Dr. Oetker: Stoppt die Schließungspläne bei Flaschenpost Düsseldorf


Dr. Oetker: Stoppt die Schließungspläne bei Flaschenpost Düsseldorf
Das Problem
Tatsächlich sollen deutlich mehr als 200 Flaschenpost-Beschäftigte ihren Job verlieren!
Die überraschend angekündigte Schließung des Flaschenpost-Lagers in Düsseldorf stößt bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Betriebsrat auf Widerstand. Dazu erklärt die Geschäftsführerin der NGG Düsseldorf-Wuppertal, Zayde Torun:
Schon allein die Frage, wie man Jobs kündigt, ist eine Stilfrage. Und schon da hat die Chefetage von Flaschenpost versagt. Das Management von Flaschenpost hat auf einen Überraschungscoup gesetzt: Per Mail erfuhr die Belegschaft am 29.10.2024 von ihrer bevorstehenden Kündigung – zeitgleich mit der Öffentlichkeit. So geht man nicht mit Menschen um, die Tag für Tag einen harten Job machen. Flaschenpostler sind keine leeren Flaschenkisten, die man einfach so auf die Straße setzt.
Die NGG und der Betriebsrat wollen jetzt Zahlen: Bei Flaschenpost muss die Wahrheit auf den Tisch. Wir verlangen Einblick in die Bilanzen. Es darf keine Fakten- und keine Zahlentrickserei geben. Doch genau die hat die Flaschenpost-Geschäftsführung am 29.10.2024 schon geliefert: Das Unternehmen spricht von 200 Beschäftigten, die von der Kündigung betroffen sind. Insgesamt geht der Betriebsrat allerdings von deutlich mehr als 200 Menschen aus, die ihren Job verlieren sollen. Wenn Flaschenpost selbst bei den von der Kündigung betroffenen Beschäftigten nicht mit ehrlichen Zahlen arbeiten sollte, wäre das einfach nur noch dreist und eine Täuschung der Öffentlichkeit.
In der Begründung der Schließungspläne führt Flaschenpost den Standort als ein zentrales Argument an: fehlende Parkplätze, eine dezentrale Lage, eine schlechte Anbindung an den ÖPNV. Auf den Punkt gebracht: Diese Argumente sind vorgeschoben. Sie sind eine Farce. Denn die Parkplatzkapazität für die Flaschenpost-Wagen-Flotte dürfte der Geschäftsführung bei der Standortentscheidung ebenso bekannt gewesen sein, wie die geografische Lage des Firmenkomplexes und dessen Infrastrukturanbindung.
Außerdem hat sich die Flaschenpost-Geschäftsführung erkennbar noch nie den Kopf darüber zerbrochen, ob Beschäftigte mit dem ÖPNV gut zur Arbeit kommen oder nicht. Und nicht zuletzt: Amazon hat sich für den gleichen Standort – nämlich direkt neben Flaschenpost – entschieden. Von dort klappt es, Düsseldorfer Kunden zu beliefern. Also auch hier: Die Flaschenpost-Geschäftsführung führt fadenscheinige Argumente ins Feld. Ihre Begründung für die geplante Standortschließung steht damit auf tönernen Füßen.
Nicht nachvollziehbar ist die geplante Schließung des Flaschenpost-Lagers auch vor dem Hintergrund der Bindung, die Flaschenpost bei der Entscheidung für den Standort eingegangen ist: Der Mietvertrag für das Flaschenpost-Lager hat nach NGG-Informationen noch eine Laufzeit bis März 2028.
Fazit: Die Entscheidung des Managements von Flaschenpost, das Düsseldorfer Lager schließen zu wollen, steckt voller Widersprüche und wirft eine Reihe von Fragen auf. Vor diesem Hintergrund ist die NGG und Betriebsrat nicht bereit, die Kündigung der kompletten Belegschaft zu akzeptieren.
Für die NGG zählt vielmehr ein ganz anderes Argument: Flaschenpost hat einen starken Betriebsrat. Und der hat mit der Gewerkschaft NGG an seiner Seite eine starke Position im Betrieb. Sollte das der wahre Grund dafür sein, warum Flaschenpost das Lager in Düsseldorf aufgeben will, wird sich die Flaschenpost-Geschäftsführung auf erbitterten Widerstand gegen die Schließung einstellen müssen.
Plan A ist der Erhalt des Düsseldorfer Flaschenpost-Lagers mit seinen Beschäftigten.
Die Verantwortung für all das trägt ein Wirtschaftsgigant: Oetker. Flaschenpost gehört zum Dr.-Oetker-Konzern. Der vermeintlich gute Name Dr. Oetker bekommt – so oder so – durch die Pläne zur Schließung vom Flaschenpost-Lager in Düsseldorf einen gewaltigen Imageschaden.
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Das Problem
Tatsächlich sollen deutlich mehr als 200 Flaschenpost-Beschäftigte ihren Job verlieren!
Die überraschend angekündigte Schließung des Flaschenpost-Lagers in Düsseldorf stößt bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Betriebsrat auf Widerstand. Dazu erklärt die Geschäftsführerin der NGG Düsseldorf-Wuppertal, Zayde Torun:
Schon allein die Frage, wie man Jobs kündigt, ist eine Stilfrage. Und schon da hat die Chefetage von Flaschenpost versagt. Das Management von Flaschenpost hat auf einen Überraschungscoup gesetzt: Per Mail erfuhr die Belegschaft am 29.10.2024 von ihrer bevorstehenden Kündigung – zeitgleich mit der Öffentlichkeit. So geht man nicht mit Menschen um, die Tag für Tag einen harten Job machen. Flaschenpostler sind keine leeren Flaschenkisten, die man einfach so auf die Straße setzt.
Die NGG und der Betriebsrat wollen jetzt Zahlen: Bei Flaschenpost muss die Wahrheit auf den Tisch. Wir verlangen Einblick in die Bilanzen. Es darf keine Fakten- und keine Zahlentrickserei geben. Doch genau die hat die Flaschenpost-Geschäftsführung am 29.10.2024 schon geliefert: Das Unternehmen spricht von 200 Beschäftigten, die von der Kündigung betroffen sind. Insgesamt geht der Betriebsrat allerdings von deutlich mehr als 200 Menschen aus, die ihren Job verlieren sollen. Wenn Flaschenpost selbst bei den von der Kündigung betroffenen Beschäftigten nicht mit ehrlichen Zahlen arbeiten sollte, wäre das einfach nur noch dreist und eine Täuschung der Öffentlichkeit.
In der Begründung der Schließungspläne führt Flaschenpost den Standort als ein zentrales Argument an: fehlende Parkplätze, eine dezentrale Lage, eine schlechte Anbindung an den ÖPNV. Auf den Punkt gebracht: Diese Argumente sind vorgeschoben. Sie sind eine Farce. Denn die Parkplatzkapazität für die Flaschenpost-Wagen-Flotte dürfte der Geschäftsführung bei der Standortentscheidung ebenso bekannt gewesen sein, wie die geografische Lage des Firmenkomplexes und dessen Infrastrukturanbindung.
Außerdem hat sich die Flaschenpost-Geschäftsführung erkennbar noch nie den Kopf darüber zerbrochen, ob Beschäftigte mit dem ÖPNV gut zur Arbeit kommen oder nicht. Und nicht zuletzt: Amazon hat sich für den gleichen Standort – nämlich direkt neben Flaschenpost – entschieden. Von dort klappt es, Düsseldorfer Kunden zu beliefern. Also auch hier: Die Flaschenpost-Geschäftsführung führt fadenscheinige Argumente ins Feld. Ihre Begründung für die geplante Standortschließung steht damit auf tönernen Füßen.
Nicht nachvollziehbar ist die geplante Schließung des Flaschenpost-Lagers auch vor dem Hintergrund der Bindung, die Flaschenpost bei der Entscheidung für den Standort eingegangen ist: Der Mietvertrag für das Flaschenpost-Lager hat nach NGG-Informationen noch eine Laufzeit bis März 2028.
Fazit: Die Entscheidung des Managements von Flaschenpost, das Düsseldorfer Lager schließen zu wollen, steckt voller Widersprüche und wirft eine Reihe von Fragen auf. Vor diesem Hintergrund ist die NGG und Betriebsrat nicht bereit, die Kündigung der kompletten Belegschaft zu akzeptieren.
Für die NGG zählt vielmehr ein ganz anderes Argument: Flaschenpost hat einen starken Betriebsrat. Und der hat mit der Gewerkschaft NGG an seiner Seite eine starke Position im Betrieb. Sollte das der wahre Grund dafür sein, warum Flaschenpost das Lager in Düsseldorf aufgeben will, wird sich die Flaschenpost-Geschäftsführung auf erbitterten Widerstand gegen die Schließung einstellen müssen.
Plan A ist der Erhalt des Düsseldorfer Flaschenpost-Lagers mit seinen Beschäftigten.
Die Verantwortung für all das trägt ein Wirtschaftsgigant: Oetker. Flaschenpost gehört zum Dr.-Oetker-Konzern. Der vermeintlich gute Name Dr. Oetker bekommt – so oder so – durch die Pläne zur Schließung vom Flaschenpost-Lager in Düsseldorf einen gewaltigen Imageschaden.
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Petition am 15. November 2024 erstellt