
Liebe Unterstützerinnen und liebe Unterstützer!
zwei Tage nach dem so genannten Dialog im Rahmen der Ortschaftsratssitzung Obersasbach, in der Menschen vielfältig darüber Ausdruck verliehen haben, dass sie die Bäume erhalten wollen, in der Vorschläge gemacht wurden, wie man zunächst unterstützen kann, hat das den Ortschaftsrat und die, die sich beschwert haben, über die Natur, Samen eines Ahornbaumes, nicht beeindruckt.
Jetzt wurden Fakten geschaffen. Mich erschüttert nicht nur, dass diese Bäume, die vital waren, die Lebewesen sind, gefällt worden sind. Mich erschüttert auch, wie ein Ortschaftsrat so etwas so entscheiden kann und nach diesem Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern so durchziehen kann. Das zeigt ein Verständnis von Demokratie, dass den Namen Demokratie nicht verdient hat. Demokratie bedeutet für die Institutionen, die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt wurden, dass sie die Interessen der verschiedenen Bürgerinnen und Bürger abwägen. Und sich nicht einseitig entscheiden. Hier einseitig für die Interessen einiger Grabbesitzenden und Anwohner.
Darüber hinaus stand der Dialog am Montag nicht dafür, dass gegenseitig ernsthaft nach Lösungen versucht wurde, zu suchen. Das Angebot der Bürgerinnen und Bürger, das an den Ortschaftsrat ging, wurde nicht auf Augenhöhe und auch mit nur wenig Respekt angenommen.
Und das alles in einer Zeit, wo es nötiger, denn je ist, dass wir Gräben nicht noch größer machen, sondern uns wieder lernen, über die verschiedenen Haltungen hinweg zu verständigen.
Und das in einer Zeit, der Klimakrise und des Artensterbens. Das in einer Zeit, in der eigentlich die meisten Menschen verstanden haben, dass wir die Natur brauchen. Das ihre Leistung uns trägt. Der Ortschaftsrat hat es nicht verstanden. Einige andere, die sich erfolgreich beschwert haben, offenbar auch nicht.
Wo wir jeden Schatten brauchen werden. Wo auch die, die den Friedhof besuchen, jeden Schatten brauchen werden. Wo überhaupt ein Friedhof eine Begegnungsstätte sein kann, wo man sich dem Anlass entsprechend zumindest wohlfühlt. Und dazu gehören Bäume. Dazu gehört Natur. Die Wirkung auf uns Menschen und unsere Psyche ist nachgewiesen. Ein übertrieben aufgeräumter Friedhof, der kein Wildkraut und keine natürliche Unordnung kennt, leistet dies nicht.
Wie sich jetzt begegnen?
Ich habe dazu im Moment keine Antwort. Im Moment bin ich einfach traurig.
Danke euch aber von ganzem Herzen, dass hier innerhalb so kurzer Zeit so viel von euch unterschrieben haben und sogar finanziell unterstützt haben!
Es gibt die Idee, dass wir in Oberasbach ein Grundstück suchen wollen, wo wir Bäume pflanzen. Als Zeichen!
Wenn jemand von euch ein solches Grundstück hat oder kennt, gebt gerne Bescheid. Meldet euch einfach bei uns unter sasbach@los4klima.de
Herzlichen Dank euch allen!
Lasst uns gemeinsam dranbleiben.
Wir haben es gemeinsam in der Hand, anders miteinander umzugehen! Und das Miteinander bezieht auch unsere Mitwelt mit ein.
in Vertretung für alle, die diese Petition gestartet haben, grüßt euch herzlich
Anke