Ein Pfeiffer gegen die Instrumentalisierung der "Feuerzangenbowle" bei der AFD


Ein Pfeiffer gegen die Instrumentalisierung der "Feuerzangenbowle" bei der AFD
Das Problem
Ich bitte Sie im Namen eines "Pfeiffers mit 3 F", die Einschränkung der Filmpräsentation des Films "Feuerzangenbowl" ohne Einordnung in einen zeitgenössischen sowie politischen Hintergrund zu unterstützen:
"Die Feuerzangenbowle" ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1944, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Spoerl. Sie ist ein Kultklassiker der deutschen Filmgeschichte und erzählt die Geschichte des Schriftstellers Dr. Johannes Pfeiffer (gespielt von Heinz Rühmann), der nach einem nostalgischen Abend mit Freunden beschließt, seine Schulzeit nachzuholen. Die Handlung spielt in einer kleinen Stadt, wo er sich als Schüler ausgibt, um die vermeintlich verpassten Streiche und Schulabenteuer zu erleben.
Handlung:
Johannes Pfeiffer, ein erfolgreicher Schriftsteller, trifft sich mit alten Freunden zu einer Feuerzangenbowle, einem geselligen Ritual, bei dem Rum über einen Zuckerhut in heißem Wein flambiert wird. Dabei erinnern sich die Männer an ihre Schulzeit. Da Pfeiffer privat unterrichtet wurde, hat er diese nicht erlebt. Angeregt durch die Erzählungen seiner Freunde, beschließt er, als Erwachsener noch einmal die Schulbank zu drücken und die Schulzeit nachzuholen.
Verkleidet als Schüler begibt er sich in eine Kleinstadt und wird Teil einer Schulklasse. Dort stellt er allerlei Unfug an, sei es Streiche mit den Lehrern wie dem zerstreuten Professor Crey ("Schnauz") oder dem strengen Direktor Knauer. Pfeiffer genießt die unbeschwerten Erlebnisse der Schulzeit, verliebt sich in die Tochter des Direktors und sorgt mit seinen Streichen immer wieder für turbulente Szenen.
Am Ende des Films erkennt er jedoch, dass er seine Erwachsenenrolle nicht länger verleugnen kann und kehrt in sein "wahres" Leben zurück.
Historische Einordnung:
Der Film entstand 1944 während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland, zu einer Zeit, in der das NS-Regime die deutsche Filmindustrie stark beeinflusste. Viele Filme jener Zeit dienten der Propaganda oder sollten zur Ablenkung und Unterhaltung in schwierigen Kriegsjahren beitragen. "Die Feuerzangenbowle" wurde als unpolitischer Unterhaltungsfilm verstanden, der eine heitere, nostalgische Rückkehr zu den "guten alten Zeiten" der Schulzeit darstellte, wo jedoch auch auf eine "neue Zeit" verwiesen wird.
Obwohl der Film offiziell als harmlos eingestuft wurde, soll Joseph Goebbels, der damalige Propagandaminister, zunächst Bedenken gehabt haben, da die Darstellung der Lehrer als trottelige Figuren möglicherweise als Respektlosigkeit gegenüber Autoritäten interpretiert werden konnte. Letztendlich wurde der Film jedoch freigegeben, da er als willkommene Ablenkung vom Kriegsalltag angesehen wurde.
Bis heute wird "Die Feuerzangenbowle" vor allem in studentischen Kreisen und Universitäten als Kultfilm gefeiert. Besonders zur Weihnachtszeit und in Verbindung mit der Zubereitung einer Feuerzangenbowle wird der Film oft in öffentlichen Vorführungen gezeigt. "
Hier einige stark zu kritisierende Punkte des Films oberflächlich zusammengefasst:
1. Entstehung und Goebbels' Einfluss:
Joseph Goebbels, der NS-Propagandaminister, kontrollierte die deutsche Filmindustrie in dieser Zeit. Zu Beginn hatte er Bedenken, da der Film respektlos gegenüber Autoritäten, insbesondere Lehrern, wirkte. Lehrer werden im Film als karikierte, teils lächerliche Figuren dargestellt. Goebbels fürchtete, dies könnte zu einem Ansehensverlust staatlicher Autoritäten führen. Doch letztlich wurde der Film aufgrund seiner Unterhaltungsqualität und des Wunsches, das Volk in schwierigen Kriegszeiten zu beruhigen, freigegeben.
2. Darstellung von Autoritäten:
Die Lehrer, die als inkompetent oder eigensinnig dargestellt werden, könnten vor dem Hintergrund des NS-Staats als Symbol einer alten, veralteten Ordnung interpretiert werden. Der respektlose Umgang mit diesen Autoritäten könnte als subtile Kritik an älteren, vorkriegsdeutschen Gesellschaftsstrukturen verstanden werden, allerdings wurde der Film insgesamt nicht als subversiv, sondern eher als unpolitisch wahrgenommen.
3. Eskapismus und Verharmlosung:
Der Film bietet eine heile, nostalgische Welt, die völlig losgelöst von den Schrecken des Krieges und der Realität des Nationalsozialismus ist. Während Millionen Menschen an der Front kämpften und das NS-Regime Verbrechen beging, zeigte der Film eine idealisierte Schulzeit in einer ländlichen Idylle. Diese heile Welt steht in starkem Kontrast zur Realität und kann als gezielte Form des Eskapismus verstanden werden, um die Bevölkerung von den Problemen des Krieges abzulenken.
4. Unpolitische Unterhaltung unter NS-Regime:
In den 1930er- und 1940er-Jahren förderte das NS-Regime nicht nur Propagandafilme, sondern auch unpolitische Unterhaltungsfilme, die das Volk von den harten Lebensbedingungen ablenken sollten. "Die Feuerzangenbowle" fällt in diese Kategorie. In der NS-Zeit wurden viele leichte Komödien und Heimatfilme produziert, um das Bild eines unbeschwerten, heiteren Lebens aufrechtzuerhalten. Diese Art von Film diente als willkommene Zerstreuung und trug indirekt dazu bei, die Bevölkerung ruhigzustellen.
5. Ideologische Bezüge im Hintergrund:
Auch wenn es keine direkten Nazi-Verweise im Film gibt, könnte der Humor des Films mit dem damaligen Zeitgeist übereinstimmen, in dem nationale Werte und eine Sehnsucht nach einer einfachen, geordneten Zeit geschätzt wurden. Diese Nostalgie für eine vermeintlich unschuldige, disziplinierte Schulzeit, die im Film dargestellt wird, passt zu einem konservativen, nationalen Gedankengut, wie es im NS-Staat propagiert wurde. Das Festhalten an traditionell deutschen Werten und Sitten könnte subtil den damaligen Ideologien des Regimes entsprechen.
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Als jemand, der noch immer in der heutigen Zeit auf den "Pfeiffer mit 3 F" verwiesen wird, stelle ich mich nicht nur gegen die Message des Films sondern ebenso sehr gegen die Ausrichtung und Administration der Lizenzverträge zum Film von AfD-Frau Dr. Cornelia Meyer zur Heyde.
Ein alleiniges Bestimmungsrecht über solch' historisch-medial wichtiges Material widerspricht dem kollektiven Aufklärungswillen, der Verantwortung von Historie, der Wechselwirkung von Ursache, Wirkung und Verantwortung als Politiker/in.
Die "Feuerzangenbowle" hat eine weite Verbreitung und war bis in die 2000er Jahre hinein ein "Running-Gag" für "Pfeiffers". Doch als jemand, der unpolitisch, vorurteilsfrei und offen für alle Kulturen ist, möchte ich weder auf die Rassengeschichte noch auf andere historische Querverweise des Films verwiesen werden. Meine Eltern haben mich offenkundlich erzogen - um meiner Verantwortung in der heutigen Zeit näher zu kommen und Erfahrungen meines Lebens möchte ich mich gegen die Nutzung dieses Status'-Quo aussprechen.
Damit final und unmissverständlich mit der Materie der Volksverhetzung, dem Rassismus umgegangen werden kann darf der Film nicht weiter als Gatekeeping-Instrument in der heutigen Zeit fundieren.
Dass ein alleiniges Filmrecht solchen Materials bei einer AFD-Politikerin liegt und damit die alleinige Handlungshoheit besitzt ohne dabei auf moralisch-politische Anfragen zu achten sondern eher "kaufmännisch" darüber entscheide, ob der Film gezeigt werden solle oder nicht halte ich für nicht richtig.
Daher fordere ich, dass jedes Mal, wenn der Film öffentlich gezeigt wird, jemand anwesend sein der anschließenden Debattierraum gewährleisten kann
Man sollte den gezeigten Plot mit allen Generationen besprechen können und dabei nicht nur auf Dualität und Rhetorik des Films verweisen. Bitte unterstützen Sie diese Petition, um solch komplexe und kulturell bedeutsame Materialien in einem korrekten und aufschlussreichen Kontext zu präsentieren.
Helft gern' mit.
Gegen Nazis.
Gegen Dualitätsmöglichkeiten
Gegen Faschismus
Gegen Antisemitismus
Gegen Nazi-Kunst
Gegen ein verdrehtes Deutschland.
Gegen die AFD
Für das Individuum.
vielleicht ja sogar Pfeiffers :)
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Das Problem
Ich bitte Sie im Namen eines "Pfeiffers mit 3 F", die Einschränkung der Filmpräsentation des Films "Feuerzangenbowl" ohne Einordnung in einen zeitgenössischen sowie politischen Hintergrund zu unterstützen:
"Die Feuerzangenbowle" ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1944, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Spoerl. Sie ist ein Kultklassiker der deutschen Filmgeschichte und erzählt die Geschichte des Schriftstellers Dr. Johannes Pfeiffer (gespielt von Heinz Rühmann), der nach einem nostalgischen Abend mit Freunden beschließt, seine Schulzeit nachzuholen. Die Handlung spielt in einer kleinen Stadt, wo er sich als Schüler ausgibt, um die vermeintlich verpassten Streiche und Schulabenteuer zu erleben.
Handlung:
Johannes Pfeiffer, ein erfolgreicher Schriftsteller, trifft sich mit alten Freunden zu einer Feuerzangenbowle, einem geselligen Ritual, bei dem Rum über einen Zuckerhut in heißem Wein flambiert wird. Dabei erinnern sich die Männer an ihre Schulzeit. Da Pfeiffer privat unterrichtet wurde, hat er diese nicht erlebt. Angeregt durch die Erzählungen seiner Freunde, beschließt er, als Erwachsener noch einmal die Schulbank zu drücken und die Schulzeit nachzuholen.
Verkleidet als Schüler begibt er sich in eine Kleinstadt und wird Teil einer Schulklasse. Dort stellt er allerlei Unfug an, sei es Streiche mit den Lehrern wie dem zerstreuten Professor Crey ("Schnauz") oder dem strengen Direktor Knauer. Pfeiffer genießt die unbeschwerten Erlebnisse der Schulzeit, verliebt sich in die Tochter des Direktors und sorgt mit seinen Streichen immer wieder für turbulente Szenen.
Am Ende des Films erkennt er jedoch, dass er seine Erwachsenenrolle nicht länger verleugnen kann und kehrt in sein "wahres" Leben zurück.
Historische Einordnung:
Der Film entstand 1944 während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland, zu einer Zeit, in der das NS-Regime die deutsche Filmindustrie stark beeinflusste. Viele Filme jener Zeit dienten der Propaganda oder sollten zur Ablenkung und Unterhaltung in schwierigen Kriegsjahren beitragen. "Die Feuerzangenbowle" wurde als unpolitischer Unterhaltungsfilm verstanden, der eine heitere, nostalgische Rückkehr zu den "guten alten Zeiten" der Schulzeit darstellte, wo jedoch auch auf eine "neue Zeit" verwiesen wird.
Obwohl der Film offiziell als harmlos eingestuft wurde, soll Joseph Goebbels, der damalige Propagandaminister, zunächst Bedenken gehabt haben, da die Darstellung der Lehrer als trottelige Figuren möglicherweise als Respektlosigkeit gegenüber Autoritäten interpretiert werden konnte. Letztendlich wurde der Film jedoch freigegeben, da er als willkommene Ablenkung vom Kriegsalltag angesehen wurde.
Bis heute wird "Die Feuerzangenbowle" vor allem in studentischen Kreisen und Universitäten als Kultfilm gefeiert. Besonders zur Weihnachtszeit und in Verbindung mit der Zubereitung einer Feuerzangenbowle wird der Film oft in öffentlichen Vorführungen gezeigt. "
Hier einige stark zu kritisierende Punkte des Films oberflächlich zusammengefasst:
1. Entstehung und Goebbels' Einfluss:
Joseph Goebbels, der NS-Propagandaminister, kontrollierte die deutsche Filmindustrie in dieser Zeit. Zu Beginn hatte er Bedenken, da der Film respektlos gegenüber Autoritäten, insbesondere Lehrern, wirkte. Lehrer werden im Film als karikierte, teils lächerliche Figuren dargestellt. Goebbels fürchtete, dies könnte zu einem Ansehensverlust staatlicher Autoritäten führen. Doch letztlich wurde der Film aufgrund seiner Unterhaltungsqualität und des Wunsches, das Volk in schwierigen Kriegszeiten zu beruhigen, freigegeben.
2. Darstellung von Autoritäten:
Die Lehrer, die als inkompetent oder eigensinnig dargestellt werden, könnten vor dem Hintergrund des NS-Staats als Symbol einer alten, veralteten Ordnung interpretiert werden. Der respektlose Umgang mit diesen Autoritäten könnte als subtile Kritik an älteren, vorkriegsdeutschen Gesellschaftsstrukturen verstanden werden, allerdings wurde der Film insgesamt nicht als subversiv, sondern eher als unpolitisch wahrgenommen.
3. Eskapismus und Verharmlosung:
Der Film bietet eine heile, nostalgische Welt, die völlig losgelöst von den Schrecken des Krieges und der Realität des Nationalsozialismus ist. Während Millionen Menschen an der Front kämpften und das NS-Regime Verbrechen beging, zeigte der Film eine idealisierte Schulzeit in einer ländlichen Idylle. Diese heile Welt steht in starkem Kontrast zur Realität und kann als gezielte Form des Eskapismus verstanden werden, um die Bevölkerung von den Problemen des Krieges abzulenken.
4. Unpolitische Unterhaltung unter NS-Regime:
In den 1930er- und 1940er-Jahren förderte das NS-Regime nicht nur Propagandafilme, sondern auch unpolitische Unterhaltungsfilme, die das Volk von den harten Lebensbedingungen ablenken sollten. "Die Feuerzangenbowle" fällt in diese Kategorie. In der NS-Zeit wurden viele leichte Komödien und Heimatfilme produziert, um das Bild eines unbeschwerten, heiteren Lebens aufrechtzuerhalten. Diese Art von Film diente als willkommene Zerstreuung und trug indirekt dazu bei, die Bevölkerung ruhigzustellen.
5. Ideologische Bezüge im Hintergrund:
Auch wenn es keine direkten Nazi-Verweise im Film gibt, könnte der Humor des Films mit dem damaligen Zeitgeist übereinstimmen, in dem nationale Werte und eine Sehnsucht nach einer einfachen, geordneten Zeit geschätzt wurden. Diese Nostalgie für eine vermeintlich unschuldige, disziplinierte Schulzeit, die im Film dargestellt wird, passt zu einem konservativen, nationalen Gedankengut, wie es im NS-Staat propagiert wurde. Das Festhalten an traditionell deutschen Werten und Sitten könnte subtil den damaligen Ideologien des Regimes entsprechen.
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Als jemand, der noch immer in der heutigen Zeit auf den "Pfeiffer mit 3 F" verwiesen wird, stelle ich mich nicht nur gegen die Message des Films sondern ebenso sehr gegen die Ausrichtung und Administration der Lizenzverträge zum Film von AfD-Frau Dr. Cornelia Meyer zur Heyde.
Ein alleiniges Bestimmungsrecht über solch' historisch-medial wichtiges Material widerspricht dem kollektiven Aufklärungswillen, der Verantwortung von Historie, der Wechselwirkung von Ursache, Wirkung und Verantwortung als Politiker/in.
Die "Feuerzangenbowle" hat eine weite Verbreitung und war bis in die 2000er Jahre hinein ein "Running-Gag" für "Pfeiffers". Doch als jemand, der unpolitisch, vorurteilsfrei und offen für alle Kulturen ist, möchte ich weder auf die Rassengeschichte noch auf andere historische Querverweise des Films verwiesen werden. Meine Eltern haben mich offenkundlich erzogen - um meiner Verantwortung in der heutigen Zeit näher zu kommen und Erfahrungen meines Lebens möchte ich mich gegen die Nutzung dieses Status'-Quo aussprechen.
Damit final und unmissverständlich mit der Materie der Volksverhetzung, dem Rassismus umgegangen werden kann darf der Film nicht weiter als Gatekeeping-Instrument in der heutigen Zeit fundieren.
Dass ein alleiniges Filmrecht solchen Materials bei einer AFD-Politikerin liegt und damit die alleinige Handlungshoheit besitzt ohne dabei auf moralisch-politische Anfragen zu achten sondern eher "kaufmännisch" darüber entscheide, ob der Film gezeigt werden solle oder nicht halte ich für nicht richtig.
Daher fordere ich, dass jedes Mal, wenn der Film öffentlich gezeigt wird, jemand anwesend sein der anschließenden Debattierraum gewährleisten kann
Man sollte den gezeigten Plot mit allen Generationen besprechen können und dabei nicht nur auf Dualität und Rhetorik des Films verweisen. Bitte unterstützen Sie diese Petition, um solch komplexe und kulturell bedeutsame Materialien in einem korrekten und aufschlussreichen Kontext zu präsentieren.
Helft gern' mit.
Gegen Nazis.
Gegen Dualitätsmöglichkeiten
Gegen Faschismus
Gegen Antisemitismus
Gegen Nazi-Kunst
Gegen ein verdrehtes Deutschland.
Gegen die AFD
Für das Individuum.
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Petition am 11. Januar 2025 erstellt