Erhalt der bilingualen Außengruppe / Pinocchiogruppe in ihrer bewährten Form

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Das Problem

Erhalt der bilingualen Pinocchio-Gruppe in Wolfsburg in ihrer bewährten Form

Die bilinguale deutsch-italienische Pinocchio-Gruppe ist seit über 20 Jahren ein besonderer Bestandteil der frühkindlichen Bildung in Wolfsburg. Sie steht für gelebte Mehrsprachigkeit, kulturelle Vielfalt und die enge Verbindung zwischen Wolfsburg und Italien.

Bisher war die Pinocchio-Gruppe als Außengruppe in einem städtischen Gebäude untergebracht. Diese Struktur hat sich über viele Jahre bewährt. Außengruppen bieten dabei wichtige Vorteile: Sie schaffen einen eigenen, geschützten Rahmen, in dem pädagogische Konzepte unabhängig vom Trubel einer großen Einrichtung gelebt werden können. Gerade für ein bilinguales Konzept ist diese stabile und konzentrierte Struktur ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Der kirchliche Träger hat nun beschlossen, die Außengruppe in das Haupthaus der Kindertagesstätte zu verlegen. Diese Entscheidung hat jedoch weitreichende Folgen, die über einen reinen Standortwechsel hinausgehen.

Mit der Verlegung wird das bisherige bilinguale Konzept in seiner jetzigen Form nicht fortgeführt. Vor allem führt die Umstrukturierung dazu, dass das langjährig eingespielte, bilingual arbeitende Fachpersonal nicht in der Gruppe verbleibt und auch innerhalb der Kita nicht weiter in dieser Konstellation eingesetzt wird. Das bedeutet, dass dieses spezialisierte Team in der Praxis verloren geht und sich beruflich neu orientieren muss.

Damit geht nicht nur pädagogische Erfahrung verloren, sondern auch die Grundlage des bisherigen Erfolgs der Pinocchio-Gruppe: die kontinuierliche Arbeit eines stabilen, bilingualen Teams über viele Jahre hinweg.

Die Pinocchio-Gruppe ist jedoch mehr als eine organisatorische Einheit. Sie ist ein wichtiger Teil der Wolfsburger Stadtgeschichte. Viele italienische Familien haben die Entwicklung dieser Stadt mitgeprägt. Die Gruppe ist ein Ort, an dem diese Verbindung lebendig bleibt und an die nächste Generation weitergegeben wird.

Wir erkennen an, dass strukturelle Veränderungen in Kitas notwendig sein können. Dennoch halten wir es für entscheidend, die Folgen dieser Entscheidung für das pädagogische Konzept und das Personal ernsthaft zu berücksichtigen.

Wir fordern daher den kirchlichen Träger sowie die Verantwortlichen in Stadt und Verwaltung auf,

* das bilinguale Konzept der Pinocchio-Gruppe in seiner bewährten Form zu erhalten,
* den Erhalt des spezialisierten bilingualen Fachpersonals aktiv zu berücksichtigen und Lösungen für dessen Weiterbeschäftigung innerhalb des Konzepts zu suchen,
* und gemeinsam eine Alternative zur vollständigen Auflösung der bewährten Außengruppenstruktur zu prüfen.

Es geht nicht nur um einen Standortwechsel. Es geht um ein über Jahrzehnte gewachsenes pädagogisches Konzept, um erfahrene Fachkräfte und um ein Stück gelebter Stadtgeschichte Wolfsburgs.

Wir bitten daher um Unterstützung für den Erhalt der Pinocchio-Gruppe in ihrer bewährten bilingualen und strukturell erfolgreichen Form.

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