

In Afghanistan bahnt sich eine neue Flüchtlingskatastrophe an. Der Vormarsch der Taliban bedroht das Leben aller, die mit den westlichen Staaten, NGOs und für Demokratie und Menschenrechte gearbeitet haben. Visa-Verfahren sind viel zu langsam. Wie können wir diese Menschen in unserer Verantwortung jetzt schnell retten? Diskutiert im Webinar mit hochkarätigen Gästen. Hier anmelden!
Alle Infos hier:
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,
die Lage in Afghanistan spitzt sicher immer weiter zu. Die Taliban erobern seit dem Abzug der NATO-Truppen immer größere Teile des Landes. Die Berichte aus den eroberten Gebieten sind schon jetzt dramatisch. Besonders die Menschen, die sich für Rechtsstaat, Demokratie und Menschenrechte einsetzen und/oder als sogenannte “Ortskräfte” für westliche Staaten oder Nichtregierungsorganisationen gearbeitet haben, sind im Fadenkreuz der Taliban und müssen um ihr Leben fürchten. Viele davon haben direkt für die deutsche Bundeswehr und deutsche Entwicklungsorganisationen in Afghanistan gearbeitet und darauf vertraut, dass der deutsche Staat sie schützt. Dieser Verantwortung kommt die Bundesregierung nicht ausreichend nach.
Angesichts der sich schnell verschlechternden Lage müssen die Ortskräfte jetzt ohne Verzögerung die Möglichkeit bekommen, sich außer Landes in Sicherheit zu bringen. Die laufenden Verfahren sind dafür zu langsam und zu kompliziert. Zudem fallen - politisch gewollt - bei weitem nicht alle Ortskräfte unter die eng gefassten Visa-Regelungen. Für die Ortskräfte von EU-Institutionen gibt es bisher noch gar keine einheitliche Regelung. Dabei geht es nicht nur um direkte Ortskräfte, sondern auch besonders bedrohte Verteidiger*innen von Menschenrechten, Journalist*innen, Frauenrechtlerinnen. Dabei gibt es konkrete Vorschläge sie und die Ortskräfte viel schneller und unbürokratischer in Sicherheit zu bringen. Wie das gehen kann darüber sprechen Sara Nanni und ich mit vier hochkarätigen Gästen in der nächsten Ausgabe von Europe Calling.
Unsere Gäste sind:
- Marcus Grotian, Erster Vorsitzender des “Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte”
- Winfried Nachtwei, Afghanistan-Experte & ehem. grüner Bundestagsabgeordneter
- Sara de Jong, Mitbegründerin des britischen Netzwerks “Sulha Alliance”
- Andrea Thies, ehem. Leiterin der Personalabteilung der EU-Polizeimission EUPOL in Afghanistan
Termin: Donnerstag, 19.8.2021, 19-21 Uhr
Gleich hier anmelden: https://eu01web.zoom.us/webinar/register/4616287721485/WN_7YlfkcpYQVK7oX8faNbb8w
Das Webinar wird simultan in Deutsch und Englisch übersetzt.
Wir freuen uns auf diese wichtige Diskussion mit Ihnen und Euch. Bitte ladet auch andere Interessierte dazu ein!
Mit solidarischen Grüßen aus Düsseldorf,
Sara Nanni (Grüne Bundestagskandidatin, Sicherheits- und Verteidigungsexpertin)
Sven Giegold (MdEP, Sprecher Europagruppe Grüne)