Ein besserer ÖPNV für dich und mich im Nordsaarland

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Jaan Hormann und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Viele ÖPNV-Nutzer im Nordsaarland, vor allem im Kreis St. Wendel, kennen es: Das tolle Jobangebot kann nicht angenommen werden, der Sport im Verein bleibt Wunschdenken und der Besuch der gewünschten Veranstaltung ist schnell nicht möglich, wenn man vom ÖPNV abhängig ist.

Das Problem hier ist ganz einfach: Der ÖPNV richtet sich nicht ausreichend nach den Menschen, die ihn wirklich brauchen, und nach ihren Bedürfnissen. Abgesehen davon sind einige Busse nicht dafür gerüstet, dass Menschen mit Beeinträchtigungen, die z. B. einen Rollstuhl benötigen, problemlos mitfahren können. Ein Kinderwagen und ein Fahrrad im Bus – zack, passt der Rollstuhl nicht mehr hinein. Auch der Rollator wird schnell zum Problem. Gerade in Kleinbussen wird das Problem sogar auf einmal riesengroß.

Linien passen nicht zusammen, abends und am Wochenende sind viele Orte gar nicht mehr erreichbar.

Viele würden nun sagen, dass man einfach jemanden bitten soll, einen mitzunehmen. Aber kann das die Lösung sein? Wie viele Menschen haben immer jemanden zur Hand, der den privaten Taxifahrer spielen kann und will?

Auch wird bei solchen Argumenten oft vergessen, dass die Abhängigkeit vom ÖPNV jeden treffen kann. Was ist, wenn das eigene Auto einmal nicht anspringt, der Job aber eine Anwesenheit am Abend oder am Wochenende erfordert?

Mit dem jetzigen ÖPNV wird das ganz schnell schwierig. Alter und damit einhergehende eventuelle Schwächen, Verletzungen, die das Fahren unmöglich machen, grundsätzliche Beeinträchtigungen wie z. B. Epilepsie oder MS oder auch schlichtweg die fehlende finanzielle Möglichkeit, einen Führerschein zu machen, betreffen viele Menschen im Laufe ihres Lebens. Menschen wie du und ich, denen mit dem jetzigen Nahverkehr nicht nur berufliche Möglichkeiten genommen werden, sondern auch Möglichkeiten der Interaktion mit anderen und der privaten Weiterentwicklung.

Warum ist das also genau ein Problem?
Es ist ein Problem, denn …

… immer mehr Arbeitgeber …

fordern absolute Flexibilität, um z. B. einzuspringen.
orientieren sich bei den Arbeitszeiten (z. B. Schichtdienst) an Menschen mit voller Mobilität.
verlangen in vielen Arbeitsbereichen ebenso Einsatz am Wochenende (Samstag und Sonntag) oder am Abend.
… viele Sportvereine …

trainieren am Abend so, dass die Zeiten nur auf vollends mobile Erwachsene ausgerichtet sind (z. B. ab 20 Uhr).
sind auch am Wochenende in Aktivitäten eingebunden.
bieten keine eigenen Möglichkeiten für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen.
… viele Veranstaltungen …

finden abends oder am Wochenende statt.
bieten Möglichkeiten zur Weiterentwicklung – doch Lesungen und Kurse sind meistens abends.
sind gerade bei Aktivitäten wie Kinobesuchen auf den Abend ausgerichtet.
… und viele Menschen sind einfach Menschen, die auch abends und am Wochenende gerne Zeit miteinander verbringen wollen. Die vielleicht miteinander reden möchten, eine Convention besuchen, Freunde treffen oder den 90. Geburtstag von Opa Horst feiern.

Was wäre eine Lösung?

Eine Lösung wäre ein Ruftaxi oder ein Rufbus, das für vom ÖPNV abhängige Menschen mit einem entsprechenden Ticket erreichbar ist. Gerade ländliche Gegenden wie der Kreis St. Wendel sind eine Problemzone, die es zu überwinden gilt und die unglaublich davon profitieren könnte. Ähnliche Modelle gibt es bereits für Partygänger am Wochenende, doch wir reden hier nicht von Partys. Wir reden von wichtigen alltäglichen Dingen wie einem gut machbaren Berufsleben, dem Einkauf von Lebensmitteln, der Weiterentwicklung und sozialer Interaktion.

Ein persönliches Anliegen, das viele Menschen betrifft – und der Grund, warum ich es anstoße.

Mein Name ist Jenny. Ich bin 37 Jahre alt, leide an Epilepsie und bin aufgrund meiner Erkrankung leider nicht in der Lage, einen Autoführerschein zu machen. All die Punkte, die ich anspreche, haben mich selbst und andere, die ich kenne, bereits betroffen. Meine Arbeitssuche zum Beispiel wurde nicht nur wegen meiner Einschränkung und Vorurteilen trotz guten Schulabschlusses zum Kampf, sondern auch wegen Schwierigkeiten, die von außen entstehen – wie dem schlechten ÖPNV.

Meine Arbeitsstellen zu finden war für mich also nicht einfach. Gerne würde ich z. B. wieder Volleyball spielen – aber wie? Der ÖPNV lässt es schlichtweg nicht zu. Dasselbe Phänomen erlebe ich bei für viele ganz normalen Dingen wie einem Kinobesuch. Mein Standardsatz ist inzwischen: „Lass mich mal eben bei saarfahrplan.de schauen …“

Dieses Problem betrifft viele Menschen. Menschen, die ganz normal am Leben teilnehmen möchten und vor unnötigen Hürden stehen. Das Geld ist angeblich knapp, aber für gut aussehende Projekte regnet es auf einmal oftmals vom Himmel. 

Menschen wie ich sind nicht wenige oder Einzelfälle. Wir bitten Sie daher um Ihre Unterstützung. Ihre Unterschrift kann mehr bewirken, als Sie denken – und vielleicht sogar ein Umdenken anstoßen.

 

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Jenny SchulzPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Jaan Hormann und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Viele ÖPNV-Nutzer im Nordsaarland, vor allem im Kreis St. Wendel, kennen es: Das tolle Jobangebot kann nicht angenommen werden, der Sport im Verein bleibt Wunschdenken und der Besuch der gewünschten Veranstaltung ist schnell nicht möglich, wenn man vom ÖPNV abhängig ist.

Das Problem hier ist ganz einfach: Der ÖPNV richtet sich nicht ausreichend nach den Menschen, die ihn wirklich brauchen, und nach ihren Bedürfnissen. Abgesehen davon sind einige Busse nicht dafür gerüstet, dass Menschen mit Beeinträchtigungen, die z. B. einen Rollstuhl benötigen, problemlos mitfahren können. Ein Kinderwagen und ein Fahrrad im Bus – zack, passt der Rollstuhl nicht mehr hinein. Auch der Rollator wird schnell zum Problem. Gerade in Kleinbussen wird das Problem sogar auf einmal riesengroß.

Linien passen nicht zusammen, abends und am Wochenende sind viele Orte gar nicht mehr erreichbar.

Viele würden nun sagen, dass man einfach jemanden bitten soll, einen mitzunehmen. Aber kann das die Lösung sein? Wie viele Menschen haben immer jemanden zur Hand, der den privaten Taxifahrer spielen kann und will?

Auch wird bei solchen Argumenten oft vergessen, dass die Abhängigkeit vom ÖPNV jeden treffen kann. Was ist, wenn das eigene Auto einmal nicht anspringt, der Job aber eine Anwesenheit am Abend oder am Wochenende erfordert?

Mit dem jetzigen ÖPNV wird das ganz schnell schwierig. Alter und damit einhergehende eventuelle Schwächen, Verletzungen, die das Fahren unmöglich machen, grundsätzliche Beeinträchtigungen wie z. B. Epilepsie oder MS oder auch schlichtweg die fehlende finanzielle Möglichkeit, einen Führerschein zu machen, betreffen viele Menschen im Laufe ihres Lebens. Menschen wie du und ich, denen mit dem jetzigen Nahverkehr nicht nur berufliche Möglichkeiten genommen werden, sondern auch Möglichkeiten der Interaktion mit anderen und der privaten Weiterentwicklung.

Warum ist das also genau ein Problem?
Es ist ein Problem, denn …

… immer mehr Arbeitgeber …

fordern absolute Flexibilität, um z. B. einzuspringen.
orientieren sich bei den Arbeitszeiten (z. B. Schichtdienst) an Menschen mit voller Mobilität.
verlangen in vielen Arbeitsbereichen ebenso Einsatz am Wochenende (Samstag und Sonntag) oder am Abend.
… viele Sportvereine …

trainieren am Abend so, dass die Zeiten nur auf vollends mobile Erwachsene ausgerichtet sind (z. B. ab 20 Uhr).
sind auch am Wochenende in Aktivitäten eingebunden.
bieten keine eigenen Möglichkeiten für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen.
… viele Veranstaltungen …

finden abends oder am Wochenende statt.
bieten Möglichkeiten zur Weiterentwicklung – doch Lesungen und Kurse sind meistens abends.
sind gerade bei Aktivitäten wie Kinobesuchen auf den Abend ausgerichtet.
… und viele Menschen sind einfach Menschen, die auch abends und am Wochenende gerne Zeit miteinander verbringen wollen. Die vielleicht miteinander reden möchten, eine Convention besuchen, Freunde treffen oder den 90. Geburtstag von Opa Horst feiern.

Was wäre eine Lösung?

Eine Lösung wäre ein Ruftaxi oder ein Rufbus, das für vom ÖPNV abhängige Menschen mit einem entsprechenden Ticket erreichbar ist. Gerade ländliche Gegenden wie der Kreis St. Wendel sind eine Problemzone, die es zu überwinden gilt und die unglaublich davon profitieren könnte. Ähnliche Modelle gibt es bereits für Partygänger am Wochenende, doch wir reden hier nicht von Partys. Wir reden von wichtigen alltäglichen Dingen wie einem gut machbaren Berufsleben, dem Einkauf von Lebensmitteln, der Weiterentwicklung und sozialer Interaktion.

Ein persönliches Anliegen, das viele Menschen betrifft – und der Grund, warum ich es anstoße.

Mein Name ist Jenny. Ich bin 37 Jahre alt, leide an Epilepsie und bin aufgrund meiner Erkrankung leider nicht in der Lage, einen Autoführerschein zu machen. All die Punkte, die ich anspreche, haben mich selbst und andere, die ich kenne, bereits betroffen. Meine Arbeitssuche zum Beispiel wurde nicht nur wegen meiner Einschränkung und Vorurteilen trotz guten Schulabschlusses zum Kampf, sondern auch wegen Schwierigkeiten, die von außen entstehen – wie dem schlechten ÖPNV.

Meine Arbeitsstellen zu finden war für mich also nicht einfach. Gerne würde ich z. B. wieder Volleyball spielen – aber wie? Der ÖPNV lässt es schlichtweg nicht zu. Dasselbe Phänomen erlebe ich bei für viele ganz normalen Dingen wie einem Kinobesuch. Mein Standardsatz ist inzwischen: „Lass mich mal eben bei saarfahrplan.de schauen …“

Dieses Problem betrifft viele Menschen. Menschen, die ganz normal am Leben teilnehmen möchten und vor unnötigen Hürden stehen. Das Geld ist angeblich knapp, aber für gut aussehende Projekte regnet es auf einmal oftmals vom Himmel. 

Menschen wie ich sind nicht wenige oder Einzelfälle. Wir bitten Sie daher um Ihre Unterstützung. Ihre Unterschrift kann mehr bewirken, als Sie denken – und vielleicht sogar ein Umdenken anstoßen.

 

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Jenny SchulzPetitionsstarter*in

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Petition am 8. März 2026 erstellt