Einführung Antirassistischer Bildungsarbeit in Schulen für LehrerInnen und SchülerInnen

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Das Problem

Ich bin Mutter eines Schwarzen Sohnes. Mein Sohn ist 11 Jahre und macht bereits jetzt eine vollstationäre Therapie, weil er aufgrund von rassistischer Diskriminierung und Mobbing in der Schule, Störungen im Sozialverhalten und in seinen Emotionen entwickelt hat. Er hat unter anderem schwere Panikattacken entwickelt, wenn sich Konflikte mit MitschülerInnen entwickelt haben,  die sich rassistisch geäußert haben oder rassistische Übergriffe begangen wurden. Und davon ist nicht nur mein Sohn betroffen, davon sind alle Schwarzen Kinder, Kinder of colour und grundsätzlich Kinder mit Migrationsidentität in Schulen, mit weißer Mehrheit, betroffen. Diese rassistischen Diskriminierungen, Mikroaggressionen, Alltagsrassismus und Mobbing, machen unsere Kinder emotional und psychisch krank. Unsere Kinder, genau wie wir Eltern und Bezugsperonen, leben in ständiger Angst vor Übergriffen. Die tägliche Konfrontation mit Rassismus und Diskriminierung beeinträchtigen das Lernen, haben Einfluss auf die körperliche und seelische Gesundheit und vermindern Interaktionen im Sozialverhalten, bis hin zu Selbstverletzung, sozialem Rückzug und Isolation. Rassismus und rassistische Diskriminierung fördert die Entwicklung und Entstehung von psychischen und physischen Beeinträchtigungen. 

Die Situation für unsere Kinder wird zusehends schlechter und LehrerInnen wie ErzieherInnen und Schulleitungen, sind aufgrund einer mangelnden antirassistischen und Rassismus unkritischen Ausbildung und auch Grundhaltung, nicht in der Lage von Rassismus betroffene Kinder zu schützen und bei Konflikten adäquat zu unterstützen. Unsere Kinder leiden unter einer, von Lehrkräften ausgehenden Blindheit, die Rassismus betrifft. Schlimmer noch, wenn unsere Kinder sich dann endlich wehren, weil sie dem Druck der rassistischen und diskriminierenden Übergriffe nicht mehr aushalten, beginnt eine Täter-Opfer Umkehr und unsere Kinder werden für die, auch vorangegangenen Geschehnisse, zur Verantwortung gezogen. Sie erleben also nicht nur täglich rassistische Diskriminierung und ebensolche verbalen und physischen Übergriffe, sie sind dann auch noch doppelt belastet durch die Zuweisung von Schuld und das untätig bleiben der Lehrkräfte. 

Gegen rassistische Diskriminierung und Rassismus an Schulen, ausgeübt von SchülerInnen und LehrerInnen gleichermaßen, muss endlich etwas unternommen werden. Und darum fordere ich antirassistische und Rassismus sensible Arbeit an Schulen für LehrerInnen und SchülerInnen, in Form von obligatorischen Weiterbildungsmöglichkeiten, Workshops und Seminaren. Bestenfalls sollten solche Trainings, Seminare und Workshops an Schulen,  nur von Organisationen, Initiativen und AkteurInnen angeboten und gehalten werden, die von und mit Schwarzen Menschen und PoC entwickelt und gegründet wurden.

Meine lieben FreundInnen, Geschwister und MitstreiterInnen, leistet meinem Aufruf Folge und unterschreibt mit mir zusammen die Petition.

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Monique FahrigPetitionsstarter*in

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