laut paritätischem Gesamtverband ist Deutschland mit 14 Millionen Eingewanderten seit 1950 das OECD-Land mit der zweitgrößten Einwanderungsbevölkerung. Investitionen in die Sprachförderung und Integration von Zugewanderten zahlen sich aus. Mit 70 Prozent erwerbstätigen Eingewanderten ist Deutschland im Vergleich zu anderen OECD-Staaten ausgesprochen erfolgreich und die Integrations- und Berufssprachkurse sind das erfolgreiche Instrument zur gesellschaftlichen Integration in das Berufsleben. (https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/haushalt-2025-die-integration-von-zugewanderten-steht-auf-dem-spiel/

Der aktuelle Haushaltsentwurf für den Bereich der Integrationskurse sieht eine Halbierung der bisherigen Mittel vor, setzt damit die Erfolge in der Integration aufs Spiel und gefährdet die Existenz von Trägern und Kursleitenden. Auch bei den Berufssprachkursen zeichnen sich erhebliche Finanzierungslücken ab. Diese fördern die notwendigen sprachlichen Fertigkeiten zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit im Anschluss an den Besuch eines Integrationskurses. Die vorgesehene Summe wird ohne Erhöhung deshalb nur für 30% der notwendigen neuen Kurse ausreichen.

Der radikale Sparkurs hätte untragbare Folgen: Nicht nur immense Wartezeiten für die Menschen, die an einem Kurs teilnehmen wollen: Auch Betriebe, die dringend Deutsch sprechende Mitarbeiter*innen suchen, verbleiben weiter in der Warteschleife. Lehrkräfte bekommen keine neuen Verträge, Verwaltungsmitarbeiter*innen müssen sich auf Kurzarbeit einstellen, angemietete Kursräume müssen abgemietet werden. Einige Träger werden wahrscheinlich in eine kritische wirtschaftliche Lage geraten. Ohne sie ist ein flächendeckendes Angebot an Integrationskursen langfristig jedoch nicht aufrechtzuerhalten.

Daher fordern wir, dass die Bundesregierung die notwendigen Mittel bereitstellt, um die Berufssprachkurse und Integrationskurse fortzusetzen und die Möglichkeit neuer Angebote im Jahr 2025 und darüber hinaus zu gewährleisten. Wir fordern im Einklang mit dem Paritätischen Gesamtverband eine Erhöhung der Mittel für Integrationskurse im Haushalt 2025 auf mindestens 1,1 Mrd. Euro sowie eine Erhöhung der Mittel für Berufssprachkurse, damit alle notwendigen Kurse angeboten werden können. 

Bitte unterschreiben Sie deshalb diese Petition! 

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Ilka IrlePetitionsstarter*in

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Das Problem

Als langjährige Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) weiß ich, wie unerlässlich Sprachkurse für die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt und den deutschen Alltag sind. 

Die geplante Finanzierung der Bundesregierung für das Gesamtprogramm "Sprache" ist jedoch besorgniserregend. Laut aktuellen Plänen werden keine neuen Angebote im Jahr 2025 gestartet werden können, da der Haushaltsentwurf lediglich ausreicht, um die in diesem Jahr begonnenen Kurse zu Ende zu führen. Diese Kurse leisten einen unerlässlichen Beitrag zur Integration und ermöglichen es Migranten, aktiv an unserer Gesellschaft teilzuhaben und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der aktuelle Entwurf für das Haushaltsgesetz 2025 setzt die Erfolge in der Integration aufs Spiel und gefährdet die Existenz von Trägern und Kursleitenden.

Laut paritätischem Gesamtverband ist Deutschland mit 14 Millionen Eingewanderten seit 1950 das OECD-Land mit der zweitgrößten Einwanderungsbevölkerung. Investitionen in die Sprachförderung und Integration von Zugewanderten zahlen sich aus. Mit 70 Prozent erwerbstätigen Eingewanderten ist Deutschland im Vergleich zu anderen OECD-Staaten ausgesprochen erfolgreich und die Integrations- und Berufssprachkurse sind das erfolgreiche Instrument zur gesellschaftlichen Integration in das Berufsleben. (https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/haushalt-2025-die-integration-von-zugewanderten-steht-auf-dem-spiel/

Der aktuelle Haushaltsentwurf für den Bereich der Integrationskurse sieht eine Halbierung der bisherigen Mittel vor, setzt damit die Erfolge in der Integration aufs Spiel und gefährdet die Existenz von Trägern und Kursleitenden. Auch bei den Berufssprachkursen zeichnen sich erhebliche Finanzierungslücken ab. Diese fördern die notwendigen sprachlichen Fertigkeiten zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit im Anschluss an den Besuch eines Integrationskurses. Die vorgesehene Summe wird ohne Erhöhung deshalb nur für 30% der notwendigen neuen Kurse ausreichen.

Der radikale Sparkurs hätte untragbare Folgen: Nicht nur immense Wartezeiten für die Menschen, die an einem Kurs teilnehmen wollen: Auch Betriebe, die dringend Deutsch sprechende Mitarbeiter*innen suchen, verbleiben weiter in der Warteschleife. Lehrkräfte bekommen keine neuen Verträge, Verwaltungsmitarbeiter*innen müssen sich auf Kurzarbeit einstellen, angemietete Kursräume müssen abgemietet werden. Einige Träger werden wahrscheinlich in eine kritische wirtschaftliche Lage geraten. Ohne sie ist ein flächendeckendes Angebot an Integrationskursen langfristig jedoch nicht aufrechtzuerhalten.

Daher fordern wir, dass die Bundesregierung die notwendigen Mittel bereitstellt, um die Berufssprachkurse und Integrationskurse fortzusetzen und die Möglichkeit neuer Angebote im Jahr 2025 und darüber hinaus zu gewährleisten. Wir fordern im Einklang mit dem Paritätischen Gesamtverband eine Erhöhung der Mittel für Integrationskurse im Haushalt 2025 auf mindestens 1,1 Mrd. Euro sowie eine Erhöhung der Mittel für Berufssprachkurse, damit alle notwendigen Kurse angeboten werden können. 

Bitte unterschreiben Sie deshalb diese Petition! 

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Ilka IrlePetitionsstarter*in
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Petition am 17. November 2024 erstellt