Lassen Sie uns diese Einzeltaten der Flüchtlinge, wie auch das gestrige Attentat des Afghanen, bitte nicht instrumentalisieren, aber in den Medien hört man zunehmend, es läge an der politischen Ignoranz.
Im Haupt und Finanzausschuss kam von "Velbert Anders", die Traumatisierung der Flüchtlinge als ein gravierendes Argument gegen eine zentrale Landesunterkunft. Genau andersherum ist es richtig. In den Ausführungen der Polizei und den Verantwortlichen der Bezirksregierung für eine Landesunterkunft wurde klargestellt, dass sich bei untergebrachten Flüchtlingen in Landesunterkünften eher ein angepasstes Verhalten zeigt, - weil sie noch auf ein Wohlwollen der deutschen Behörden hoffen.
Die Therapie der Flüchtlinge müsste eher in den Städtischen Unterkünften erfolgen, wo sie sich dann auch länger aufhalten. Da zeigt sich dann aber die extrem begrenzte Möglichkeit psychologischer und psychiatrischer Behandlungen. Viele Mitbürger kennen es aus eigener Erfahrung oder aus dem Bekanntenkreis, dass man auf Termine bei Psychologen und Psychiatern häufig mehrere Monate warten muss.
Eine zentrale Landesunterkunft würde somit den Druck, Traumatherapien anzubieten, von der Stadt wegnehmen.
Mir ist bisher kein Attentat von Flüchtlingen aus einer Landesunterkunft bekannt.
Wir entscheiden ob wir 600 Flüchtlinge in einer Landesunterkunft haben oder in der Verantwortung der Stadt Velbert.