Confirmed victory
Petitioning Ägyptische Umweltministerin Layla Iskandar and 3 others
This petition was delivered to:
Ägyptische Umweltministerin
Layla Iskandar
Umweltminister Deutschland
Peter Altmaier
Ägyptischer Tourismusminister
Hisham Zaazou
Europa-Kommissar für Umwelt
Janez Potočnik

Dringend: Stoppt den massenhaften Vogelmord in Ägypten!

Ein verstörendes Bild bietet sich derzeit an der Mittelmeer-Küste Ägyptens: Dort kommt es zu einem massiven Zugvogelmord - 140 Millionen getötete Vögel jeden Herbst!

Reporter des Bayerischen Rundfunks haben dort auf insgesamt 700 Kilometern Länge Fangnetze dokumentiert. Damit werden in ungeahntem Ausmaß Vögel gefangen, um sie anschließend als Delikatesse auf den Märkten und in den Restaurants des Landes anzubieten.

Genau jetzt ziehen die Vögel aus Europa gen Afrika. Genau jetzt müssen wir handeln!

Setzen Sie sich jetzt mit Ihrer Stimme gegen den Vogelmord ein und fordern Sie die Entscheidungsträger auf, zu handeln! Diese sind vor allem:

+ die ägyptische Umweltministerin Layla Iskandar

+ der ägyptische Tourismusminister Hisham Zaazou

+ der deutsche Bundesumweltminister Peter Altmaier

+ der EU-Kommissar für Umweltschutz Janez Potočnik

Was ganz besonders schlimm ist: Viele der gefangenen Vogelarten stehen in Europa auf der Roten Liste. Viele sind vom Aussterben bedroht und werden in Europa mit großem Aufwand geschützt.

Manche Vögel fliegen bis zu 1.000 Kilometer am Tag, ohne auch nur einmal zu rasten. Sie vollbringen Unglaubliches – und das jeden Herbst aufs Neue. Doch statt Respekt und Anerkennung für ihre einmalige Leistung erwartet viele Zugvögel ein qualvoller Tod.

Seit dem „arabischen Frühling“ und erst recht seit den Unruhen in diesem Sommer, aufgrund der Krise von Staat und Wirtschaft, ist die Jagd auf Vögel in Ägypten völlig außer Kontrolle geraten. Diese ungezügelte Wilderei ist größtenteils verboten – doch niemand hält sich daran. Zu verlockend ist der Profit der grausamen Tat: Für eine einzige Wachtel bekommen die Vogeljäger fünf Euro! Die gefangenen Vögel werden brutal verstümmelt, in winzige Käfige gepfercht, auf den Märkten geschlachtet, verkauft – und als Luxushappen verspeist. Nachtigallen, Bienenfresser, Neuntöter, Wachtelkönige, Pirole…

Auf Initiative des NABU hat sich bereits eine internationale Aktiv-Gruppe aus Mitarbeitern des ägyptischen Umweltministeriums, ägyptischen Naturschützern sowie europäischen NGOs und internationalen Institutionen zusammengetan, um einen Aktionsplan für den Kampf gegen diesen Vogelmord zu erstellen. Für dessen Umsetzung brauchen wir den politischen Willen der ägyptischen Regierung und finanzielle Unterstützung aus Deutschland und Europa.

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie unsere Forderung beides sicherzustellen, so dass wir schnellstmöglich vor Ort aktiv werden können.

Das werden wir noch tun:

+ Im November übergeben wir diese Petition an die ägyptische Regierung und an die deutsche Bundesregierung.

+ Über unser Netzwerk aus Partnerorganisationen von Birdlife International und über nationale und internationale Institutionen üben wir politischen Druck auf Ägypten aus.

+ Wir unterstützen unsere Partner und zuständige staatliche Stellen in Ägypten fachlich und finanziell, damit diese vor Ort Jagdgesetze verbessern und durchsetzen können, um diesem Vogelmord ein Ende zu setzen. Ägypten braucht einen Neuanfang. Fangen wir gleich beim Thema Vogelmord damit an!

+ Wir werden die Bundesregierung dazu bewegen, Hilfsgelder für Ägypten besonders für Projekte zu verwenden, die den Vogelmord bekämpfen.


Letter to
Ägyptische Umweltministerin Layla Iskandar
Umweltminister Deutschland Peter Altmaier
Ägyptischer Tourismusminister Hisham Zaazou
and 1 other
Europa-Kommissar für Umwelt Janez Potočnik
Die Öffentlichkeit in Deutschland und Europa hat kürzlich vom erschreckenden Ausmaß des Vogelfangs in Ägypten erfahren. Während des Herbstzuges erstreckt sich eine lückenlose Reihe von Vogelfangnetzen über mehr als 700 Kilometer entlang der ägyptischen Mittelmeerküste. Jeden Herbst werden dort etwa 140 Millionen Zugvögel gefangen. Vögel, die erschöpft nach der Überquerung des Mittelmeeres Ägypten erreichen, haben somit kaum noch eine Chance ihre Winterquartiere zu erreichen und im nächsten Frühjahr zum Brüten nach Europa zurückzukehren. Dazu werden an vielen Seen Wasservögel gefangen und Großvögel nach Belieben mit Gewehren abgeschossen.

Dieser Zustand macht die in Deutschland und anderen Ländern unternommenen Naturschutzanstrengungen zunichte und verletzt die auch von Ägypten zum Schutz wandernder Tierarten unterzeichneten internationalen Abkommen. Auch in Ägypten bedauern Vogelfänger bereits trotz immer intensiverer Fangbemühungen zurückgehende Zahlen gefangener Vögel.

Vogelfang und -jagd dürfen in Ägypten in diesem Ausmaß nicht weitergehen. Die illegale Wilderei muss sofort beendet werden, die legale Jagd muss effektiv reguliert und drastisch reduziert werden.

Die Unterzeichner dieser Petition fordern daher die Regierung der Arabischen Republik Ägypten auf,

• sich dem Problem des ausufernden Vogelfangs und der Vogeljagd in Ägypten zu stellen und ihren Verpflichtungen aus den von Ägypten unterzeichneten internationalen Naturschutz-Konventionen nachzukommen.

• durch eine effektive Regulierung der Jagd sicherzustellen, dass keine Vogelart durch diese in ihrem Bestand gefährdet wird und das kein Tier unnötig leidet. Dazu müssen neben adäquaten Regelungen zu jagdbaren Arten, Jagdmethoden, Jagdzeiten und Jagdquoten Zuständigkeiten für die Vergabe von Lizenzen klar geregelt werden.

• Verstöße gegen aktuelle und in Zukunft verbesserte Regelungen der Jagd konsequent zu verfolgen und zu ahnden. Dazu müssen ein funktionierendes Monitoring der Jagd aufgebaut werden und Kapazitäten für die Durchsetzung der Regelungen bereitgestellt werden.

• den derzeit im Rahmen der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) in Entwicklung befindlichen Aktionsplan zum Schutz Eurasisch-Afrikanischer ziehender Landvögel (AEMLAP) zu unterstützen und konsequent umzusetzen.

Die Unterzeichner dieser Petition wenden sich gleichzeitig an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die Regierungen anderer europäischer Staaten und an die Kommission der Europäischen Union mit der Aufforderung,

• auf die Regierung Ägyptens einzuwirken, die illegalen Auswüchse der Vogeljagd effektiv zu bekämpfen und die legale Jagd so stark zu beschränken, dass keine Vogelart durch diese in ihrem Bestand gefährdet wird und das kein Tier unnötig leidet, und ihr dabei notwendige fachliche und finanzielle Unterstützung anzubieten.

• für in Ägypten aktive nationale und europäische Institution und Hilfsprogramme Förderschwerpunkte einzurichten, unter denen Projekte unterstützt werden können, die den Vogelmord in Ägypten reduzieren helfen, zum Beispiel Programme zur Umweltbildung und zur Entwicklung alternativer Einkommensmöglichkeiten.

• auf internationaler Ebene im Rahmen der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) die Entwicklung des neuen Aktionsplans zum Schutz Eurasisch-Afrikanischer ziehender Landvögel (AEMLAP) zu unterstützen und darauf hinzuwirken, dass Ägypten diesen unterzeichnet und umsetzt.