

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir sprechen es aus, wie es ist:
Die aktuelle Situation ist beschämend – und politisch höchst alarmierend.
Unsere Petition für ein AfD-Verbot existiert seit fast sechs Jahren. Bis heute – Stand Juni 2025 – haben wir gerade einmal knapp 190.000 Unterschriften gesammelt.
Zum Vergleich:
Die rechte Zeitung „Junge Freiheit“ startete am 5. Mai 2025 eine Gegenpetition mit dem Titel „Nein zum AfD-Verbot“. Innerhalb von weniger als vier Wochen, bis zum 1. Juni 2025, erreichte sie über 122.000 Unterschriften.
Das ist kein Zufall – das ist ein mehr deutliches politisches Signal.
Und es sollte uns alle aufrütteln.
Millionen gehen gegen Rechts auf die Straße – aber bei konkreten Forderungen herrscht Schweigen.
Zehntausende Menschen versammeln sich regelmäßig auf Demonstrationen gegen Rechtsextremismus. Das ist wichtig – aber wo bleibt die Konsequenz?
Während Rechte ihre Kampagnen gezielt, koordiniert und wirkungsvoll organisieren, tut sich die antifaschistische Zivilgesellschaft schwer mit Klarheit.
Statt Unterstützung für fundierte, juristisch durchdachte Initiativen wie unsere, erleben wir:
– Spott in den sozialen Medien,
– Verweigerung von Unterstützung, auch durch Medien und Promis,
– und sogar offenen Widerstand aus den eigenen Reihen.
Was läuft hier schief?
Der Protest gegen Rechts ist in Teilen zur bequemen Eventkultur verkommen.
Wer Regenbogenflaggen auf dem Balkon hisst, sich bei der nächsten Demo zeigt und dann schweigt, wenn es politisch konkret wird, trägt nicht zur Lösung bei – sondern zur Verwässerung der Bewegung.
Es wird derzeit lieber wieder über Gendersterne diskutiert als über die faktische Gefahr, die von einer völkisch-nationalistischen Partei mit Sitzen im Bundestag und in 16 Landtagen ausgeht.
Die AfD hat Narrative salonfähig gemacht, die CDU und CSU mittlerweile unverblümt übernehmen:
– Antifeminismus,
– Queerfeindlichkeit,
– Anti-Migrationsrhetorik.
Und viele sehen zu – oder lenken ab.
Symbolpolitik reicht nicht.
Wer glaubt, dass ein CSD-Selfie vor dem Bundestag strukturellen Hass entkräftet, verkennt die Realität. Die AfD hat Homophobie normalisiert – und den öffentlichen Diskurs nach rechts verschoben.
Wir sagen es in aller Deutlichkeit:
Mit Likes, Herzen und Protestfotografie lässt sich keine Partei verbieten, die die Demokratie aushöhlt.
Ein Parteiverbot ist kein Tabu – sondern verfassungsrechtlich vorgesehen.
Immer wieder hören wir: „Ein Verbot bringt nichts“ – doch niemand kann erklären, warum.
Dabei ist das Grundgesetz eindeutig: Parteien, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpfen, können und sollen verboten werden (Art. 21 GG).
Warum wird das nicht entschlossener eingefordert?
Weil viele nicht den Mut haben, die Verantwortung zu übernehmen. Weil es unbequem ist. Und weil sich der Protest gegen Rechts in Lifestyle aufgelöst hat – statt sich in konkrete politische Forderungen zu übersetzen.
Was uns frustriert, ist nicht der Widerstand von Rechts – sondern das Wegsehen von Links.
Wir sind realistisch: Rechte Hetze, Shitstorms und Drohungen gehören leider zu unserem Alltag. Damit haben wir gerechnet.
Was uns schockiert, ist die Verweigerungshaltung innerhalb der Zivilgesellschaft selbst.
Wir sprechen von:
– aktiven Versuchen, unsere Petition zu diskreditieren,
– Desinteresse an Aufklärung und juristischer Sachlichkeit,
– persönlichen Angriffen – bis hin zu Drohungen.
Und all das kommt nicht von der AfD – sondern von Menschen, die sich als Antifaschist:innen bezeichnen.
Unsere Frage ist ernst
Meinen es diese Menschen wirklich ernst mit dem Kampf gegen den Faschismus?Oder geht es nur um Inszenierung, Klicks und das gute Gefühl, „dabei gewesen“ zu sein?
Für uns ist klar:
Ohne klar benennbare Ziele, ohne juristisch durchdachte Forderungen und ohne Rückhalt aus der Bewegung wird dieser Kampf scheitern.
Wie geht es weiter?
Wir werden uns vom 6 Juli 2025 an in eine einmonatige Sommerpause zurückziehen.
Nicht aus Resignation – sondern um Bilanz zu ziehen.
Denn: So, wie es läuft, kann es nicht weitergehen.
Vier Menschen stemmen seit Jahren im Hintergrund diese Initiative. Sie tun das ehrenamtlich, unter hohem persönlichen Einsatz – und mit wachsendem Gegenwind.
Dass ein großer Teil der angeblich antifaschistischen Bewegung dabei wegschaut – oder sogar aktiv behindert – ist nicht mehr tragbar.
Unser Appell:
Ein AfD-Verbot ist juristisch möglich. Was fehlt, ist der politische Wille – und der öffentliche Druck.
Diesen Druck müsst ihr mit aufbauen. Jetzt.
🔴 Teilt diese Petition.
🗣️ Sprecht mit Freund:innen, Familie, Kolleg:innen.
📢 Fordert von Politiker:innen eine klare Haltung.
✋ Verweigert euch der bequem gewordenen Symbolpolitik.
Denn:
Wer schweigt, duldet.
Und wer nur zuschaut, macht sich mitschuldig.
Hinweis:
Wir sind unabhängig, wir erhalten kein Geld vom Staat, wir nehmen keine Spenden an und wir verkaufen kein antifaschistisches Material. Unsere Unabhängigkeit ist unsere stärkste Waffe.
– Team AfDexit –
Kontakt: team@afdexit.de | https://afdexit.de