
Liebe Unterstützer*innen,
nach fast 3 Monaten in denen wir Eltern versuchen Arbeit, Kinderbetreuung und Homeschooling irgendwie unter einen Hut zu bekommen, hat sich durch unseren Protest und unsere Petitionen in der Bundespolitik rumgesprochen, dass Familien in der Coronakrise maximal belastet sind.
Die Koalition hat diese Woche erstmals eine Geldleistung, den sogenannten Kinderbonus beschlossen, von dem alle Eltern mit geringen oder mittleren Einkommen profitieren sollen. Das 130 Milliarden Euro schwere Konjunktur-Paket der Bundesregierung sieht vor mit dem Kindergeld einmalig 300 Euro an die Familien auszuzahlen.
Diese Maßnahme geht auf den Instrumentenkasten der letzten Finanzkrise zurück, auch damals haben Familien so einen Zuschuss bekommen. Eltern sollen den Kinderbonus ausgeben, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das fertige Konzept lag in der Schublade bereit und ist nun schnell und unbürokratisch umzusetzen. Positiv an dem Konzept ist sicherlich, dass es nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird.
Der Kinderbonus zeigt, dass sich unsere Forderung nach einem Corona-Kindergeld sehr einfach umsetzen lässt. Eine 300-Euro-Einmalzahlung hat leider nicht die positiven Effekte, wie eine längerfristige Unterstützung - und diese brauchen Eltern nach wie vor.
Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Viele Kinder sind nach wie vor nicht in der Kita oder es gibt nur eine eingeschränkte Betreuung und Beschulung. Die Folgen geschlossener & stark eingeschränkter Kitas und Schulen betreffen Kinder & Eltern langfristig.
Es bleibt viel zu tun. Deswegen habe ich mit der Initiative Kitakrise und anderen Eltern eine neue Kundgebung am Dienstag den 9.6.2020 vorm Roten Rathaus angemeldet. Wir wollen endlich Konzepte und Strategien, damit das Recht auf Bildung und Betreuung umgesetzt & Eltern entlastet werden - über den Sommer hinaus! Kommt vorbei oder mobilisiert selbst befreundete Eltern :)
Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag & uns allen einen langen Atem, um weiter für Verbesserungen zu kämpfen!
Katharina