Petition updateEndlich wirkliche Aufklärung im Fall „Jenny Böken“!Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet! 12 Jahre nach Jennys Tod wollen wir endlich Aufklärung!
Uwe BökenGeilenkirchen, Germany
Aug 26, 2020

Liebe Unterstützer*innen unserer Petition!

Seit nunmehr fast 12 Jahren haben wir keine Klärung darüber, was in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2008 mit unserer Tochter Jenny geschehen ist. Ihr Todestag jährt sich in Kürze zum zwölften Mal. Ohne unser Wissen hat sich eine Gruppe von Journalist*innen, die in einer Kooperation von ARD und ZDF arbeiten, in den letzten Monaten mit dem Fall intensiv befasst. Ein Podcast dieser Gruppe ist am 05.08.2020 online gestellt worden:

https://podtail.com/de/podcast/mordlust/-52-im-zweifel-uber-bord-2020-08-05/

Ab der etwa 36. Minute geht es nur noch um Jennys Fall!

Bereits am Tage der Veröffentlichung sind bei den Autor*innen Hinweise eingegangen:

„… Ich habe einen Freund, der bei Jennys Tod mit an Bord war und meinte zu mir, dass sie vergewaltigt wurde und über Bord geschubst wurde. Alle anwesenden führenden Persönlichkeiten an Bord sollen Bescheid wissen. …“

Dies bestätigt in Gänze die von uns bisher gesammelten (und von der Staatsanwaltschaft bislang ignorierten) Hinweise. Diese Aussage entspricht den Angaben einer Dame, die sich am 14.09.2018 noch während der Sendung des Sat.1-Frühstücksfernsehens, in der ich zu Gast war, bei mir via Facebook gemeldet hatte. Diese Dame hatte die gleiche Aussage von der Mutter eines ehemaligen Kameraden Jennys erhalten.

Dies alles und die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft Kiel unsere Beschwerde gegen die erneute Einstellung der Ermittlungen (wie erwartet) abgelehnt hat, hat nun aktuell dazu geführt, dass sich eine Reihe von kommunalpolitisch im Kreis Heinsberg (unser Heimatkreis) aktiven Personen gemeinsam mit dem Mönchengladbacher Privatdetektiv Jürgen Trovato und uns als Eltern dazu entschlossen haben, eine erneute Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt gegen Jenny zu erstatten. Diese Anzeige ist der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft Kempten als nach unseren Recherchen zuständige Ermittlungsbehörde am Montag, 24.08.2020, übermittelt worden.

Mit heutigem Datum habe ich zugleich beim Petitionsausschuss des bayerischen Landtages eine Petition eingereicht, dass die StA Kempten den Fall nicht wieder an die StA Kiel abgeben möge, sondern den Fall auf Grund der nun vorliegenden Aussage(n) unvoreingenommen und neu ermitteln soll!

Wenn die mittlerweile vorliegenden Fakten nun immer noch nicht dazu führen, dass das BMVg dienstrechtlich intern gegen die Protagonisten aus 2008 ermittelt, dann kommt es seiner Fürsorgepflicht gegenüber unserer Tochter auch posthum nicht nach.

Wir reklamieren für uns, dass wir ein Recht auf lückenlose Aufklärung der Geschehnisse haben!

Nach derzeitigem Stand plane ich, am 4. September 2020 mit meinen Söhnen in Berlin zu sein, um am zwölften Todestag Jennys eine Kerze am Ehrenmal zu entzünden. Wir haben das BMVg für diesen Tag um einen Gesprächstermin mit der Ministerin gebeten, damit die unerträgliche Situation, die sich aktuell durch die Reaktionen auf den Podcast noch verstärkt hat, übermittelt werden kann. Wir wollen nicht gegen das BMVg, sondern mit dem BMVg aufklären. Dies setzt allerdings auch die entsprechende Bereitschaft desselben voraus.

Alle Unterstützer*innen unseres Aufklärungsbegehrens sowie die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Frau Eva Högl, haben wir über dieses Vorhaben bzw. Anliegen in Kenntnis gesetzt.

Wir würden uns freuen, wenn das Ehrenmal am 04.09.2020 (endlich wieder), wie eigentlich auch ursprünglich vom Architekten ausdrücklich vorgesehen, frei von der Hildebrandstraße zugänglich wäre, da durchaus möglich ist, dass auch andere Medienvertreter an diesem Termin Präsenz zeigen.

Wir hoffen auf weitere Unterstützung unseres Anliegens! Wir wollen Aufklärung über die Umstände des Todes unserer Tochter/Schwester, nicht mehr, aber auch nicht weniger! Bitte teilen Sie die Petition weiter, damit wir am 04.09.2020 noch mehr Unterschriften zeigen können!

Danke!

Uwe Böken

 

Foto: Sarah Kramer

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