1 Antwort

Eltern in der Coronakrise nicht im Stich lassen: 1000 Euro Corona-Kindergeld für Familien

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 75.000.


Mein Name ist Katharina Mahrt. Im April letzten Jahres habe ich diese Petition für ein Corona-Kindergeld gestartet. Nach wenigen Wochen haben 50.000 Menschen unterschrieben. Ein Update zur aktuellen Situation gibt es hier

Mein Sohn Jan ist 4 Jahre alt. Im letzten Jahr habe ich fast 5 Monaten versucht, das Home-Office und die Betreuung meines Kindes unter einen Hut zu bringen. So viel kann ich dazu sagen: es geht einfach nicht und brachte mich an den Rande meiner Kräfte. Mit dem Lockdown seit Mitte Dezember fängt nun alles wieder von Vorne an.

Die politischen Entscheidungen werden von einem Konsortium von überwiegend Männern um die 60 Jahre getroffen, die keine Ahnung haben, wie schwierig es ist, den Alltag mit Kleinkind und Job zu meistern. Ich habe die Nase voll - deswegen fordere ich von der Politik, dass sie endlich aufhört, die Belange von Familien zu ignorieren. Wir wissen alle, dass es in erster Linie Frauen sind, von denen erwartet wird, den großen Teil der Kinderbetreuung zu stemmen. 

Kinder sind keine Hobbies. Die gesamte Gesellschaft und die Politik steht in der Verantwortung und darf Eltern nicht einfach allein lassen. Deswegen fordere ich als ersten Schritt, dass Eltern mit kleinen Kindern ein zusätzliches Kindergeld von 1000€ pro Monat - ein sogenanntes Corona-Kindergeld - erhalten. Alleinerziehende, Eltern von Kindern mit Behinderungen und Eltern mit mehreren Kindern sollten weitere Zuschüsse erhalten. So können die schlimmsten Verdienstausfälle ausgeglichen und eventuell professionelle Einzelbetreuung organisiert werden. Außerdem müssen die Gebühren für Kitas und Hort in allen Bundesländern pausiert werden.

Ich finde es richtig und wichtig, dass wir als Gesellschaft alle zusammenstehen und dafür sorgen, dass sich die Pandemie nicht weiter ausbreitet und Risikogruppen - zu denen auch Kinder, Eltern und Erzieher*innen zählen - geschützt werden. Aber wir können dabei die Eltern nicht einfach mit den Folgen der Kita- und Schulschließungen sich selbst überlassen.