Änderung der Geldmarktpolitik der EZB
Änderung der Geldmarktpolitik der EZB
Das Problem
Allerorten ist es zu hören: die europäische Zentralbank hat die Leitzinsen auf null gesenkt. – Sie möchte damit einer Deflation entgegenwirken.
Was versteht man unter einer Deflation?
Der Einfachheit halber, erlaube ich mir an dieser Stelle Wikipedia zu zitieren, darin heißt es unter anderem:
„Unter Deflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen. Deflation entsteht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage geringer ist als das gesamtwirtschaftliche Angebot (Absatzkrise).“
Ich bin kein studierter Volkswirtschaftler. Ich bin das, was man wohl bis vor kurzem mit Fug und Recht als „Mittelstand“ bezeichnet hätte. Ich gehe einer geregelten Erwerbstätigkeit nach, zahle meine Steuern und Abgaben, und halte durch meinen Konsum die Wirtschaft am Laufen und das zur Zeit mehr denn je. – Und ich mache mir, in letzter Zeit immer häufiger, Gedanken über die Geldmarktpolitik der europäischen Zentralbank und deren Auswirkungen auf uns, die Verbraucher.
Auch ich befürchte, wie so viele andere Menschen in diesem Lande auch, dass dieser „Mittelstand“ de facto wegbrechen könnte.
Was hat das nun widerrum mit der EZB zu tun?
Die EZB hat ihrerseits Angst vor einer Deflation. – Doch muss sie dies überhaupt? Ist es wirklich so, dass wir auf eine Absatzkrise zusteuern? – Ich glaube nicht, und ich glaube zu wissen, dass ich mit meiner Sichtweise auf die Dinge nicht alleine bin.
Doch warum läuft denn dann unsere Wirtschaft nicht mehr rund?
Das hat aus meiner Sicht, aus Sicht des Verbrauchers, der sich (noch) zum Mittelstand zählt, unter anderem diese Gründe:
• Die europäische Zentralbank geht, meiner Ansicht nach, von einer grundlegend falschen Annahme aus: das Preisniveau sinkt nichts, weil die Nachfrage schwächelt, sondern das Preisniveau sinkt, weil durch Internet und Co. der Markt transparenter und natürlich auch größer geworden ist. – Man könnte auch ganz einfach sagen, dass steigende Konkurrenz eben das Geschäft belebt, was wiederum zu sinkenden Preisen führt. Diese Binsenweisheit stimmt eben insbesondere in einem globalen Markt.
Die EZB macht das, was einen Zentralbank richtigerweise tun sollte, wenn ihre Annahme korrekt wäre, und wir tatsächlich Angst vor einer Deflation haben müssten. Die deutsche Bundeskanzlerin hat mal sinnigerweise gesagt, das Internet sei “ Neuland“. In der selben Analogie sehe ich mittlerweile die „hilflose“ Geldmarktpolitik der europäischen Zentralbank. Sie überschwemmt den Markt mit billigem Geld, und bedenkt dabei in keinster Weise die Auswirkungen ihres Tuns:
- Das Zinsniveau sinkt ins Bodenlose und als Folge daraus
- gerät die Altersvorsorge vieler Menschen ins Wanken, bzw. kann erst gar nicht mehr gebildet werden, weil Banken und Versicherungen, genauso wie der Kleinanleger übrigens auch, Probleme bekommen überhaupt noch „vernünftige Renditen“ zu erwirtschaften. Und wenn ich von „Renditen“ spreche, dann spreche ich im wesentlichen nicht von Wertzuwachs, sondern meine auf den „Privatanlieger“ bezogen, eigentlich nur den „Werterhalt“. Ich nehme an dieser Stelle absichtlich nicht den Begriff Inflationsausgleich in den Mund.
- Der institutionelle Anleger (Banken, Versicherungen) kann seine vor Jahren gegebenen Zusagen gegenüber seinen Kunden nicht mehr halten, muss es zum Teil aber, und geht daher seinerseits in hochriskante Anlagen, was letztendlich auch deren Geschäftsmodell gefährdet, so das sich die Politik zum Handeln veranlasst sieht, und auf Kosten der Steuerzahlers Wirtschaftssubjekte „errettet“.
Ich könnte jetzt hier noch nahezu unendlich fortfahren. Das niedrige Zinsniveau führt zu einer Flucht in Immobilienwerte. Immobilien gibt es aber nicht erst seit dem Zustrom von Flüchtlingen gerade in den Ballungsräumen viel zu wenige. Die Folge ist, dass auch Immobilien hoffnungslos überbewertet sind, und wir können auch hierzulande darauf warten, dass die „Immobilienblase“ wie seinerzeit in den USA demnächst vermutlich platzen wird. – Billiges Geld und die Flucht in Immobilienwerte dazu immer mehr soziales Ungleichgewicht, ein riskanter Mix, wie ich meine.
Warum diese Petition?
Ich glaube, dass auch eine Geldmarktpolitik mit Maß und Ziel zum sozialen Frieden und zur Stabilität beitragen kann. Geldmarktpolitik mit Augenmaß schützt letztendlich Demokratie und Wohlstand für den Masse der Bevölkerung. Protestwahlen helfen nicht weiter, ein Umdenken der europäischen Zentralbank im Bezug auf ihre Geldmarktpolitik mitunter schon.
Insoweit fordere ich die EZB auf ihre Geldmarktpolitik grundlegend zu überdenken. Die Leute geben mehr Geld aus, weil sie nicht zusehen wollen, wie es Tag für Tag immer weniger wird. Die latente Diskussion über die Begrenzung oder Abschaffung von Bargeld und der im gleichem Atemzug angedachte Negativzins auch für Verbraucher trägt nicht gerade zur Beruhigung der Märkte bei.
Lange Rede kurzer Sinn: Fordern Sie mit mir zusammen die EZB auf von Ihre derzeit desaströsen Geldmarktpolitik, welche getrieben ist von der schwer nachvollziehbaren Angst eine bevorstehenden Deflation abzurücken, und das Zinsniveau signifikant zu erhöhen.
Liebe Damen und Herren der EZB: Es ist keine Schande, einen Fehler zu begehen, Aber es ist eine, ihn nicht zu korrigieren, wenn man ihn bemerkt.
Vielen Dank für die Unterstützung meiner Petition.
Ich weiß nicht, ob sie was bewegen wird, aber ein Versuch ist es Wert.
Das nennt man lebendige Demokratie, glaube ich.
Herzlichst Ihr
Wolfgang W. Woppmann
Noch ein Wort: Ich weiß sehr wohl, dass die EZB und auch die Politik ganz Europa im Blick haben muss, aber macht es wirklich sinn, auch bislang starke Volkswirtschaften aktiv über Gebühr zu belasten, wenn andere bereits mehr als straucheln? – Nur so ein Gedanke.
Das Problem
Allerorten ist es zu hören: die europäische Zentralbank hat die Leitzinsen auf null gesenkt. – Sie möchte damit einer Deflation entgegenwirken.
Was versteht man unter einer Deflation?
Der Einfachheit halber, erlaube ich mir an dieser Stelle Wikipedia zu zitieren, darin heißt es unter anderem:
„Unter Deflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen. Deflation entsteht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage geringer ist als das gesamtwirtschaftliche Angebot (Absatzkrise).“
Ich bin kein studierter Volkswirtschaftler. Ich bin das, was man wohl bis vor kurzem mit Fug und Recht als „Mittelstand“ bezeichnet hätte. Ich gehe einer geregelten Erwerbstätigkeit nach, zahle meine Steuern und Abgaben, und halte durch meinen Konsum die Wirtschaft am Laufen und das zur Zeit mehr denn je. – Und ich mache mir, in letzter Zeit immer häufiger, Gedanken über die Geldmarktpolitik der europäischen Zentralbank und deren Auswirkungen auf uns, die Verbraucher.
Auch ich befürchte, wie so viele andere Menschen in diesem Lande auch, dass dieser „Mittelstand“ de facto wegbrechen könnte.
Was hat das nun widerrum mit der EZB zu tun?
Die EZB hat ihrerseits Angst vor einer Deflation. – Doch muss sie dies überhaupt? Ist es wirklich so, dass wir auf eine Absatzkrise zusteuern? – Ich glaube nicht, und ich glaube zu wissen, dass ich mit meiner Sichtweise auf die Dinge nicht alleine bin.
Doch warum läuft denn dann unsere Wirtschaft nicht mehr rund?
Das hat aus meiner Sicht, aus Sicht des Verbrauchers, der sich (noch) zum Mittelstand zählt, unter anderem diese Gründe:
• Die europäische Zentralbank geht, meiner Ansicht nach, von einer grundlegend falschen Annahme aus: das Preisniveau sinkt nichts, weil die Nachfrage schwächelt, sondern das Preisniveau sinkt, weil durch Internet und Co. der Markt transparenter und natürlich auch größer geworden ist. – Man könnte auch ganz einfach sagen, dass steigende Konkurrenz eben das Geschäft belebt, was wiederum zu sinkenden Preisen führt. Diese Binsenweisheit stimmt eben insbesondere in einem globalen Markt.
Die EZB macht das, was einen Zentralbank richtigerweise tun sollte, wenn ihre Annahme korrekt wäre, und wir tatsächlich Angst vor einer Deflation haben müssten. Die deutsche Bundeskanzlerin hat mal sinnigerweise gesagt, das Internet sei “ Neuland“. In der selben Analogie sehe ich mittlerweile die „hilflose“ Geldmarktpolitik der europäischen Zentralbank. Sie überschwemmt den Markt mit billigem Geld, und bedenkt dabei in keinster Weise die Auswirkungen ihres Tuns:
- Das Zinsniveau sinkt ins Bodenlose und als Folge daraus
- gerät die Altersvorsorge vieler Menschen ins Wanken, bzw. kann erst gar nicht mehr gebildet werden, weil Banken und Versicherungen, genauso wie der Kleinanleger übrigens auch, Probleme bekommen überhaupt noch „vernünftige Renditen“ zu erwirtschaften. Und wenn ich von „Renditen“ spreche, dann spreche ich im wesentlichen nicht von Wertzuwachs, sondern meine auf den „Privatanlieger“ bezogen, eigentlich nur den „Werterhalt“. Ich nehme an dieser Stelle absichtlich nicht den Begriff Inflationsausgleich in den Mund.
- Der institutionelle Anleger (Banken, Versicherungen) kann seine vor Jahren gegebenen Zusagen gegenüber seinen Kunden nicht mehr halten, muss es zum Teil aber, und geht daher seinerseits in hochriskante Anlagen, was letztendlich auch deren Geschäftsmodell gefährdet, so das sich die Politik zum Handeln veranlasst sieht, und auf Kosten der Steuerzahlers Wirtschaftssubjekte „errettet“.
Ich könnte jetzt hier noch nahezu unendlich fortfahren. Das niedrige Zinsniveau führt zu einer Flucht in Immobilienwerte. Immobilien gibt es aber nicht erst seit dem Zustrom von Flüchtlingen gerade in den Ballungsräumen viel zu wenige. Die Folge ist, dass auch Immobilien hoffnungslos überbewertet sind, und wir können auch hierzulande darauf warten, dass die „Immobilienblase“ wie seinerzeit in den USA demnächst vermutlich platzen wird. – Billiges Geld und die Flucht in Immobilienwerte dazu immer mehr soziales Ungleichgewicht, ein riskanter Mix, wie ich meine.
Warum diese Petition?
Ich glaube, dass auch eine Geldmarktpolitik mit Maß und Ziel zum sozialen Frieden und zur Stabilität beitragen kann. Geldmarktpolitik mit Augenmaß schützt letztendlich Demokratie und Wohlstand für den Masse der Bevölkerung. Protestwahlen helfen nicht weiter, ein Umdenken der europäischen Zentralbank im Bezug auf ihre Geldmarktpolitik mitunter schon.
Insoweit fordere ich die EZB auf ihre Geldmarktpolitik grundlegend zu überdenken. Die Leute geben mehr Geld aus, weil sie nicht zusehen wollen, wie es Tag für Tag immer weniger wird. Die latente Diskussion über die Begrenzung oder Abschaffung von Bargeld und der im gleichem Atemzug angedachte Negativzins auch für Verbraucher trägt nicht gerade zur Beruhigung der Märkte bei.
Lange Rede kurzer Sinn: Fordern Sie mit mir zusammen die EZB auf von Ihre derzeit desaströsen Geldmarktpolitik, welche getrieben ist von der schwer nachvollziehbaren Angst eine bevorstehenden Deflation abzurücken, und das Zinsniveau signifikant zu erhöhen.
Liebe Damen und Herren der EZB: Es ist keine Schande, einen Fehler zu begehen, Aber es ist eine, ihn nicht zu korrigieren, wenn man ihn bemerkt.
Vielen Dank für die Unterstützung meiner Petition.
Ich weiß nicht, ob sie was bewegen wird, aber ein Versuch ist es Wert.
Das nennt man lebendige Demokratie, glaube ich.
Herzlichst Ihr
Wolfgang W. Woppmann
Noch ein Wort: Ich weiß sehr wohl, dass die EZB und auch die Politik ganz Europa im Blick haben muss, aber macht es wirklich sinn, auch bislang starke Volkswirtschaften aktiv über Gebühr zu belasten, wenn andere bereits mehr als straucheln? – Nur so ein Gedanke.
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Petition am 12. März 2016 erstellt