Confirmed victory
Petitioning Schulamt und Bezirksstadträtin von Berlin Neukölln Frau Dr. Giffey

Eröffnung einer zweiten 1. Klasse an der Europaschule in Berlin Neukölln

Berlin wird seinem europäischen Anspruch bald nicht mehr gerecht. Der Zugang zu den Europaschulen wird Berliner Kindern erschwert.

Zweisprachiger Unterricht ab der ersten Klasse, frühzeitiger Kontakt
mit andern Kulturen – die Staatlichen Europaschulen Berlin (SESB),
sind ein einzigartiges Modell. Derzeit werden berlinweit neun verschiedene 
Sprachen angeboten. Das Konzept: qualitativ hochwertiger Unterricht in
der Mutter- und Partnersprache für alle Kinder, egal ob rein deutscher oder bilingualer Herkunft, mit rein deutschem Sprachhintergund oder einer weiteren
Muttersprache – ohne zusätzliche Gebühren.

Da die Europaschulen Opfer ihres eigenen Erfolges geworden sind und
momentan nicht in der Lage sind, der steigenden Nachfrage gerecht zu
werden, ist dieses Modell jetzt in Gefahr. Ein Beispiel: An der im
Multikulti-Stadtteil Neukölln angesiedelten Regenbogenschule werden
französisch- und deutschsprachige Kinder, deren Eltern aus den
verschiedensten Ländern der Welt kommen, gemeinsam unterrichtet. Den
deutschen Kindern wird damit der Zugang zu anderen Kulturen
erleichtert und Kinder mit Migrationshintergrund integrieren sich
schneller.

Derzeit werden an der Regenbogenschule maximal 26 Plätze angeboten, auf die in diesem Jahr 50 Bewerbungen kommen.

Aber auch die Gesamtsituation der Europaschulen in Berlin ist alarmierend: 90 Bewerbungen auf 24 Plätze an der Grundschule am Arkonaplatz, 120 Bewerber auf 78 Plätze an der Judith Kerr  Schule, 70 Bewerbungen für 26 Plätze in der Hausburg Schule oder 160 Bewerbungen für 80 Plätze in der Joan-Miro Schule.

Entschieden wird in solchen Fällen per Losverfahren. Somit wird eine große Anzahl der Kinder - trotz bestandenem Sprachtest - keinen Platz erhalten. Die einzige Lösung für Eltern, die an einer bilingualen Erziehung ihrer Kinder festhalten: Kostspielige Privatschulen, die sich nur wenige Familien leisten können.

Die Situation wird sich weiter verschlimmern. Einerseits erkennen
immer mehr deutschsprachige Eltern die Vorteile der zweisprachigen
Erziehung und andererseits hält der Zuzug von unter anderem
französischsprachigen Ausländer nach Berlin an. Rasches Handeln ist
also unerlässlich.

Wir, Berliner Eltern und Bewohner, appelieren an das Berliner Schulamt, die Schulstadträtin von Berlin Neukölln Frau Dr. Giffey und den Berliner Senat, dass noch in diesem Jahr neue Klassen an den Europaschulen eingerichtet werden, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden. Bitte unterstützen Sie uns jetzt mit Ihrer Unterschrift, um Kindern - egal welcher Herkunft und finanzieller Ausstattung der Eltern - eine zweisprachige Bildung von Anfang an zu ermöglich.

Für das kommende Schuljahr wurde noch nicht per Losverfahren entschieden. Jetzt ist der richtige Moment, unsere Stimme zu erheben. Die Sparpolitik des berliner Senats darf nicht dazu führen dass die Kinder mit ihrem Eintritt in die Grundschule eine ihrer Sprachen verlieren.

Unterzeichnet jetzt um uns zu unterstützen!

Letter to
Schulamt und Bezirksstadträtin von Berlin Neukölln Frau Dr. Giffey
Eröffnung einer zweiten 1. Klasse an der Europaschule in Berlin Neukölln