Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
tief bestürzt haben wir vom Tod der 14-Jährigen Samar in Berlin-Neukölln erfahren. Wie unsere Edda auch kam sie bei einem tragischen E-Scooter-Unfall ums Leben. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie 🖤
Dieser Unfall reißt alte Wunden auf. Doch trotz all unserer Bemühungen bleibt Verkehrsminister Patrick Schnieder uns gegenüber einfach still. Bereits zweimal haben wir um eine Prüfung unserer Maßnahmen sowie ein persönliches Treffen gebeten. Nicht nur wir, sondern mehr als 48.000 Menschen fordern nach Eddas Tod eine Führerscheinpflicht für E-Scooter ab 16 Jahren und weitere Schritte, um unsere Kinder zu schützen. Doch die Politik reagiert weiter mit: Funkstille.
Doch wir geben nicht auf. Herr Schnieder, nehmen Sie unsere Trauer endlich ernst! Sorgen Sie dafür, dass unsere Kinder geschützt sind! Da wir bislang keine Antwort erhalten, veröffentlichen wir unser Schreiben an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hier erneut.
Und an all unsere Unterstützerinnen und Unterstützer: Teilt weiter unsere Petition! In euren WhatsApp Gruppen, unter anderen Eltern, in eurer Familie. Wir bleiben dran!
Hier unser Schreiben ans Bundesverkehrsministerium, zuletzt versendet am 15.3.26:
Sehr geehrter Herr Verkehrsminister Schnieder,
mein Name ist Stefanie Rüst und ich wende mich heute persönlich an Sie.
Vor einigen Wochen ist die 13-jährige Edda, die Tochter einer meiner engsten Freundinnen, bei einem Unfall mit einem E-Scooter tödlich verunglückt. Dieser Verlust hat unsere Familien, Freunde und das gesamte Umfeld tief erschüttert. Kein Elternteil sollte sein Kind auf diese Weise verlieren müssen.
Aus dieser persönlichen Tragödie heraus habe ich eine Petition auf change.org (https://c.org/9bpvrSQLqX gestartet. Inzwischen haben über 47.000 Menschen unterschrieben. Außerdem sind auf verschiedenen Social Media Plattformen viele Menschen darüber Aufmerksam geworden.
Diese Zahl zeigt: Viele Bürgerinnen und Bürger teilen die Sorge um die Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen im Umgang mit E-Scootern. Die aktuellen Unfallzahlen sind alarmierend. Tausende Verletzte, zahlreiche Todesopfer – und besonders häufig sind junge Menschen betroffen. E-Scooter wirken harmlos, doch sie sind schnell, instabil und ohne ausreichende Schutzmaßnahmen leicht zugänglich.
Ich bitte Sie daher eindringlich, folgende Maßnahmen ernsthaft zu prüfen:
- Einführung einer Führerschein- bzw. verpflichtenden Schulungspflicht ab 16 Jahren
- Einführung einer Helmpflicht
- Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
- Ein kurzer verpflichtender Kurs zu Verkehrsregeln und Gefahreneinschätzung könnte bereits Leben retten.
Eine Helmpflicht und geringere Geschwindigkeiten würden das Risiko schwerer oder tödlicher Verletzungen deutlich reduzieren.
Mir ist bewusst, dass gesetzliche Veränderungen sorgfältige Prüfungen erfordern. Doch ich bitte Sie, dieses Thema zur Priorität zu machen. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Hinter jeder Statistik steht eine Familie. Für uns steht dort Edda.
Sehr gerne kommen wir in den nächsten zwei Wochen persönlich zu einer öffentlichen Petitionsübergabe zu Ihnen ins Ministerium in Berlin vorbei. In einem solchen Termin können wir uns über Lösungen austauschen und Sie können der Unterschriften der Petition symbolisch annehmen sowei Ihre Sicht auf den Sachverhalt teilen.
Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und Ihre Verantwortung für die Verkehrssicherheit in unserem Land.
Wir freuen uns wenn Sie Interesse zeigen und uns Terminvorschläge zusenden.
Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Rüst