Message aux signataires"documenta 15 in Kassel" vorzeitig beenden!!

Plakat weg, alles gut? --- Gesamte documenta "entfernen"!

Stefan Weinert88212 Ravensburg, Allemagne
26 juin 2022

Liebe Mitstreiter/innen,

immerhin wurde das Skandalplakat auf der diesjährigen documenta relativ schnell entfernt. Ob unsere Petition respektive der offene Brief an den Herrn Bundespräsidenten dazu beigetragen haben? Ehrlich gesagt, bin ich ein wenig ratlos, dass bis zu diesem Zeitpunkt "nur" knapp 20 Menschen wie Du und ich die Petition unterzeichnet haben. Vielleicht, weil Vielen die Forderung nach sofortiger Beendigung der fragwürdigen "Kunstausstellung" zu weit ging? Oder sie wurde zu wenig verbreitet. 

Wie auch immer. Inzwischen wird auch öffentlich gefordert, die documenta in Kassel vorzeitig zu schließen  - und auch ich persönlich bleibe bei unserer gleichlautenden Forderung.

Anbei *) ein kurzer Beitrag zur Organisation BDS, die dieses Plakat entworfen hat. Es ist übrigens bereits fast 20 Jahre alt und hat in anderen Weltteilen kein Ärgernis (skandalon) erregt und war dort auch nicht strafbar. Aber genau das ist der Punkt, den weder die Verantwortlichen des Plakats, noch die der documenta, noch Claudia Roth verstanden haben - und zwar schon im Vorfeld der documenta 2022 und überhaupt grundsätzlich! In Deutschland, in der Schweiz in Österreich und auch in der Tschechischen Republik, sind gewisse und entsprechend konnotierte  Äußerungen in Bild, Ton, Schrift und Symbolen zum Thema "Holocaust - Antisemitismus - Judentum" strafbare Handlungen. 

*)BDS - Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen Israel (2005) - Müsste eigentlich heißen: BDSGI (engl. = BDSAI) --- Erste Vorläufer ab 1889 ... 1933 ...
Führende BDS-Vertreter bestreiten offen das Existenzrecht Israels und wollen diesen Staat abschaffen. Die Antisemitismusforschung ordnet die Ziele der Kampagne als antizionistisch (gegen einen jüdischen Staat gerichtet), vielfach auch als antisemitisch ein. Einige Wissenschaftler halten Israelboykotte an sich nicht für antisemitisch. Die Parlamente und Regierungen von Deutschland, Österreich und Tschechien haben die BDS-Kampagne als antisemitisch eingestuft. Dem britischen Rechtsanwalt und Autor Anthony Julius zufolge schließt die heutige Boykottkampagne gegen Israel historisch, rhetorisch und mit ihrer Wirkung an die Judenboykotte in der Geschichte des Antisemitismus an. Antisemiten bevorzugen solche Boykotte, weil sie ihre Ablehnung und Ausschließung von Juden am besten ausdrücken. Sie sollten etwa Nichtjuden gegen jüdische Konkurrenz abschotten, angebliche jüdische Vergehen missbilligen, Juden zwingen, gegen ihre Interessen zu handeln, sie als ethnisch Fremde aus der eigenen Nation verbannen und Angriffe auf sie und/oder ihre Vertreibung vorbereiten. Kritik am politischen Staat Israel, wie auch an jedem anderen Staat, ist dagegen legitim und hat mit der BDS-Kampagne rein gar nichts zu tun.

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