Erhalt historischer Straßennamen in Münster Mitte – Gegen unnötige Umbenennungen


Erhalt historischer Straßennamen in Münster Mitte – Gegen unnötige Umbenennungen
Das Problem
An: Die Bezirksvertretung Münster Mitte
Betreff: Keine Umschreibung der Geschichte durch eine ideologisch motivierte Umbenennung historischer Straßennamen
Sehr geehrte Mitglieder der Bezirksvertretung,
In Münster Mitte sollen historische Straßennamen umbenannt werden, obwohl diese Namen der Personen und Orte nicht mit dem Nationalsozialismus in Verbindung stehen. Die betroffenen Straßen wurden lediglich in einer Zeit benannt, in der die Nationalsozialisten an der Macht waren, doch die Namen selbst beziehen sich auf bedeutende Orte und Persönlichkeiten der deutschen Geschichte weit vor der NS-Zeit.
Eine Umbenennung dieser Straßen bedeutet nicht nur eine unzulässige Umschreibung unserer Geschichte, sondern bringt auch erhebliche Nachteile für die Bürgerinnen und Bürger mit sich:
• Erhalt von Geschichte und Identität: Statt Namen aus dem Stadtbild zu tilgen, sollte man die historische Einordnung klarstellen und erklären, warum diese Personen oder Orte für Münster relevant sind. Unser Umgang mit der Vergangenheit sollte auf Aufklärung und Bildung setzen, nicht auf Tilgung.
• Kosten und Bürokratie: Eine Umbenennung verursacht erhebliche Kosten und zeitintensiven, bürokratischen Aufwand für die Stadt und ihre Bürger. Anwohner müssen Dokumente ändern lassen, Unternehmen ihre Adressen anpassen, und zahlreiche öffentliche sowie private Stellen müssten informiert werden.
• Wichtige Herausforderungen priorisieren: In einer Zeit, in der Münster vor großen Herausforderungen wie bezahlbarem Wohnraum, Verkehrswende, Digitalisierung und sozialer Gerechtigkeit steht, sollte Steuergeld sinnvoll für die Anliegen unserer Zeit eingesetzt werden, nicht für rückwärtsgewandte Überlegungen, die – gegen deren Willen - in das Leben der Anwohner eingreift.
• Soziale Auswirkungen: Vielen Bürgern vermittelt die von oben angeordnete Änderung ihrer Straßenadresse neben dem Gefühl der Fremdbestimmung, auch ein Gefühl der Entwurzelung von ihrem Wohnort, in dem sie oft seit Jahrzehnten leben.
• 2012 hat man sich im Rathaus nach der Umbenennung des Hindenburgplatzes in Schlossplatz darauf verständigt, das Thema in Münster abzuschließen. Gilt ein solcher parteienübergreifender Konsens heute nichts mehr? Wie weit sollen die Eingriffe in den Lebensraum der Bürger noch getrieben werden?
Wir fordern die Bezirksvertretung auf, von der Umbenennung dieser Straßen abzusehen und stattdessen zeitliche und finanzielle Ressourcen in eine sachliche, historische Aufarbeitung der Straßennamen zu investieren. Vergangenheit darf nicht ausradiert – sie muss erklärt werden.
Wir bitten Sie, die Interessen der Bürger ernst zu nehmen und diese unnötige und für viele Anwohner dieser Stadt belastende Maßnahme nicht weiterzuverfolgen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Bürger der Stadt Münster
3.074
Das Problem
An: Die Bezirksvertretung Münster Mitte
Betreff: Keine Umschreibung der Geschichte durch eine ideologisch motivierte Umbenennung historischer Straßennamen
Sehr geehrte Mitglieder der Bezirksvertretung,
In Münster Mitte sollen historische Straßennamen umbenannt werden, obwohl diese Namen der Personen und Orte nicht mit dem Nationalsozialismus in Verbindung stehen. Die betroffenen Straßen wurden lediglich in einer Zeit benannt, in der die Nationalsozialisten an der Macht waren, doch die Namen selbst beziehen sich auf bedeutende Orte und Persönlichkeiten der deutschen Geschichte weit vor der NS-Zeit.
Eine Umbenennung dieser Straßen bedeutet nicht nur eine unzulässige Umschreibung unserer Geschichte, sondern bringt auch erhebliche Nachteile für die Bürgerinnen und Bürger mit sich:
• Erhalt von Geschichte und Identität: Statt Namen aus dem Stadtbild zu tilgen, sollte man die historische Einordnung klarstellen und erklären, warum diese Personen oder Orte für Münster relevant sind. Unser Umgang mit der Vergangenheit sollte auf Aufklärung und Bildung setzen, nicht auf Tilgung.
• Kosten und Bürokratie: Eine Umbenennung verursacht erhebliche Kosten und zeitintensiven, bürokratischen Aufwand für die Stadt und ihre Bürger. Anwohner müssen Dokumente ändern lassen, Unternehmen ihre Adressen anpassen, und zahlreiche öffentliche sowie private Stellen müssten informiert werden.
• Wichtige Herausforderungen priorisieren: In einer Zeit, in der Münster vor großen Herausforderungen wie bezahlbarem Wohnraum, Verkehrswende, Digitalisierung und sozialer Gerechtigkeit steht, sollte Steuergeld sinnvoll für die Anliegen unserer Zeit eingesetzt werden, nicht für rückwärtsgewandte Überlegungen, die – gegen deren Willen - in das Leben der Anwohner eingreift.
• Soziale Auswirkungen: Vielen Bürgern vermittelt die von oben angeordnete Änderung ihrer Straßenadresse neben dem Gefühl der Fremdbestimmung, auch ein Gefühl der Entwurzelung von ihrem Wohnort, in dem sie oft seit Jahrzehnten leben.
• 2012 hat man sich im Rathaus nach der Umbenennung des Hindenburgplatzes in Schlossplatz darauf verständigt, das Thema in Münster abzuschließen. Gilt ein solcher parteienübergreifender Konsens heute nichts mehr? Wie weit sollen die Eingriffe in den Lebensraum der Bürger noch getrieben werden?
Wir fordern die Bezirksvertretung auf, von der Umbenennung dieser Straßen abzusehen und stattdessen zeitliche und finanzielle Ressourcen in eine sachliche, historische Aufarbeitung der Straßennamen zu investieren. Vergangenheit darf nicht ausradiert – sie muss erklärt werden.
Wir bitten Sie, die Interessen der Bürger ernst zu nehmen und diese unnötige und für viele Anwohner dieser Stadt belastende Maßnahme nicht weiterzuverfolgen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Bürger der Stadt Münster
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Petition am 6. Februar 2025 erstellt